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Bibliotheken

Das Büchereisystem der Öffentlichen Bibliotheken in Schleswig-Holstein

171 öffentliche Büchereien in den Städten und Kreisen des Landes versorgen die Einwohner mit Büchern und anderen Medien sowie Informationen. Sie erzielten 2006 mit einem Bestand von rund 5 Millionen Medien über 16 Millionen Entleihungen. Sie fördern die Lesefähigkeit und vermitteln Medien zurFreizeitgestaltung, Bildung und Weiterbildung. Sie sind die meistgenutzten Kultureinrichtungen in den Städten und Gemeinden – Kommunikationszentren für alle Bürger.

Das Land Schleswig-Holstein hat bisher kein Bibliotheks- oder Büchereigesetz verabschiedet. Grundlage für die Förderung des Büchereiwesens in Schleswig-Holstein ist Artikel 9 Absatz 3 der Landesverfassung: "Die Förderung der Kultur einschließlich des Sports, der Erwachsenenbildung, des Büchereiwesens und der Volkshochschulen ist Aufgabe des Landes, der Gemeinden und Gemeindeverbände."

Dementsprechend wird das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein in gemeinsamer Verantwortung und gegenseitiger Verpflichtung vom Land Schleswig-Holstein, von den Städten, den Gemeinden und den Kreisen getragen. Alle haben sich dem Auftrag verpflichtet, vergleichbare Lebensverhältnisse für alle Einwohner ihrer Gebiete herzustellen.

Die Leistungen der Verantwortlichen sind jedoch sehr unterschiedlich. Während sich das Land Schleswig-Holstein mit annähernd 20 % an den Kosten für das Personal und für Medienanschaffungen beteiligt, ist das finanzielle Engagement der Kreise außerordentlich unterschiedlich. Es reicht von 0 % bis zu 25 % der Personalkosten und der Kosten für die Medienanschaffungen. Die Hauptlast tragen die Städte und Gemeinden mit bis zu 85 % der Gesamtkosten.

Träger der Öffentlichen Büchereien sind in der Regel die Städte und Gemeinden, die sogenannte Standbüchereien unterhalten

Die Standbüchereien sind dabei immer auch ein Angebote der Zentralstädte für das Umland. Ergänzt wird dieses Angebot der Standbüchereien durch die Fahrbüchereien und die Mobile Schülerbücherei, die zur Herstellung von Chancengleichheit für die Versorgung der kleinen Gemeinden unerlässlich sind. Besonders enge Zusammenarbeit gibt es mit Schulen und Kindergärten, z.B. mit Klassenführungen, Bücherkisten und Veranstaltungen

Mit Ausstellungen, Autorenlesungen, Vorlesestunden und anderen Veranstaltungen tragen die Büchereien zum kulturellen Leben ihrer Städte und Gemeinden bei.

Jede Bücherei sammelt und vermittelt auch Informationen aus und über die Region und arbeitet mit vielen örtlichen Institutionen zusammen, wie den Schulen, der VHS, der Gleichstellungsstelle, Jugendzentren, kulturellen Vereinen. 

In vielen Städten gibt es Fördervereine, die ihre Bücherei materiell und finanziell unterstützen.

Träger der 14 Fahrbüchereien in den Schleswig-Holsteinischen Kreisen und der Stadt Flensburg ist der Büchereiverein Schleswig-Holstein.

Die Träger der Standbüchereien, in der Regel Städte und größere Gemeinden, unterhalten neben ihrer eigenen Bücherei eine gemeinsame Dienstleistungszentrale, die Büchereizentrale Schleswig-Holstein, deren Rechtsträger der Büchereiverein Schleswig-Holstein ist.

Das Büchereisystem in Schleswig-Holstein ist über Jahrzehnte hinweg (seit 1920) aufgebaut und entwickelt worden und hat mittlerweile einen Grad der Flächendeckung, Integration, Kooperation und Rationalisierung erreicht, der bundesweit als vorbildlich angesehen wird. Rund 15 Millionen Medienentleihungen pro Jahr beweisen die hohe Effektivität des Systems.

Dänische Büchereien

Im Bibliotheksbereich bestehen erheblich Unterschiede zwischen dem Gebiet nördlich bzw. südlich der Grenze. In Dänemark sind öffentliche Bibliotheken gesetzlich vorgeschrieben, während es in Deutschland kein Bibliotheksgesetz gibt, und Bibliotheken deshalb ein „Kann-Angebot“ sind, das nicht in allen Gemeinden zu finden ist. 
 
Dänische Bibliotheken werden in Übereinstimmung mit dem Gesetz über die Tätigkeit von Bibliotheken betrieben, das für Volksbibliotheken und für Fachbibliotheken / wissenschaftliche Bibliotheken gilt. Der Betrieb von Volksbibliotheken ist eine kommunale Verpflichtung. Auf diese Weise steht ein steuerfinanziertes Angebot allen Bürgern zur Verfügung. Die Benutzung der Bibliotheken ist kostenlos, es besteht die frei Wahl der Ausleihe (man bestimmt selbst, welche Bibliothek man benutzen möchte), und es ist ebenfalls gratis, Materialien von anderen Bibliotheken – sowohl Volksbibliotheken, wie auch wissenschaftlichen Bibliotheken – zur Ausleihe zu bestellen.

