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Studium

Die Universitäten und Fachhochschule in der Grenzregion

Universität Flensburg
DieUniversität Flensburg wird immer noch durch ihre Vergangenheit als Se minar geprägt, und deshalb dominieren die Lehrerausbildungen. Es haben sich allerdings pädagogisch-wissenschaftliche und berufsbezogene Ausbildungen ent wickelt, und die Universität zielt auf ein breiteres Profil ab. Etwa 4.200 Stu denten sind dort immatrikuliert. Das Forschungsprofil wird von den päda go gi schen Fächern dominiert.

Syddansk Universitet
Syddansk Universitet SDU hat neben ihrem Zentrum in Odense auch vier Abteilungen auf Fyn und in Syd- und Sønderjylland. Im Grenzgebiet liegt eine Abteilung von SDU in Sønderborg. Hier werden Ausbildungsmöglichkeiten wie BA oder Cand. ling. merc. in der Fachrichtung Sprach- und Kulturmittler angeboten. Außerdem werden Ausbildungen wie  Cand. merc., Cand. merc. int. und HA bzw. HA auf Englisch durchgeführt. Es gibt vorbereitende Ingenieur-Kurse und eine Abteilung für IT-Produktentwicklung. Weiterhin gibt es die Ausbildungen als Diplomingenieur im Bereich Innovation und Business und im Bereich Mechatronik. Die Studienrichtungen Diplomingenieur teilen sich auf in die Bereiche Elektronik, interaktives Design und Mechatronik – Wirtschaft und Technologie.
Fachhochschule Flensburg  
Die Fachhochschule verfügt über einen technischen und einen betriebs­wirt schaftlichen Fachbereich mit relevanten Forschungsaktivitäten. Die Forschung an der Fachhochschule ist traditionell eng an die Bedürfnisse der Unternehmen gebunden. Schwerpunkte der Forschung sind Kommunikationstech nologie (Mo biltelefone, Radiokommunikation), Biotech nologie und Verfahrenstechnik (Wasserreinigung, Lebens­mittelindustrie, DNA), Automatisierungs technik (Soft ware für Maschinen) und technische Über setzungen.


Grenzüberschreitende Kooperation der Hochschulen

Die Abteilung von SDU in Sønderborg arbeitet grenzüberschreitend mit der Universität in Flensburg zusammen. In Kooperation mit dem deutschen Partner wird eine Reihe von gemeinsamen Ausbildungen angeboten. Die Ausbildungen sind mehrsprachig und ermöglichen es den Studenten, Abschlusszeugnisse zu erlangen, die in beiden Ländern anerkannt werden.
Zu diesen Ausbildungen zählen u.a.: 

  • BA Modern Languages and Intercultural Communication (Sønderborg)
  • Cand. ling. merc. Kultur – Sprache - Medien (Flensburg)
  • BA international (Flensburg)
  • Cand. merc. int. (Flensburg)
  • Energie- und Umweltmanagement (Flensburg)

Zulassungsbeschränkung südlich der Grenze

Der Numerus Clausus (NC) ist eine in ganz Deutschland zahlenmäßig begrenzte Zulassung für ein Studium an Hochschulen und Universitäten. D. h. nicht jeder, der einen Hochschulabschluss hat, kann auch automatisch in jedem Fach studieren. Die Aufnahme zu einem Studium richtet sich  nach der Nachfrage und Anzahl von Studienplätzen an den jeweiligen Hochschulen. Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium können daher von Semester zu Semester, von Hochschule zu Hochschule und von Fach zu Fach unterschiedlich sein.

