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Bildende Künste

Galerien und Ausstellungen südlich der Grenze

Schleswig-Holstein hat eine große Tradition als Lebens- und Schaffensraum bedeutender Künstler – einigen sind Museen und Künstlerhäuser gewidmet. Im Landesteil Schleswig sind das vor allem Emil Nolde an seiner einstigen Lebensstätte in Seebüll/Neukirchen und Richard Haizmann in Niebüll. Viele regional bedeutende Künstler aus vergangenen Zeiten, aber auch Lebende werden an ihren Wirkungsstätten durch Atelier- und Werkstattgalerien (ein besonders gutes Beispiel dafür ist die Insel Sylt) oder durch Sonderausstellungen in den Museen gewürdigt.
 
Alle großen Museen des Landes haben bedeutende Kunstsammlungen – im Norden sind es der „Museumsberg Flensburg“ und das „Landesmuseum für Kunst und Kultur“ auf Schloss Gottorf (Schleswig). 

Der BBK – Bund Bildender Künstler - macht das ganze Jahr hindurch wechselnde Ausstellungen für seine Mitglieder. Außerdem präsentiert er jährlich seine große Landesschau an wechselnden Orten.  Die jurierte Auswahl findet seit gut 55 Jahren statt, alle fünf Jahre auf Schloss Gottorf in Schleswig. 

Viele Kunstwerke sind auch öffentlich zu sehen. In allen Städten und Gemeinden haben Skulpteure ihre Werke präsentieren dürfen, an öffentlichen Gebäuden ist immer auch „Kunst am Bau“ zu sehen. Und so manches öffentliche Gebäude und großflächige Wirtschaftsräume eignen sich mit ihren großen Wänden, weiten Fluren und raumgreifenden Empfangshallen hervorragend für Ausstellungen und für dauerhafte Platzierung von zeitgenössischer Kunst.

Galerien auf Sylt
Eine große Anzahl von Galerien bietet den Insulanern und vor allem den Zweit-Domizil-Syltern und den Feriengästen ein großes Spektrum an Kunst.  Viele Künstler hatten und haben sich auch zu Lebzeiten, wie Siegwart Sprotte, auf „der“ Insel ein zweites Zuhause und eine Galerie-Werkstatt geschaffen.


Galerien und Ausstellungen nördlich der Grenze

An vielen Orten in Sønderjylland gibt es kleine Galerien und Ausstellungen, die Kunst und Kunsthandwerk ausstellen und verkaufen. Es handelt sich dabei oft um lokale Hersteller und saisonabhängige Aktivitäten. Im Folgenden präsentieren wir eine Reihe von Galerien und Ausstellungen, die Kunst bzw. Kunsthandwerk von professionellen Künstlern ausstellen und verkaufen. Diese Ausstellungsräume bilden oft auch einen Rahmen um andere kulturelle Veranstaltungen.

BaneGården – Kunst & Kultur
BaneGården – Kunst & Kultur (BahnHof - Kunst & Kultur) ist eine private Ausstellung, die im alten Bahnhof von Aabenraa eingerichtet wurde. Seit 1993 werden hier wechselnde Ausstellungen und andere kulturelle Veranstaltungen geboten. Das Ausstellungsprogramm von BaneGården umfasst wiederkehrende Arrangements, wie z.B. „Den Åbne Udstilling“ (Die offenen Ausstellung) im Dezember oder die „Den Censurerede Udstilling“ (Ausstellung mit Vorauswahl) um Ostern.

Daneben werden stehen die Räume für Ausstellungen von Künstlern oder Künstlergruppen zur Verfügung, die die Ausstellungsräume von BaneGården anmieten. Der dem Ausstellungsgebäude verbundene Kunstverein BaneGården veranstaltet Konzerte, Vorträge und andere kulturelle Veranstaltungen.

Das Museum „Holmen“ in Løgumkloster
Das Museum "Holmen" ist eine selbständige Einrichtung, die 1965 auf Veranlassung des Refugiums Løgumkloster errichtet wurde. „Holmen“ ist ein sogenanntes „assoziiertes“ Museum. Das bedeutet, dass Holmen mit den übrigen Museen in Sønderjylland in Kontakt steht, jedoch nicht von den Rechten und Pflichten umfasst ist, die für die Arbeit der staatlich anerkannten Museen gelten. Das Museum Holmen liegt in einem westschleswigschen Hof aus dem Jahre 1792. Dort finden Kunstausstellungen und lokalhistorische Ausstellungen statt.