Zweck der Volksbibliotheken ist es ”Aufklärung, Ausbildung und kulturelle Aktivitäten“ zu fördern, indem man Bücher, Zeitschriften, Hörbücher und andere geeignete Materialien, wie Musik oder elektronische Informationsmöglichkeiten zur Verfügung zu stellen, einschließlich Internet-Zugang und Multimedien. Die gesetzlichen Bestimmungen enthalten keine Minimalanforderungen, und das Serviceniveau ist unterschiedlich, aber auch im Bibliotheksbereich ist Dänemark recht homogen. 
Neben den kommunalen Mitteln für die Volksbibliotheken gibt der Staat Zuschüsse an eine Reihe von Zentralbibliotheken, die gegenüber den normalen Volksbibliotheken bestimmte, weitergehende Verpflichtungen haben. Der Staat hat auch Mittel für Entwicklungsprojekte bereitgestellt. Ganz allgemein arbeitet Biblioteksstyrelsen (oberste nationale Bibliotheksbehörde) intensiv an Strategien, und fördert die Zusammenarbeit zwischen den Bibliotheken und gemeinsame Lösungen – auch gerne auf nationaler Ebene. 
Die dänischen Bibliotheken durchlaufen z. Zt. eine Entwicklung von traditionellen, physischen Materialsammlungen hin zu hybriden Bibliotheken, in denen digitale Angebote eine wesentliche Rolle spielen. Als wichtigstes Ergebnis sei hier der nationale, gemeinsame Katalog angeführt, der via Internet freien Zugang zur elektronischen Suche und Bestellung bietet – in eine Bibliothek nach eigener Wahl,- sowie eine Reihe von anderen ”Netzbibliotheken".

Volksbibliotheken in Sønderjylland 
Seit der dänischen Kommunalreform am 1. Januar 2007 gibt es vier kommunale Bibliotheken ins Sønderjylland - Haderslev, Sønderborg, Tønder und Aabenraa (mit dem Namen „Aabenraa Bibliotekerne“) - die insgesamt über ca. 20 Ausleihstellen verfügen. In der Region Süddänemark nehmen die Zentralbibliotheken in Esbjerg und Vejle besondere Aufgaben als ”Überbau” für die hiesigen Bibliotheken wahr.
Gemessen an den Ausgaben pro Einwohner haben die vier Volksbibliotheken in Sønderjylland, die im Rahmen der Kommunalreform durch Fusion aus den früheren 21 selbstständigen kommunalen Bibliotheken entstanden sind, im Vergleich zum Landesdurchschnitt nur eine geringe Priorität. Die Büchereien in Aabenraa und Sønderborg haben relativ gute ökonomische Bedingungen, während Haderslev und Tønder nur geringere Mitteln zur Verfügung stehen. Dies hat Einfluss auf den angebotenen Service, und es besteht ein deutlicher Zusammenhang zwischen den bewilligten Mitteln und der Bibliotheksnutzung, sowie zwischen Bibliotheksnutzung und dem Bildungsgrad der Bevölkerung.

Früher bedienten Büchereibusse Nordborg und Tønder/Skærbæk, diese wurden aber jetzt eingestellt. Alle vier Bibliotheken bieten eine Hörzeitung für Blinde und Sehbehinderte an. Sønderborg und Aabenraa haben vor mehreren Jahren eine Diebstahlsicherung der Materialien eingeführt, sowie Selbstbedienung mit Hilfe von Ausleih- und Abgabeautomaten. Zu diesem Zweck haben die Bibliotheken in Haderslev seit 2007 ein modernes System mit RFID-Chips angewendet.

Det Sønderjydske Landsbibliotek in Aabenraa nimmt an Biblioteksvagten (Auskunftsdienst der Bibliotheken), der Kinderbibliothek im Internet DotBot und Bibliotekernes Netguide (Internetverzeichnis der Bibliotheken) teil.

Die Büchereizentrale und Landeszentralbibliothek südlich der Grenze

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist als Dienstleistungszentrale Teil des Büchereisystems Schleswig-Holstein. Sie wird seit 1995 vom Büchereiverein Schleswig-Holstein getragen und ist eine zentrale Dienstleistungseinrichtung für die Öffentlichen Bibliotheken des Landes.