Ist die Nachfrage nach Studienplätzen an einzelnen Hochschulen zu groß, können Hochschulen und Bundesländer Zulassungsbeschränkungen beim Zugang zur Hochschule beantragen. Wird der Antrag genehmigt, können Hochschulen hochschuleigene Zulassungsverfahren festlegen (z.B. Auswahlgespräche, Eignungsprüfungen, Berufserfahrung, Losverfahren) oder das Verfahren an die Zentrale Vergabestelle für Studienplätze (ZVS) weiter geben. Bei der ZVS entscheidet in der Regel die Abiturdurchschnittsnote oder die Anzahl der Wartesemester, d.h. die Zeit ohne Studium seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung, über den Erhalt eines Studienplatzes.

An der Universität Flensburg wurden in den letzten Jahren in den meisten Fächern NCs eingeführt, da der Andrang für bestimmte Studienfächer zu groß wurde. Die Zulassungsverfahren wurden jedoch nicht an die ZVS gegeben, sondern hochschulintern vergeben. Anders sieht es beispielsweise in Kiel oder Lübeck aus. An der Christian-Albrechts-Universität Kiel (CAU Kiel) und in der Universität zu Lübeck werden sehr viele Studiengänge mit NC (beispielsweise Psychologie oder Anglistik an der Universität Kiel) über die ZVS vergeben.


Zulassungsbeschränkung nördlich der Grenze

Die Zulassung zum Studium an der Syddansk Universitet (Universität Süddänemark) erfolgt wie auch bei den meisten anderen weiterführenden Ausbildungen durch KOT(Den Koordinerede Tilmelding / Die koordinierte Zulassung).
Im Rahmen der koordinierten Zulassung kann man sich gleichzeitig für acht verschiedene Ausbildungen oder Ausbildungsorten bewerben, allerdings kann man nur einmal zugelassen werden.

Zulassungsanforderungen
Um zum Studium an einer weiterführenden Ausbildungseinrichtung zugelassen zu werden, muss man über ein Højere Forberedelseseksamen (HF, Höheres Vorbereitungsexamen), Højere Handelseksamen (HHX / Wirtschaftsabitur), ein Abitur (STX / Allgemeine Hochschulreife) oder ein entsprechendes ausländisches Examen verfügen.
Darüber hinaus können besondere Zulassungsbedingungen gelten, beispielsweise bestandene Fächer auf einem bestimmten Niveau (A, B oder C) oder mit bestimmten Mindestnoten.
Für einige weiterführenden Ausbildungen gelten andere Zulassungskriterien, beispielsweise eine berufliche Ausbildung. Außerdem lassen einige Ausbildungseinrichtungen Studenten nach einer individuellen Beurteilung zu.
Informationen über die Bestimmungen zur Zulassung aufgrund von ausländischen Examen, siehe:  www.iu.dk.
Die genauen Zulassungsanforderungen für bestimmte Ausbildungen können auf der Homepage der Ausbildungseinrichtung in Erfahrung gebracht werden, oder auf der Homepage www.ug.dk.

Für die meisten Ausbildungen gilt ein Quotensystem, bei dem Bewerber aus zwei Bereichen zugelassen werden. Quote 1 umfasst Bewerber, die entsprechend dem Notendurchschnitt des Zeugnisses aufgenommen werden. Quote 2 umfasst Bewerber, die nach anderen Kriterien zugelassen werden, beispielsweise Notendurchschnitt und zusätzliche relevante Ausbildungszeugnisse oder ergänzende Ausbildungen.

Bewerbungsfristen
Zu den meisten Ausbildungen im Rahmen der koordinierten Zulassung werden Studenten nur einmal pro Jahr zugelassen: im Monat Juli, mit Studienbeginn im August / September. Normalerweise ist das letzte Bewerbungsdatum der 15. März für Bewerber der Quote 2 und der 1. Juli für Quote 1. 


Ausbildungsförderung südlich der Grenze

Es gibt in Schleswig-Holstein, wie auch in allen anderen Bundesländern Deutschlands, einige Möglichkeiten Ausbildungen gefördert zu bekommen. Die bekannteste Fördermöglichkeit für Auszubildende und Studierende ist das BAföG (Bundesausbildungsförderungsgesetz).

