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Natur, Flora und Fauna

Einleitung

Die Naturlandschaft in der Region Sønderjylland-Schleswig basiert auf Landschaft und Klima, insbesondere auf der Beschaffenheit des Bodens. Die Feuchtigkeit des Bodens und der Inhalt an Nährstoffen sowie die menschliche Nutzung haben Einfluss auf das Pflanzenwachstum, das wiederum die Grundlage für das Leben von Tieren und Pflanzen schafft.

Die Lage der Region zwischen den Küsten der Nord- und der Ostsee – und das generell milde Klima – sind von entscheidender Bedeutung für Flora und Fauna. Die atlantische Klimazone mit viel Westwind, jährlichen Stürmen und Niederschlägen ist im europäischen Zusammenhang gesehen charakteristisch für das Vorkommen von Tier- und Pflanzenarten in einem. Deshalb haben die wärmeliebenden Arten ihr Ausbreitungsgebiet mehr im Osten, wo das Klima aufgrund wärmerer Sommer kontinentaler ist.

Das generell mildere Klima als Folge der globalen Erwärmung ist derzeit für die Ausbreitung von Tier- und Pflanzenarten von Bedeutung, und hat in Bevölkerung und Presse eine große Aufmerksamkeit erregt. Insbesondere kann man in der Gegend um die deutsch-dänische Grenzregion das Einwandern neuer Arten aus dem Süden beobachten.

So hat man in den letzten 10-20 Jahren die Einwanderung von Vogelarten wie Blaukehlchen, Löffler, Schwarzkopfmöwe, Schwarzkehlchen, Weidenmeise usw. feststellen können, bei der offensichtlich die Klimaänderung eine Rolle spielt. Entsprechend wurden neue Kleintierarten gefunden wie z. B. Wespenspinne und Große Königslibelle. Dies sind nur einige Beispiele. Das bedeutet, dass Schleswig-Holstein und seine Fortsetzung nach Norden, die jütische Halbinsel, einen Brückenkopf für die Einwanderung und Auswanderung von Tierarten zwischen Mittel- und Nordeuropa bilden.

Über klimatische Ursachen hinaus haben der verbesserte Schutz und die verbesserten Lebensbedingungen in den Lebensräumen Bedeutung für die Wanderung der Tiere über die deutsch-dänische Grenze hinweg. So breiten sich Otter und Rothirsch derzeit von Norden über die deutsch-dänische Grenze nach Süden hin aus, wohin gegen Arten wie der Seeadler, der Kranich und der Uhu sich von Süden nach Norden ausgebreitet haben. Außerdem erwartet man in naher Zukunft die Ausbreitung des Wildschweines von Schleswig-Holstein nach Dänemark.

Der Charakter der Flora – sowohl in kultivierten wie in nicht-kultivierten Landschaften – bildet das, was wir Habitate nennen, also Lebens- oder Wachstumsgebiete. Im Folgenden werden diese Habitate die Grundlage für die Beschreibung der Natur in der Region sein.

Für die Gebiete sowohl nördlich als auch südlich der Grenze gilt, dass es drei Hauptlandschaftstypen gibt, die durch Nord-Süd verlaufende Linien getrennt sind:

  • Das östliche Hügelland, das östlich der Eisrandlinie der letzten Eiszeit liegt mit Hügeln, Seen, Küsten und Inseln,
  • Die Geest, die das Land in der Mitte ist, bestehend aus flachen Heideflächen , Schmelzwassersanden und höheren Altmoränen, die Reste der vorletzten Eiszeit sind.
  • Im Westen die Marsch, die z. T. aus sehr tiefliegendem, vom Wattenmeer eingedeichten Land und zum Teil aus Inseln besteht.

Im Folgenden wird kurzgefasst über die verschiedenen Naturtypen und ihr Tier- und Pflanzenleben berichtet. Das Schwergewicht liegt dabei auf der Nennung der typischen und bzw. nur der besonderen Arten.


Das östliche Hügelland

Die Natur ist hier geprägt von der großen Üppigkeit, die der Erdboden aus Humus und Lehm ermöglicht. Fruchtbares Ackerland, wild wuchernde Wälder und vegetationsreiche Seen prägen die Landschaft.