Sie bietet

• Lektoratsdienste: Marktsichtung, Zusammenstellung regelmäßig erscheinender Empfehlungslisten, Sacherschließung, Bestandsaufbauhilfen, inhaltliche Bearbeitung des Schlagwortregisters und von Auswahlverzeichnissen, Annotierung von Medien, Pflege der Systematik in Kooperation

• Datendienste

• Medienbeschaffung und -ausstattung, büchereitechnische Dienstleistungen

• Beratung, Betreuung, Projekte im  Bereich EDV und Internet

• Beratung, Betreuung, Projekte im  Bereich Öffentlichkeitsarbeit und regionale Veranstaltungen

• Beratung, Betreuung, Projekte zum Bau und zur Einrichtung von öffentlichen Bibliotheken

• Verwaltung und Organisation von 13 Fahrbüchereien und 35 Standbüchereien mit zentraler Haushaltsführung und -überwachung

• Verwaltung und Organisation der mobilen Schülerbücherei zur Bereitstellung von Schülerbüchereien in kleinen Schulen, Schulbibliotheksstelle zur Belieferung von Schulen mit themenbezogenen Medienboxen, Unterstützung der Kooperation von Schulen und Büchereien,

• Führung eines Zentralkataloges zum Nachweis der Bestände aller Büchereien des Systems als Grundlage für den regionalen Leihverkehr

• Landeszentralbibliothek: Leitstelle für den regionalen und überregionalen Leihverkehr des Büchereisystems und Informationsbibliothek. Betreuung von 35000 Bänden der historischen Bibliothek des „Alten Gymnasiums“ im Auftrag des Landes

Darüber hinaus ist sie die Geschäftsstelle des Büchereivereins und nimmt für die Büchereien des Landes die Funktion einer staatlichen Büchereistelle wahr. Dazu gehört, dass sie für rund 140 kommunale Büchereien hinsichtlich der formalen und sachlichen Erschließung von Medien und des Einsatzes der Elektronischen Datenverarbeitung normierend wirkt, wodurch erhebliche Synergie- und Rationalisierungseffekte erzielt werden.

Die Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist an zwei Standorten, in Flensburg und Rendsburg, angesiedelt und beschäftigt rund 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als Vorgängerein der Büchereizentrale kann die 1921 gegründete "Zentrale für Nordmarkbüchereien" gelten. Die damalige Zentrale in Flensburg war eine Einrichtung des "Wohlfahrts- und Schulvereins" (später: Deutscher Grenzverein).
Ebenfalls Anfang der 20er Jahre wurde in Kiel eine "Staatlichen Beratungsstelle" gegründet, die nebenamtlich durch den Direktor der Stadtbücherei Kiel geleitet wurde.

Teil der Büchereizentrale Schleswig-Holstein ist die Landeszentralbibliothek, die in  Flensburg beheimatet ist. Die Landeszentralbibliothek wurde 1973 als Leitstelle für den Leihverkehr zwischen 150 Büchereien Schleswig-Holsteins gegründet und versorgt ihre Kunden aus dem eigenen Ergänzungsbestand und durch Fernleihen. Zur Ergänzungsfunktion gehört in erster Linie die Versorgung mit spezieller Literatur und die Bearbeitung thematischer Anfragen.
Dazu besitzt die Bibliothek einen spezialisierten Bestand von etwa 105.000 Medieneinheiten zu allen Fächern mit einem Schwerpunkt zur Landeskunde und über 15.000 Zeitschriftenbänden sowie Sondersammlungen von

Bilderbuchkinos 
fremdsprachiger Literatur 
Literaturkassetten 
Literatur-CDs 
Videos 
DVDs
Im Lesesaal stehen dem Leser über 5.000 Nachschlagewerke, öffentliche Internet-Arbeitsplätze und CD-Rom-Datenbanken zur Verfügung. Außerdem betreut die LZB einen historischen Altbestand der Region Flensburg von ca. 35.000 Bänden.

Zentralbücherei nördlich der Grenze

Mit der Revision des Bibliothekengesetzes im Jahre 2000 erreichte das dänische Bibliothekswesen eine neue Ära, die ”erweiterte Bibliothek” war nun eine Tatsache. Der Begriff der „erweiterten Bibliothek“ beinhaltet, dass die Bibliotheken auch den Zugang zu Musik, Internet, Materialien in elektronischer Form neben gedruckten Materialien gewähren sollen. Damit erhielten die Bibliotheken die Möglichkeit, mit der medientechnologischen Entwicklung Schritt zu halten, durch die mehr und mehr Information im Internet oder anderen elektronischen Medien bereit gestellt wird.

Die erweiterten Möglichkeiten führten allerdings auch zu einem erhöhten Druck auf die Ressourcen der Bibliotheken und erforderten eine strukturelle Anpassung. Auch deshalb musste die Struktur des Bibliothekswesens geändert werden.

Zentralbibliotheken
Traditionell gehörte es zu den Aufgaben der Zentralbibliotheken, die Materialbestände der lokalen Bibliotheken zu ergänzen. Darüber hinaus boten die Zentralbibliotheken technologische Unterstützung und Beratung an. Die technologische Entwicklung und eine gesteigerte Professionalisierung auch der kleinsten Bibliotheken haben allerdings zur Notwendigkeit einer Revision und Umstrukturierung der Zentralbibliotheken geführt.

Durch die Digitalisierung der Bibliotheksbestände ist es nun möglich, im Internet über die Webseite www.bibliotek.dk im Gesamtbestand der dänischen Volksbüchereien zu suchen und Materialien zur Ausleihe zu bestellen. Dies bedeutet, dass die Zentralbibliotheken nun spezialisiertere Aufgaben im Rahmen des gesamten Bibliothekswesens wahrnehmen.