Es soll jungen Menschen unabhängig von deren sozialen oder wirtschaftlichen Verhältnissen eine Ausbildung im In- oder Ausland ermöglichen. Voraussetzungen für den Erhalt von BAföG ist die persönliche (z.B. ein Schulabschluss) und finanzielle (Einkommen der Eltern oder des Ehegatten) Situation des Antragstellers sowie die Ausbildung selbst. Letztere muss nach dem BAföG als förderungswürdig erachtet werden.

Die Förderungsdauer richtet sich nach der Regelstudienzeit der entsprechenden Studiengänge. In Schleswig-Holstein ist das Studentenwerk Schleswig-Holstein mit Sitz in Kiel für die Vergabe des BAföG zuständig.

Des Weiteren können Auszubildende und Studenten über Stipendien ihre Ausbildung finanzieren. So gibt es neben Stipendien für die Ausbildung bzw. das Studium selbst beispielsweise noch Stipendien für Auslandsaufenthalte, Sportstipendien, Künstlerstipendien, Forschungsstipendien, Stipendien für Promotionen, Stipendien für Auslandspraktika, Stipendien für den Schüleraustausch und Firmenstipendien.

In den meisten Fällen setzen die Organisationen, die die Stipendien vergeben, besondere Fähigkeiten des Antragstellers voraus. So haben insbesondere Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren oder herausragende Schul- bzw. Studiennoten nachweisen können, gute Chancen auf ein Stipendium. In der Regel sind es Stiftungen, staatliche Institutionen oder Unternehmen, die Stipendien anbieten. So bietet beispielsweise die Bürgerstiftung Ahrensburg Stipendien für Schulaufenthalte in den USA oder der Energiekonzern E.ON Hanse Stipendien für den Forschernachwuchs an.


Ausbildungsförderung nördlich der Grenze

SU – die Staatliche Ausbildungsförderung – bietet finanzielle Hilfen, die beantragt werden können, wenn man eine Ausbildung durchläuft. Die Ausbildungsförderung wird unter bestimmten Bedingungen gewährt. U. a. muss es sich um eine anerkannte Ausbildung handeln, und man darf nicht gleichzeitig andere Formen öffentlicher Zuwendungen erhalten. Im Rahmen der staatlichen Ausbildungsförderung „SU“ gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen ein SU-Stipendium, das nicht zurückgezahlt werden muss, und zum anderen ein SU-Darlehen, dass nach Abschluss der Ausbildung zurückerstattet werden muss. Neben dem SU-Stipendium kann man andere Einkünfte beziehen, allerdings gibt es dafür eine Obergrenze. Bei Überschreitung dieser Grenze muss der gezahlte Betrag ganz oder teilweise zurückerstattet werden. 
Bedingungen für die Zuteilung von Ausbildungsförderung: Der Empfänger muss das 18. Lebensjahr vollendet haben. Die Ausbildung muss vom SU-System anerkannt sein. Der Empfänger muss aktiv studieren. Der Empfänger muss die dänische Staatsangehörigkeit besitzen. (Ausländische Staatsangehörige haben unter bestimmten Bedingungen die Möglichkeit, Ausbildungsförderung zu beziehen.)

SU für weiterführende Ausbildungen
Studenten der weiterführenden Ausbildungen erhalten SU entsprechend einer „Abschnittskarte“. Ein Monat SU (Stipendium + Darlehen) entspricht einem Abschnitt. Die „Abschnittskarte“ umfasst 70 Abschnitte = 70 Monate SU. Das bedeutet, dass eine weiterführende Ausbildung zum Bezug von Ausbildungsförderung für insgesamt 70 Monate berechtigt. Die 70 Abschnitte entsprechen sechs Jahren Studium (5 Jahre und 10 Monate). Weitere Informationen: www.su.dk.