Galerie Rasmus in Tønder
Die Galerie Rasmus, die zu einer Kette privater Galerien gehört, verfügt seit dem Herbst 2006 über Räume in der Østergade in Tønder. Man veranstaltet wechselnde Einzelausstellungen, die typischerweise vierzehn Tage gezeigt werden. Es gibt festgelegte Öffnungszeiten, darüber hinaus sind aber Besuche nach Absprache möglich.

Die kleine Galerie in Haderslev
Die kleine Galerie, eine Galerie im Privatbesitz, bietet wechselnde Ausstellungen mit Grafik, Gemälden, Keramik und Skulpturen. Hier werden anerkannte dänische Künstler gezeigt, die Ausstellungen dauern typischerweise etwa einen Monat.


Künstlergruppen südlich der Grenze

Im Norden Deutschlands gibt es eine große Zahl freischaffender Künstler, die sich durchaus auch in regelmäßigen oder wechselnden Formationen zu gemeinsamen Projekten zusammenfinden.

Eine ganz besondere Künstlergruppe sind die „Norddeutschen Realisten“. 1989 haben sie sich erstmals um den bei Flensburg lebenden Künstler Nikolaus Störtenbecker und den Itzehoer Friedel Anderson zu einem Symposium zusammengefunden. Sie alle wollten sich der traditionellen „Plein Air“-Malerei widmen.

Immer wieder führt das gemeinsame Interesse diese Künstlergruppe in unterschiedlicher Zusammensetzung zu großen Themen zusammen. Sie haben ihre Staffeleien im Kreis Steinburg aufgebaut und in Schwansen, an der Kieler Förde und in den naturschönen Treene- und Alster-Landschaften und auf Helgoland gemalt. Zwischen den Docks im Hamburger Hafen, auf dem Hamburger Hauptbahnhof und im prachtvollen Blankenese fanden sie ihre Motive. Sie haben in Berlin im Bundesrat und im Schleswig-Holsteinischen Landtag für „Farbige Debatten“ gesorgt, ein Musikorchester bei den Proben und das Segelschulschiff Gorch Fock auf einer zweiwöchigen Seefahrt begleitet. Auch die Lufthansa-Werft und der Nord-Ostsee-Kanal-Geburtstag 2001 bot ihnen Anlass zu einem künstlerischen Treffen.

Wie die Maler des 19. Jahrhunderts suchen die „Norddeutschen Realisten“ den direkten Kontakt mit der Natur und mit dem öffentlichen Leben. Sie malen realistisch und scheuen keine Mühen, unterwegs und bei Wind und Wetter draußen zu sein. Das Licht, die Atmosphäre, die momentane Stimmung einer Situation – und ihrer selbst -  das machen diese modernen Impressionisten zum Thema.

Außer den Begründern Nikolaus Störtenbecker (Munkbrarup) und Friedel Anderson (Itzehoe) gehören zu der Künstlergruppe:  Michael Arp (Grödersby), Brigitta Borchert (Kiel-Molfsee), Tobias Duwe (Großensee/ St. Aulaire - Frankreich), Erhard Göttlicher (Uetersen), Frauke Gloyer (NIebüll), Christian Höpfner (Berlin), André Krigar (Berlin), Christoph Lempfuhl (Berlin), Silke Meyer (Hamburg), Lars Möller (Hamburg), Martin Nill (Hamburg), Ulf Petermann (Kiel), Silke Silkeborg (Hamburg), FrankSuplie (Berlin), Christoph Thiele (Kiel) und Till Warwas (Bremen). Als Gast war gelegentlich auch Jens Rusch (Brunsbüttel) dabei.

Die rund 20 „Norddeutschen Realisten“ sind längst die heute wohl bedeutendsten Protagonisten der Freiluftmalerei in Deutschland.