Die vorhanden 16 Zentralbibliotheken wurden in zwei Kategorien aufgeteilt, nämlich 10 Zentralbibliotheken mit einem ”breiten Überbau” und 6 mit ”ausgewählten Gebieten”.

Die Beratungsfunktion der Zentralbibliotheken wurde ebenfalls Änderungen unterworfen; sie agieren jetzt in höherem Maße als Foren für Ideen- und Erfahrungsaustausch für die fachliche Entwicklung der Bibliotheken und deren Angebote.

Die Bibliothek in Aabenraa, früher Det Sønderjyske Landsbibliotek Aabenraa, hat den Status als Zentralbibliothek mit zwei besonderen Verantwortungsbereichen. Zum einen ist sie verantwortlich für den Erwerb von Hörbüchern für die dänischen Bibliotheken. Der erhöhte Ankauf und die Vermarktung von Hörbüchern hat zur Einrichtung einer Pendlerbibliothek geführt, durch die Pendler auf die Möglichkeiten zum Hören von Büchern während der täglichen Fahrt zwischen Heim und Arbeitsplatz hingewiesen wurden.

Bedingt durch die letzten Änderungen in der Struktur der Volksbibliotheken wird die Bibliothek von Vejle, die den Status einer Zentralbibliothek mit breitem Überbau hat, auch als Zentralbibliothek für Sønderjylland funktionieren.

Der Büchereiverein Schleswig-Holstein

Im Landesteil Schleswig entwickelte sich im Rahmen der kulturellen Grenzlandarbeit, die durch das Deutsche Reich nicht unwesentlich unterstützt wurde, eines der fortschrittlichsten öffentlichen Büchereisysteme. Schon im Laufe der 20er Jahre gelang es, die Büchereien durch dreiseitige Verträge zwischen Gemeinde oder Stadt, Landkreis und der Büchereizentrale des Deutschen Grenzvereins in ihrer Existenz abzusichern.
Diese Struktur wurde nach dem Zweiten Weltkrieg auch auf den Landesteil Holstein übertragen: 1946 wurde der "Verein Büchereiwesen in Holstein" gegründet, der mit Städten, Gemeinden und Kreisen Vertragsbeziehungen zur Unterhaltung öffentlicher Büchereien aufnahm.
Bis 1995 existierten die beiden Vereine nebeneinander und erfüllten jeweils für ihren Bereich die ihnen vom Land Schleswig-Holstein gestellte Aufgabe der Büchereiförderung, wobei seit 1970 die Kooperation zwischen den beiden Landesteilen stetig verstärkt wurde. Am 28.03.1995 kam es schließlich zur Gründung des Büchereivereins Schleswig-Holstein und im Nachgang dazu zur Errichtung der Büchereizentrale Schleswig-Holstein, deren Zuständigkeitsgebiet das ganze Bundesland mit Ausnahme der kreisfreien Stadt Lübeck umfasst.

Die beiden Vorgängervereine haben seit 1946 bzw. seit 1920 das Büchereiwesen in Schleswig-Holstein aufgebaut und kontinuierlich weiter entwickelt. Heute weist das Büchereiwesen eine Flächendeckung und Intensität der Zusammenarbeit auf, die für ganz Deutschland vorbildlich ist. 

Aus historischen Gründen verwaltet der Büchereiverein noch über 30 Standbüchereien im Landesteil Schleswig, die vor 1995 vom Deutschen Grenzverein getragen wurden. Darüber hinaus ist er Träger von 13 Fahrbüchereien.
Der Büchereiverein hat rund 140 Mitglieder. Mitglieder des Vereins sind die Kreise, Städte, Gemeinden, der Deutsche Grenzverein und andere Einrichtungen, die eine Öffentliche Standbücherei unterhalten oder dauerhaft finanziell fördern. Darüber hinaus sind fördernde Mitglieder möglich.

Der Verein ist Träger der Büchereizentrale Schleswig-Holstein.   Aufgabe des Büchereivereins gemäß seiner Satzung ist es, das öffentliche Büchereiwesen in Schleswig-Holstein zu fördern und zu entwickeln mit dem Ziel einer flächendeckenden Versorgung der Bevölkerung in allen Teilen des Landes. 
Grundlage seiner Arbeit sind privatrechtliche, mit den Kommunen abgeschlossene Verträge. Sie bilden die Basis für die finanzielle Ausstattung und Weiterentwicklung von Stand- und Fahrbüchereien sowie die Zusammenarbeit im Büchereisystem Schleswig-Holstein.  Die Förderung erfolgt auf der Grundlage landesweit geltender, auf Leistungszahlen basierter Förderkriterien.
Der Büchereiverein verfolgt folgende mittel- und langfristige Ziele:

Professionalisierung von nebenamtlich geleiteten Bibliotheken; 
Kooperation und Vernetzung mit Bibliotheken kreisfreier Städte 
Ausbau des bestehenden Fahrbüchereinetzes
Intensivierung der Kooperation zwischen Schulen und Bibliotheken, Aufbau von Dienstleistungen für Schulen
Erprobung von Regionalmodellen zur gerechteren Finanzierung von Büchereien und zur Optimierung der Aufgabenverteilung zwischen den einzelnen Büchereien.