Studiengänge Gesundheitswesen südlich der Grenze

Bei medizinischen Studiengängen denkt man vor allem an die klassischen Sparten wie Medizin und Pharmazie. Inzwischen gibt es aber in Schleswig-Holstein ein weit aus breiteres Spektrum an Studiengängen und Studienwahlfächern, die für die Gesundheitsbranche qualifizieren – insbesondere im Technik- und Wirtschaftsbereich. Gerade dort hat sich vor allem die Fachhochschule Flensburg ein über die Grenzen hinausgehendes Renommee geschaffen.

So kann man im Bereich Betriebswirtschaft an der Fachhochschule Flensburg Schwerpunkte in folgenden Bereichen wählen:

  • Krankenhaus-Management
  • Gesundheitsmarkt- und Management
  • IT-Management im Krankenhaus (1-jährige berufsbegleitende Weiterbildung)

Gerade im Bereich IT-Innovationen im Gesundheitswesen genießt die Fachhochschule Flensburg seit Jahren durch das Flensburger Forum für IT-Anwendungen im Gesundheitswesen einen bundesweit und grenzüberschreitend guten Ruf.

Auch an der Universität Flensburg kann man folgenden Aufbaustudiengang wählen:

  • Prävention und Gesundheit (Abschluss: Master of Arts (M.A.))

Die schleswig-holsteinischen Universitäten und Fachhochschulen zu Kiel und Lübeck bieten darüber hinaus neben den klassischen Sparten (Psychologie, Humanmedizin, Pharmazie, Zahnmedizin) auch neuere Richtungen wie 

  • Bachelor of Physiotherapie (dualer integrativer Studiengang), 
  • Molecular Life Science oder 
  • Computational Life Science, 
  • Gesundheitswirtschaft, 
  • Medical Technology, 
  • Health Care Management (Online-Kurs, MBA für Ärzte mit mind. 2-jähr. Berufstätigkeit) sowie
  • Qualitäts- und Sicherheitstechnik an.

Studiengänge Gesundheitswesen nördlich der Grenze

Der Gesundheitssektor ist ein umfassendes und weit verzweigtes Gebiet, das von Pflege und Behandlung bis hin zu Qualitätsentwicklung, Beratung und Leitungs fragen reicht. Nicht zuletzt deshalb bieten die Ausbildungen in die sem Bereich umfassende Möglichkeiten zur fachlichen Entwicklung und Spe zi alisierung.

Professionsbachelor im Bereich Krankenpflege
In Sønderjylland wird die Krankenpflegeausbildung in Sønderborg beim Cen ter for Videregående Uddannelser / Zentrum für weiterführende Aus­bildung en (CVU) an ge boten. 
Durch die grundlegende Ausbildung erlangt der Student den Titel „Profes­sions bachelor“. Ziel der Ausbildung ist es, die Studenten zur Arbeit als Kran ken schwestern und zur Mitwirkung bei der fachübergreifenden Zusammen ar beit zu qualifizieren.

Diese Ausbildung erfolgt in einem Wechsel zwischen theoretischem und prak ti schem Unterricht und erstreckt sich insgesamt über 3½ Jahre – bzw. 7 Seme ster mit jeweils 18 - 24 Wochen.

Zugangsvoraussetzungen für die Ausbildung sind:

  • Abitur (stx), Höheres Vorbereitungsexamen (hf), Wirtschaftsabitur (hhx) oder Höheres technisches Examen (htx)
  • Ausbildung als Sozial- und Gesundheitsassistent mit Dänisch und Naturfächern auf C-Niveau, sowie Englisch auf D-Niveau
  • vier Einzelfächer aus einer gymnasialen Ausbildung: Dänisch auf A-Niveau, Englisch auf B-Niveau, Gemeinschaftskunde oder Psy chologie auf C-Niveau, sowie neun Monate Arbeitserfahrung.