Künstlergruppen nördlich der Grenze

Grænselandsudstillingen ist ein Zusammenschluss ausübender Künstler. Die Mitglieder sind professionelle Künstler, die hier im Grenzland geboren wurden oder ihren festen Wohnsitz haben.

Der Zusammenschluss nahm seine Arbeit im Jahre 1970 auf. Auf eine Initiative von Harald W. Lauesen wurde eine wiederkehrende Ausstellung etabliert, auf der Künstler ausstellen, die im Grenzland geboren wurden oder hier ihren Wohnsitz hatten. Später wurde der Kreis auch auf deutsche Künstler erweitert.

Tragende Idee ist die Herstellung und Förderung des Kontaktes zwischen den freischaffenden Künstlern des Grenzlandes. Die jährliche Ausstellung zielt darauf ab, die Arbeit des Verbandes zu verdeutlichen und den Kontakt zwischen Künstlern und Publikum herzustellen.

Zu den ersten Mitgliedern gehörten Willi Birkner, Franziska Clausen, Johanne From Clausen, Viggo Kragh Hansen, Niels Prip Hansen, Ole Prip Hansen, Dyke Johansen, Harald W. Lauesen, Maria Lüders Hansen, Peter Nicolaisen, Gert Nielsen, Frederik Rohde, Dan Thuesen und Nikolaus Wehding. Später stießen weitere Mitglieder dazu.

Der Künstlerzusammenschluss Grænselandsudstillingen hat seit 1970 einmal jährlich die Arbeiten der Mitglieder in der Sønderjyllands-Halle in Aabenraa ausgestellt, darüber hinaus stellen auch eingeladene Künstler aus. Die Gastkünstler tragen zur Erneuerung und zum Ideenaustausch bei - Voraussetzungen für die weitere Ent¬wicklung. Oft schließen sich die Gäste später dem Mitgliedskreis an. Auf diese Art versucht man, dem Kreis Erneuerung zu bringen und neue Mitglieder zu verschaffen.

Grænselandsudstilling verfügt über keine programmatische Erklärung zugunsten bestimmter Kunstarten oder Stilrichtungen. Ganz im Gegenteil zeichnet eine Offenheit gegenüber dem Expressiven (H. W. Lauesen, J. Schrøder, Ole Prip Hansen, N. Wehding), Konkreten (Franziska Clausen und Aage Schmidt), Figurativen (Dan Thuesen, Maria Lüders Hansen und J. Carstensen), dem Poetisch-Erzählenden (Ole Bjørn Petersen und Bente Sonne) oder dem Surrealen (Niels Prip Hansen og H. W. Lauesen) die Ausstellungen aus. Die Ausstellung bietet auch fauvistische Malerei (Dyke Johanssen), explosive Energie (Jes Mogensen), polierte organische Formen (Hans Lembrecht Madsen) und empfindsame Brutalität (Jes Schrøder).

Grundsätzlich konzentriert sich der Zusammenschluss darauf, den Mitgliedern eine Gemeinschaft auf der Grundlage ihres Berufes als ausübende Künstler mit Relation zum Grenzland anzubieten.
 
Die Pläne von Grænselandsudstillingen, Künstler nördlich und südlich der Grenze anzusprechen, haben 1985 und 1988 zu zwei weiteren deutschen Mitgliedern geführt (Monika Poulsen und Wolfram Scheffel). 1997 kam Otto Beckmann dazu, im Jahr darauf Inka Sigel und Menno Fahl. 2003 wurde Nils Vollertsen Mitglied, 2004 Falko Behrendt. Dänische Künstler waren immer in der Mehrzahl.

Im Jahre 2007 hatten folgende Künstler sich Grænselandsudstillingen angeschlossen: Otto Beckmann, Falko Behrendt, Johannes Carstensen, Johanne From Clausen, Ken Denning, Menno Fahl, Alfred Friis, Maria Lüders Hansen, Ole Prip Hansen, Hans Lembrecht Madsen, Jes Mogensen, Ole Bjørn Petersen, Monika Poulsen, Aage Schmidt, Inka Sigel, Bente Sonne, Dan Thuesen, Nils Vollertsen und Rasmus Bjørn.

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