Dänischer Bibliothekenverband

Bei Danmarks Biblioteksforening/ Dänischer Bibliothekenverband handelt es sich um eine Interessenorganisation von Bibliotheken und anderen Kultur- und Bildungseinrichtungen. Mitglieder sind in erster Line die kommunalen Volksbibliotheken, aber auch andere öffentliche und private Büchereien und Einzelpersonen gehören zu den Mitgliedern. Durch Kooperation und Erfahrungsaustausch arbeitet der Verband für die Erneuerung und Entwicklung in den Bereichen Informationsvermittlung, Wissen und Erlebnisse.

Leitung und Organisation
Die tägliche Arbeit in Danmarks Biblioteksforening wird von einem Sekretariat in Kopenhagen aus geleistet. 
Der geschäftsführende Ausschuss ist für die Haushaltslegung und den Geschäftsplan zuständig, für die Vorbereitung der Delegiertenversammlung und die Umsetzung der dort getroffenen Entscheidungen.

Die Delegiertenversammlung legt die übergeordneten Rahmenbedingungen für die Aktivitäten des Verbandes fest, beschließt den Haushalt, die Jahresabschlussrechnung, den Aktivitätsplan und legt die Höhe der Mitgliedsbeiträge fest. Die Delegiertenversammlung wird von den Mitgliedern zweier unterschiedlicher Wählergruppen bestimmt: Wählergruppe A umfasst die Kommunalpolitiker der betreffenden kommunalen Ausschüsse; Wählergruppe B umfasst die persönlichen Mitglieder, institutionellen Mitglieder und Nutzer der Volksbibliotheken.

Der Verband ist in fünf regionale Verbände unterteilt, Sønderjylland gehört zu DB Syd, dem Bibliotheks- und Kulturverband in der Region Süddänemark. Die regionalen Verbände agieren selbstständig, und bilden eine regionales Netzwerk für bibliotheks- und kulturpolitische Fragen; außerdem arrangieren sie Konferenzen, Kurse und Studienfahrten für die Mitglieder.

Dänische Zentralbibliothek in Südschleswig

Die Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig ist das dänische Bibliothekswesen in Südschleswig.

Mission
Die Dansk Centralbibliotek for Sydslesvig hat zum Ziel,

  • Bibliothekenservice zum Wohle der dänischen Minderheit in Südschleswig unter größtmöglicher Berücksichtigung der dänischen Gesetzgebung für Bibliotheken zu gewährleisten
  • die dänische und nordische Sprache und Kultur zu vermitteln
  • Kenntnisse über südschleswigsche Besonderheiten zu fördern

Struktur der Bibliothek
Die Hauptbibliothek (Bibliothek Flensburg) befindet sich in der Norderstr. 59 in Flensburg.
Zwei kleinere Filialen bilden die Bibliothek Schleswig, Lollfuß 69, und die Bibliothek Husum, Neustadt 81. Darüber hinaus gibt es zwei „Gemeinschaftsbibliotheken": eine an der Bredsted danske skole und eine an der Jes-Kruse-Skole in Eckernførde.
Die Bibliothek hat zwei Bücherbusse, die von der Grenze im Norden und bis zur Eider im Süden durch ganz Südschleswig fahren – auch in die äußersten Ecken. Die Bücherbusse besuchen über 20 Schulen und etwa gleich viele Kindergärten, 4 Freizeitheime, 7 Schulhorte und mehr als 1100 registrierte private Nutzer, deren Nutzerausweise oft eine ganze Familie repräsentieren.

Die Bibliothek dient für den Dansk Skoleforening for Sydslesvig e.V. als Ergänzung mit Hinblick auf Freizeitlektüre.

Die schleswigsche Sammlung
Die Bibliothek hat eine große und einzigartige Sammlung, die ihren Ausgangspunkt im Gebiet Sønderjylland und Schleswig hat. Sie wird die „Den slesvigske Samling" genannt. Die Sammlung beinhaltet z.Zt. mehr als 56.000 Werke in Form von Büchern, Filmen, Musik, Broschüren u.a..

Lokale Forschung
Zum Dansk Centralbibliotek for Sydslevig e.V. gehört eine selbständige Forschungsabteilung mit eigenem Budget und eigener Leitung: dem Aufsichtsrat.

Ausleihe und Aktivitäten
In 2010 konnte die Bibliothek insgesamt 586.610 Ausleihen verzeichnen, inklusive der Privatausleihen der Schulbibliotheken. Die Flensburger Bibliothek hatte 109.863 Besucher.

Vornehmlich im Zeitraum 1. September bis 30. April finden wöchentliche Veranstaltungen statt. Die Veranstaltungen reichen von Vorträgen über Filme, Puppentheater, Hobbyaktivitäten, Buch- und Musikcafés, Lernen, Lesekreise bis hin zu Literaturfestivals.