Hauptfach ist Krankenpflege, also theoretische und praktische Problem stel­lungen im Bereich Krankenpflege und Pflege, Begriffsbildung sowie Modelle und Me thoden in der Krankenpflege. Ebenfalls enthalten sind soziale und psychologische Problemstellungen, die mit der Rolle der Krankenschwester im Zusammenhang mit dem Kontakt zu Patienten und Angehörigen ver­bun den sind.

Die Ausbildung beinhaltet auch Unterricht in gesundheitswissenschaftlichen Fächern (Bevölkerungsgesundheit, Krankheitslehre, Wissenschaftstheorie, Forschungsmethodik), naturwissenschaftliche Fächer (Biochemie, Mikrobio logie, Anatomie, Physiologie) und geisteswissenschaftliche Fächer (z. B. Psy chologie und Kommunikation, Philosophie, Ethik), sowie gesellschafts wis sen schaftliche Fächer (Soziologie, Anthropologie, Organisationstheorie, Mana ge ment und Jura).

Der praktische Teil des Unterrichts fokussiert auf Erleben, Bedingungen und Handlungen im Zusammenhang mit Gesundheit und Krankheit, sowie auf dem Ver hältnis zwischen Patient und Krankenschwester. Die Praktika finden in Kran kenhäusern und anderen Einrichtungen des Gesundheitswesens statt, Teile der Praktikumsperioden können auch an zugelassenen Einrichtungen im Ausland ab solviert werden.

Der Unterricht wechselt zwischen Vorlesungen, Klassenunterricht, Projekt­arbeiten, Gruppenarbeit und selbstständigen Studien. Praktische Übungen erfolgen in Übungs lokalen, klinische Studien werden an zugelassenen Aus­bildungs ein richtungen durchgeführt.
Jedes Semester wird mit mündlichen und schriftlichen Prüfungen abge­schlossen. Die Ausbildungen beinhalten insgesamt drei externe Prüfungen einschließlich der abschließenden Bacheloraufgabe, die im Rahmen einer mündlichen Prüfung be ur teilt wird. Im Projekt wird ein fei gewählte kran­kenpflegefachliche Problem stel lung behandelt.

Die abgeschlossen Ausbildung erlaubt den Titel „Professionsbachelor im Bereich Krankenpflege“ (auf Englisch: Bachelor Degree in Nursing).


Studiengänge Lehramt und Erzieher südlich der Grenze

In Schleswig-Holstein gibt es eine Reihe verschiedener Lehramtsausbildungen. Sie sind in zwei Niveaus aufgeteilt – dem Bachelor- und Masterniveau. Die Studienzeit für diese beiden Niveaus beträgt jeweils 3 und 1 oder 2 Jahre.

Das Studium zur Vorbereitung auf ein Lehramt erfolgt zurzeit noch schulartenspezifisch für die Lehrämter:

  • Lehramt an Grund- und Hauptschulen, 
  • Lehramt an Realschulen, 
  • Lehramt an Gymnasien, 
  • Lehramt an Berufsbildenden Schulen, 
  • Lehramt an Sonderschulen.

Das Studium für die Lehrämter an Grund- und Hauptschulen, Realschulen und Sonderschulen wird an der Universität Flensburg angeboten. Dort gibt es einen gemeinsamen konsekutiven sechssemestrigen Studiengang hierfür mit Bachelorabschluss („Vermittlungswissenschaften“), der hierauf aufbauende Masterstudiengang ist schulartbezoge. Dieser Studiengang umfasst zwei Fächer (darunter für das Sonderschullehramt die Sonderpädagogik) und einen vermittlungswissenschaftlichen Bereich.

Zur Tätigkeit des Erziehers und der Erzieherin
Erzieher und Erzieherinnen arbeiten im sozialpädagogischen Bereich, in verschiedenen sozialpädagogischen Einrichtungen, die teils Entwicklungsförderung oder bildende Jugendarbeit, teils vorbeugende Erziehungshilfe zum Ziele haben.
Sozialpädagogische Einrichtungen sind z.B.: Kindergarten, Kinderkrippe, Kinderhort, Kinder- und Jugendheim, Jugendwohngruppe, Kurheim, Fachklinik für Kinder und
Jugendliche, Freizeiteinrichtungen, Jugendaufbauwerk, Wohnheim für Menschen mit Behinderungen, Werkstatt für Behinderte.

Die Ausbildung zum Erzieher oder zur Erzieherin dauert 3 Jahre; die Ausbildung umfasst mehrere Praktika mit einer Dauer zwischen zehn und zwanzig Wochen.
Die Ausbildung erfolgt in der "Fachschule für Sozialpädagogik". Die fachpraktische Ausbildung erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den sozialpädagogischen Einrichtungen.

Ziel der Ausbildung ist die Befähigung, in sozialpädagogischen Einrichtungen als Erzieher oder Erzieherin selbstständig tätig zu sein. Der Abschluss berechtigt zur Führung der
Berufsbezeichnung "Staatlich anerkannter Erzieher/anerkannte Erzieherin".
Erzieherinnen und Erzieher sind für die Leitung von Gruppen bzw. Sozialpädagogischen Einrichtungen qualifizierte Fachkräfte.

Für eine Aufnahme ist die Erfüllung einer

  • a. schulischen und einer
  • b. beruflichen Voraussetzung erforderlich.

Schulische Aufnahmevoraussetzung ist der Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss. Berufliche Aufnahmevoraussetzung ist der Abschluss in einem anerkannten Ausbildungsberuf nach dem Berufsbildungsgesetz oder der Handwerksordnung sowie der Abschluss der Berufsschule oder der Abschluss einer nach Bundes- oder Landesrecht vergleichbar geregelten Ausbildung oder eine für die Zielsetzung der Fachrichtung förderliche Tätigkeit von fünf Jahren.

Die ersten drei Schulhalbjahre dienen der Erarbeitung allgemeiner und grundsätzlicher pädagogischer Qualifikation. Die letzten drei Schulhalbjahre dienen der fachlichen Vertiefung in einem ausgewählten Schwerpunkt.

Die Ausbildungsinhalte werden in 6 Lernbereichen vermittelt:

  • Lembereich I: Kommunikation und Gesellschaft
  • Lernbereich II: Sozialpädagogische Theorie und Praxis
  • Lembereich III: Musisch-kreative Gestaltung
  • Lembereich IV: Ökologie und Gesundheit
  • Lembereich V : Organisation, Recht und Verwaltung
  • Lernbereich VI Wahlpflichtbereich

Zur Tätigkeit der sozialpädagogischen Assistentin, des sozialpädagogischen Assistenten
Die Berufsfachschule, Fachrichtung Sozialpädagogik, Ausbildungsgang „Sozialpädagogische/-r Assistent/-in“ bildet sozialpädagogische Assistenten/-innen aus, die als zusätzliche Kraft neben einer sozialpädagogischen Fachkraft (Erzieher/-in oder Sozialpädagoge/-in) in Einrichtungen wie Krippe, Kindergarten, Hort, Kinderkurheim oder Kinderheim mit Kindern arbeiten.
Um Kindern einen weiten Zugang zur Umwelt und zu sich selbst zu ermöglichen, werden in diesem Arbeitsfeld besondere Ansprüche an die Kommunikationsfähigkeit und Kreativität gestellt.

Der Bildungsgang dauert zwei Jahre und schließt mit einer staatlichen Prüfung ab. Nach bestandener Abschlussprüfung erfolgt die Zuerkennung der Berufsbezeichnung „Sozialpädagogische Assistentin“ oder „Sozialpädagogischer Assistent“.