Die Bibliothek nimmt darüber hinaus an den Jahrestreffen der dänischen Minderheit teil, sowie an der „Sommerhøjskole" (einer Art Heimvolkshochschule in den Sommermonaten), dem „Nordisk Litteraturfestival" und diversen Aktivitäten der Mehrheitsbevölkerung, an denen die Minderheit als Einheit teilnimmt.

Der Leseeifer in Südschleswig ist groß. Es gibt über 25 Lesekreise in Südschleswig.

Kurze Geschichte
Das dänische Bibliothekswesen hat ihren Ursprung in einer privaten Buchsammlung in Flensburg aus dem Jahre 1891. Nach der Grenzziehung im Jahre 1920 begründete die Minderheit ihre Bibliothek in dem historischen Gebäude „Flensborghus" in der Norderstr. 76. Das Platzangebot wurde jedoch schnell zu klein und 1959 zog die Bibliothek zu ihrer heutigen Adresse in die Norderstr. 59. Die Schleswiger Bibliothek kam 1925 hinzu und nach dem Zweiten Weltkrieg die Bibliothek in Husum.

Büchereien der deutschen Minderheit

Die im ”Verband deutscher Büchereien Nordschleswig” zusammengeschlossenen Büchereien der deutschen Minderheit umfassen 23 Bibliotheken in Nordschleswig. Die Zentralbücherei befindet sich in Aabenraa, vier Filialen gibt es in Haderslev, Sønderborg, Tønder und Tinglev. Die Zentralbücherei versorgt darüber hinaus fünfzehn Schulbüchereien und zwei Bücherbusse mit Literatur und anderen Materialien.

Nach 1920 etablierte die deutsche Minderheit ihr eigenes Bibliothekswesen, das 1945 71 Bibliotheken umfasste. Nach den gerichtlichen Auseinandersetzungen nach dem zweiten Weltkrieg etablierte die Minderheit 1949 ihr Bibliothekswesen erneut, und 1967 wurde die neue Zentralbücherei in Aabenraa errichtet.

Neben ihrer Funktion als Zentrum des Bibliothekssystems ins die Zentralbücherei auch Servicezentrum für alle Organisationen der deutschen Minderheit in Landesteil. Die Bibliotheken sind entsprechend dem dänischen Büchereigesetz auch Einrichtungen, die kulturelle Vermittlung in Form von Autorenabenden, Konzerten, Ausstellungen usw. betreiben.

Die Büchereifilialen haben an vier Tagen in der Woche geöffnet, aber Angehörige der Minderheit, die mehr als 5 km von den festen Ausleihorten entfernt wohnen, können auch durch die Bücherbusse besucht werden. Der Bestand an Büchern, CDs, DVDs usw. der Bibliotheken der Minderheit umfasst etwa 230.000 Einheiten. Als eine Besonderheit gibt es auch eine Bilderbibliothek, eine sogenannte „Artothek“. Die Ausleihe auf Jahresbasis umfasst etwa 350.000 Einheiten. Über den Internetkatalog der Zentralbücherei kann man Medien suchen und bestellen.

Die Bibliothek der deutschen Minderheit arbeitet mit dänischen und deutschen Büchereien nördlich und südlich der Grenze zusammen. Darüber hinaus nimmt man an der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit der Bibliotheken in der Grenzregion in Rahmen des Dänisch-Deutschen Bibliotheksforums teil.

Wissenschaftliche Bibliotheken in Schleswig-Holstein

Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek
Die Schleswig-Holsteinische Landesbibliothek (gegr. 1895) ist eine landesgeschichtliche und landeskundliche Spezialbibliothek. Sie sammelt, bewahrt und erschließt die gedruckten und handschriftlichen Quellen der Geschichte und Kultur Schleswig-Holsteins sowie die einschlägige Literatur. Darüber hinaus verzeichnet sie alle Bücher, Zeitschriften, Zeitungen, Aufsätze und Karten, die Schleswig-Holstein betreffen, in der Schleswig-Holsteinischen Bibliographie. Die seit 1987 erfassten Titel stehen in einer Online-Datenbank zur Verfügung. Außerdem wird seit 1970 in der Landesbibliothek das Biographische Lexikon für Schleswig-Holstein und Lübeck erarbeitet.

Zum Bestand gehören etwa 250.000 Bände, 8.000 Karten und 32.000 Mikroformen. Alle Zeitungen des Landes werden archiviert, dazu alle Druckschriften, die seit 1964 durch das Pflichtexemplarrecht ins Haus kommen. Die Handschriftenabteilung ist durch 5.000 Einzelautographen und 215 Nachlässe das zentrale Literaturarchiv des Landes. Zugleich unterhält die Landesbibliothek die einzige musikhistorische Sammlung von Schleswig-Holstein mit etwa 25.000 Notendrucken und 3.000 Musikhandschriften von Komponisten.

Die Landesbibliothek ist eine allgemein zugängliche Ausleihbibliothek mit einem Lesesaal, der auch über einen Freihandbestand zur Landeskunde mit über 12.000 Bänden verfügt.