Die Ausbildungsinhalte werden in 5 Lernbereichen vermittelt:

  • Lernbereich 1: Kommunikation und Gesellschaft (Wirtschaft und Politik, Religion oder Philosophie, Deutsch und
  • Sprecherziehung, Englisch)
  • Lernbereich 2: Sozialpädagogische Theorie und Praxis
  • Lernbereich 3: Musisch-kreativer Bereich
  • Lernbereich 4: Ökologie und Gesundheit
  • Lernbereich 5: Wahlpflichtbereich

Die Voraussetzung für die Aufnahme ist der Realschulabschluss oder ein gleichwertiger Abschluss.


Studiengänge Lehramt und Erzieher nördlich der Grenze

Ausbildung als Lehrer
In Sønderjylland wird die Lehrerausbildung vom University College in Haderslev angeboten, das zum University College Syddanmark gehört. Die Ausbildung als Lehrer bereitet den Studenten darauf vor, Kinder aus unterschiedlichen Altersgruppen und in verschiedenen Schulformen zu unterrichten.

Zulassungsvoraussetzungen und Zulassung
Mit den folgenden Ausbildungen kann man sich für die Zulassung bewerben:

  • Abitur (stx), Höheres Vorbereitungsexamen (hf),  Höheres Technisches  Examen (htx) oder Wirtschaftsabitur (hhx)
  • Gymnasialer Einführungskurs für Fremdsprachler (GIF)
  • Ausländische oder internationale gymnasiale Ausbildung.

Man bewirbt sich für die Zulassung über "Koordinierte Zulassung"(Den Koordinerede Tilmelding). Die Zulassungsunterlagen sind hier zu finden www.optagelse.dk.
Die Lehrerausbildung dauert vier Jahre und umfasst folgende Elemente: 
- erstes „Hauptfach“ (Dänisch, Mathematik, Natur / Technik  oder Physik /Chemie)
- 1 - 2 weitere Fächer, zur Auswahl stehen: Bildende Kunst, Biologie, Dänisch als  Fremdsprache, Französisch, Geografie, Hauswirtschaftslehre, Religion /  Christentumskunde, Materielles Design, Musik, Gemeinschaftskunde,  Sonderpädagogik, Deutsch, Dänisch (altersspezifisch), Englisch, Physik /  Chemie, Geschichte, Sport, Mathematik (altersspezifisch), sowie Natur /  Technik.

Eine Bacheloraufgabe, also eine größere selbstständige Aufgabe im Rahmen eines der Fächer

  • Pädagogische Fächer (Allgemeine Didaktik, Psychologie  und Pädagogik)
  • Christentumskunde / Lebenskunde / Gemeinschaftskunde 
  • Praktikum in einer Grund- und Hauptschule (Folkeskole), sowie – wenn möglich - auf in anderen Schulformen

Unterricht, Praktikum und Examen
Im Seminar erfolgt der Unterricht als Klassenunterricht, als Gruppenarbeit und als individuelles Studium. In der Regel wechseln sich in verschiedenen Perioden projektorientierte und fächerübergreifende Aktivitäten mit der Vertiefung in einzelne Fächer ab.
Das Praktikum dauert 24 Wochen, in denen die Studenten in einer Grund- und Hauptschule (Folkeskole), einer privaten Schule oder einem Internat („Efterskole“)  unterrichten. Die Praktikumsperioden verteilen sich auf alle vier Studienjahre und umfassen eigenen Linienfächer. Im dritten oder vierten Jahr muss der Student Unterrichtseinheiten selbstständig planen und durchführen.

Neben den normalen Unterrichtangeboten während der üblichen Unterrichtzeiten bietet University College Syddanmark die Möglichkeit, dem Unterricht als Fernunterricht über das Internet zu folgen.

In allen Fächern finden Prüfungen statt. Die Bacheloraufgabe wird im Rahmen einer individuellen, mündlichen Prüfung beurteilt. Die Praktika werden laufend während der Ausbildung mit bestanden / nicht bestanden bewertet. 
Die Ausbildung gestattet die Bezeichnung Professionsbachelor als Lehrer an Grund- und Hauptschulen (Folkeskole); die englischsprachige Bezeichnung lautet „Bachelor (BA) of Education“.