In der landesgeschichtlichen Sammlung sind als Bildquellen zur Landesgeschichte über 37.000 Gemälde, Graphiken und Fotos mit Porträts, Ortsansichten, Landschaften und Ereignisbildern nutzbar. Sie bilden zugleich die Grundlage für eigene und fremde Ausstellungsaktivitäten, daneben finden auch zahlreiche Konzerte und Vorträge statt.

Universitätsbibliothek Kiel
Die Universitätsbibliothek (gegr. 1665) mit der Zentralbibliothek und 50 Fachbibliotheken ist eine zentrale Einrichtung der Christian-Albrechts-Universität Kiel. Sie dient primär der Versorgung der Universitätsmitglieder mit Wissenschaftsliteratur, ihr Bestand steht aber auch allen anderen Bewohnerinnen und Bewohnern Schleswig-Holsteins zur Verfügung.

Die Bibliothek hat insgesamt über 4,5 Mio. Bände, mehr als die Hälfte davon befinden sich in den drei Abteilungen der Zentralbibliothek. Rund 8.500 Zeitschriften werden in gedruckter Form angeboten, außerdem besteht Zugang zu etwa 15.000 elektronischen Journalen.

Als wissenschaftliche Allgemeinbibliothek hält sie Literatur zu fast allen Fachgebieten, wenngleich auch mit besonderen Schwerpunkten. Aus der geschichtlichen Verbindung Schleswig-Holsteins mit Dänemark ist zu erklären, dass größere skandinavische Buchbestände vorhanden sind.

Deutsche Zentralbibliothek für Wirtschaftswissenschaften (ZBW) Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft
Die ZBW ist seit 2007 eine selbständige Stiftung öffentlichen Rechts. Sie ist die größte wirtschaftswissenschaftliche Spezialbibliothek weltweit mit Sitz in Kiel und einem weiteren Standort in Hamburg.

Die Bibliothek steht allen Interessierten offen und richtet ihre Dienstleistungen an beiden Standorten lokal, regional und überregional aus. Sammelgebiete sind die Wirtschaftswissenschaften, Betriebswirtschaftslehre und Literatur für die Wirtschaftspraxis.

Veröffentlichungen internationaler Organisationen bilden einen Schwerpunkt (OECD, UN, WTO, Weltbank, IWF). Das Europäische Dokumentationszentrum stellt die Publikationen der EU zur Verfügung.

Die Zentralbibliothek hat einen Gesamtbestand von 4 Millionen Medieneinheiten und 24.500 abonnierten Zeitschriften, davon sind über 45% elektronisch verfügbar.

Weitere Wissenschaftliche Bibliotheken in Schleswig-Holstein

  • Zentrale Hochschulbibliothek Flensburg, zuständig für die Fachhochschule Flensburg und die Universität Flensburg
  • Bibliothek der Fachhochschule Westküste in Heide
  • Bibliothek der Fachhochschule Kiel
  • Bibliothek der Muthesius Kunsthochschule Kiel
  • Zentrale Hochschulbibliothek Lübeck, zuständig für die Fachhochschule Lübeck und die Universität zu Lübeck
  • Bibliothek der Musikhochschule Lübeck

Alle diese Bibliotheken sind für die Öffentlichkeit zugänglich. Deren Hauptaufgabe ist die Literaturversorgung der jeweiligen Hochschule, daher bestimmen die Studienangebote die Schwerpunkte der Literaturauswahl.

Die Universitätsbibliothek in Sønderborg

Syddansk Universitetsbibliotek (SDUB / Süddänische Universitätsbibliothek) ging 1999 im Zuge der Univer sitäts fusion aus den Forschungsbibliotheken hervor, die zu den vier Ausbildungs einrichtungen Odense Universitet, Handelshøjskole Syd, Inge niørhøjskole Syd und Sydjysk Universitetscenter (Universität Odense, Handels hochschule Süd, Ingenieurhochschule Süd, Universitätszentrum Südjütland) gehörten. Leiter der SDUB ist Ober bib­liothekarin Aase Lindahl. Eine der vier Campusbiblio the ken von SDUB liegt Søn derborg.

Die vier Bibliotheken haben einen unterschiedlichen Hintergrund, und u.a. mit unterschiedlichen Registrierungs- und Aufstellungssystemen gearbeitet. Im gewissen Umfang haben die Campusbibliotheken den Aufbau der Sammlungen gemäß den historisch bedingten Richtlinien fortgeführt. Daher bestehen weiter hin einige geografische Unterschiede bei der Art des Aufbaus und der Zugäng lichkeit der Sammlungen.

Syddansk Universitätsbibliothek stellt eine Reihe von Büchern, Zeitschriften, Zeitungen, Karten, Noten, Mikrofilmen sowie zahlreiche elektronische Ressour cen zur Verfügung. Die Bibliothek verfügt über insgesamt etwa 1,2 Millionen Bände, abonniert 7.000 gedruckte Zeitschriften und ermöglicht den Zugriff auf etwa 8.000 elektronische Zeitschriften und zahlreiche elektronischen Daten bänke. In der Hauptsache deckt die Sammlung die Fächer ab, in denen an Syd dansk Universitet gelehrt und geforscht wird, aber im Prinzip sind alle Fächer in der Bibliothek vertreten.