Ausbildung als Erzieher
Durch die Ausbildung hat man die Möglichkeit, sich für die pädagogische Arbeit mit Kindern und Jugendlichen zu spezialisieren, mit Menschen mit Behinderungen, oder mit Menschen mit sozialen Problemen. In Sønderjylland bietet das University College in Aabenraa, eine Abteilung von University College Syddanmark, diese Ausbildungen an.
Die Ausbildung umfasst Perioden mit Unterricht am Seminar und Praktika. Sie dauert insgesamt 3½ Jahre, wobei zwei mal sechs Monate als bezahltes Praktikum in einer Einrichtung abgewickelt werden.

Die nachfolgenden Grundfächer sind Bestandteil der Ausbildung:

  • Pädagogik 
  • Dänisch, Kultur und Kommunikation (sprachliche Stimulierung, Verstehen)
  • Individuum, Einrichtung und Gesellschaft (über die Rahmenbedingungen,  unter denen pädagogische Arbeit geleistet wird)
  • ein Liniefach nach eigener Wahl: ”Gesundheit, Körper und Bewegung”,  ”Ausdruck, Musik und Drama”, ”Werkstatt, Natur und Technik”
  • Praktikumsausbildung.

Der Unterricht umfasst Vorlesungen, Kurse, Projektarbeit, Werkstattarbeit usw. Man arbeitet sowohl mit den einzelnen Fächern, fächerübergreifend und projektorientiert. 
Im ersten Studienjahr sind 3 Monate als Praktikum vorgesehen, während im 2. und 3. Studienjahr zwei Praktikumsperioden von jeweils 26 Wochen Dauer vorgesehen sind. Die Praktika-Perioden finden in verschiedenen Einrichtungen statt – Kinderkrippen, Kindergärten, Ganztagseinrichtungen für Kinder, Wohnangebote für behinderte Kinder und Erwachsene usw. 
Im Laufe des Studiums gibt es schriftliche und mündliche Prüfungen. Eine Bacheloraufgabe wird im letzten Semester erarbeite. Darüber hinaus wird jede Praktikumsperiode nach Abschluss bewertet.

Die abgeschlossen Ausbildung erlaubt den Titel Professionsbachelor als Pädagoge, die englische Bezeichnung dafür lautet „Bachelor in Social Education“.

Wenn man die Zulassungsvoraussetzungen erfüllt, und mindestens fünf Jahre Arbeitserfahrung im pädagogischen Bereich hat, kann man die Meritausbildung als Pädagoge absolvieren.

Zulassungsvoraussetzungen und Zulassung
Zulassungsvoraussetzungen für die Ausbildung als Erzieher sind:

  • Abitur (stx), Höherer Vorbereitungsexamen (hf),  Höheres Technisches  Examen (htx) oder Wirtschaftsabitur (hhx)
  • Gymnasialer Einführungskurs für Fremdsprachler (GIF)
  • Ausländische oder internationale gymnasiale Ausbildung
  • Ausbildung als Sozial- und Gesundheitsassistent mit den Fächern Dänisch  und Naturfächern auf C-Niveau, sowie Englisch auf D-Niveau
  • pädagogische Grundausbildung (pgu) mit den Fächern Dänisch und  Gemeinschaftskunde auf C-Niveau, sowie Englisch auf E-Niveau
  • 4 gymnasiale Fächer: Dänisch auf A-Niveau, Englisch auf B-Niveau,  Gemeinschaftskunde auf C-Niveau sowie ein Wahlfach auf C-Niveau
  • Qualifikationen, die nach einer Realkompetenzbeurteilung mit den  festgelegten Zulassungsvoraussetzungen gleichgestellt werden können

Die Zulassung zur Ausbildung als Erzieher erfolgt durch die "Die koordinierte Zulassung". 
Die Zulassungsunterlagen sind hier zu finden www.optagelse.dk.

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