Der Buch- und Zeitschriftenbestand ist im Bibliothekskatalog ODIN ver­zeich net. Ein Teil der älteren Werke und Sondersammlungen ist dort noch nicht registriert, sondern muss über Karteikarten oder gedruckte Verzeichnisse er schlossen werden. Zu den elektronischen Ressourcen, die bereit gestellt wer den, zählen in erster Linie die Datenbänke, elektronische Zeitschriften und netz basierten Fachbibliotheken, die auf der Homepage genannte werden.

Die Campusbibliothek in Sønderborg entstand im Zusammenhang mit der Ingeniørhøjskole Syd und deckt in erster Linie die Fachbereiche, die in Syd­dansk Universitet in Sønderborg vertreten sind. Dabei handelt es sich um Wirtschaftswissenschaften, Technik, Allgemeine Linguistik, Wirtschaftssprache und Gesellschaftswissenschaften. Die Bibliothek verfügt über 50.000 Bände, abonniert 700 gedruckte Zeitschriften und stellt darüber hinaus den Zugang zu 7000 elektronischen Zeitschriften und zahlreichen Datenbänken zur Verfügung.

Die Bibliothek in Sønderborg ist der Öffentlichkeit zugänglich, alle können die Einrichtungen der Bücherei benutzen. Einige Bände können jedoch lediglich in Lesesaal eingesehen werden. Eine Besonderheit ist die kurzfristige Nacht- oder Wochenendausleihe. Etwa die Hälfte des Bestandes der Bibliothek ist in offenen Regalen zugänglich. Hier kann man selbst in den Sammlungen suchen und die gewünschten Bände mitnehmen. Die andere Hälfte der Be stände wird in Maga zinen verwahrt und kann zur Ausleihe oder zur Nutzung im Lesesaal über den Bibliothekskatalog ODIN bestellt werden. Materialien aus der Zeit vor 1800, seltene oder empfindlichere Teile der Sammlungen können al ler dings nur im Lesesaal eingesehen werden.

Auch ein großer Teil der Zeitschriften ist in offenen Regalen zugänglich. Sie sind alphabetischer geordnet, und der Großteil kann ganz normal ausgeliehen werden. Bücher und Zeitschriften aus den Magazinen können über Odin bestellt werden. 

SDUB hat außerdem eine Vereinbarung mit der Zentralen Hochschulbibliothek Flensburg über die Bedienung der Studenten der Universität Flensburg, die Materialien über Zentrale Hochschulbibliothek ausleihen bzw. zurückgeben können.

Deutsch-Dänisches Bibliotheksforum

Das deutsch-dänische Bibliotheksforum der Region SønderjyllandSchleswig steht für die Zusammenarbeit deutscher und dänischer Bibliotheken in der Region Sønderjylland-Schleswig. Die Mitglieder sind Vorsitzende und Angestellte der Bibliotheken, die eine grenzüberschreitende Zusammenarbeit der Bibliotheken schaffen wollen. Die bereits existierende Zusammenarbeit der Bibliotheken nördlich und südlich der Grenze wurde 2009 durch die Zusammenarbeit mit dem Regionskontor der Region Sønderjylland-Schleswig, durch die Gründung einer Arbeitsgruppe, weiter intensiviert. Das Regionskontor ist seit 2009 Sekretariat des Forums.

Die Bibliothek verwaltet diese Abteilung.

Ausleihe und Aktivitäten
In 2010 konnte die Bibliothek insgesamt 586.610 Ausleihen verzeichnen, inklusive der Privatausleihen der Schulbibliotheken. Die Flensburger Bibliothek hatte 109.863 Besucher.

Vornehmlich im Zeitraum 1. September bis 30. April finden wöchentliche Veranstaltungen statt. Die Veranstaltungen reichen von Vorträgen über Filme, Puppentheater, Hobbyaktivitäten, Buch- und Musikcafés, Lernen, Lesekreise bis hin zu Literaturfestivals.

Die Bibliothek nimmt darüber hinaus an den Jahrestreffen der dänischen Minderheit teil, sowie an der „Sommerhøjskole" (einer Art Heimvolkshochschule in den Sommermonaten), dem „Nordisk Litteraturfestival" und diversen Aktivitäten der Mehrheitsbevölkerung, an denen die Minderheit als Einheit teilnimmt. 

Der Leseeifer in Südschleswig ist groß. Es gibt über 25 Lesekreise in Südschleswig.

Kurze Geschichte
Das dänische Bibliothekswesen hat ihren Ursprung in einer privaten Buchsammlung in Flensburg aus dem Jahre 1891. Nach der Grenzziehung im Jahre 1920 begründete die Minderheit ihre Bibliothek in dem historischen Gebäude „Flensborghus" in der Norderstr. 76. Das Platzangebot wurde jedoch schnell zu klein und 1959 zog die Bibliothek zu ihrer heutigen Adresse in die Norderstr. 59. Die Schleswiger Bibliothek kam 1925 hinzu und nach dem Zweiten Weltkrieg die Bibliothek in Husum.

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