Wälder
Natürlicherweise sind die Wälder des Hügellandes Laubwälder, aber in den meisten Wäldern gibt es größere oder kleinere Flächen mit gepflanzten Nadelbäumen, die eine schnellere Ernte ermöglichen. Der typische Waldtyp ist folgender: Die Rotbuche ist an den meisten Stellen die dominierende Baumart, aber auch Eiche, Esche, Ahorn, Erle und Birke kommen häufig vor. Weniger verbreitete Laubbaumarten sind u.a. die Linde und die Vogelkirsche. An Wasserläufen und in feuchten Niederungen wachsen außer der Erle oft noch verschiedene Weidenarten, von den die Lorbeer-Weide, die Grau-Weide und die Sal-Weide die häufigsten sind. Hinzu kommen verschiedene kleinere Bäume und Büsche wie Hasel, Wildapfel, Wilde Johannisbeere, Geißblatt, Eberesche, Feld-Ahorn u. a.

Unter den gepflanzten Nadelbäumen gehören Lärche, Rotfichte, Sitka-Fichte, Weißtanne und Douglasie zu den beliebtesten. Die Waldkiefer, die eine ursprüngliche Art der Region ist, findet man verbreiteter nur südlich der Grenze.

Der typische Moränenwaldboden ist üppig und geprägt von einer großen Anzahl Pflanzenarten, wobei als markant genannt werden können: Gelbe Anemone, Buschwindröschen, eine Reihe Orchideenarten, Gewöhnliche Schuppenwurz, Teufelskralle, Bingelkraut, Primeln u. a.

Das Tierleben ist geprägt von den gewöhnliche Arten wie Reh, Dammwild (kommt nur an einigen Stellen nördlich der Grenze vor), Fuchs, Dachs, Baummarder, Hase, Eichhörnchen sowie eine Reihe von Maus- und Fledermausarten. Die seltene Haselmaus kommt an einigen wenigen Stellen vor, wie z. B. in der Gegend von Gråsten. (Gravenstein)

Unter den Amphibien und Reptiliensind Waldeidechse, Blindschleiche, Erdkröte, Grasfrosch sowie der Teichmolch und der Kammolch besonders ausgebreitet. Weniger zahlreich sind Ringelnatter und Laubfrosch. Der seltene Bergmolch kommt nur an wenigen Stellen vor, z.B. in den Wäldern um Aabenraa (Apenrade) und an der nördlichen Seite der Flensburger Förde.

Die Vögel in den Laubwäldern sind die gewöhnlichen Kleinvögel, die in weiten Teilen Deutschlands und Dänemarks verbreitet sind. Unter den größten Arten können die folgenden genannt werden: Kolkrabe, Habicht, Mäusebussard, Schwarzspecht und Hohltaube. Dagegen kommen Raubvögel wie Seeadler, Rotmilan und Wespenbussard weitaus seltener vor. Unter den südlichen Arten, deren Nordgrenze in der Region liegt, können Pirol, Turteltaube, Weidenmeise und Blaukehlchen genannt werden.

Seen, Moore und Gewässer 
Die Seen und Moore des östlichen Hügellands sind reich an Nährstoffen mit einem üppigen Pflanzenwachstum. Beispiele hierfür sind die weitverbreiteten Röhrichte an den Seen. Die Vögel sind ganzjährig das sichtbarste Element. Große Mengen der Wasservögel, die im Norden überwintern, halten sich in den Wintern an den Seen auf, während die heimischen Brutvögel im Sommer das Bild prägen. Höckerschwan, Haubentaucher, Graugans, Stockente, Bläßhuhn und Kormoran sind die am meisten verbreiteten und typischen Arten. Der schöne Eisvogel ist ebenfalls typisch; es ist allerdings schwer, ihn bei seinem schnellen Flug übers Wasser zu entdecken. Bei Aufstauungen wie z.B. an alten Wassermühlen trifft man Gebirgsstelzen.

Die Ostküste 
Die Ostküste der Region ist bekannt für die vielen Tümmler, die man das ganze Jahr hindurch sieht, allerdings meistens im Sommer. Besonders gute Stellen für diese kleine Walart sind die Außenförde der Flensburger Förde und der Kleine Belt (Lille Bælt). Gelegentlich sind auch Finnwale in den Förden, die hier Hering fressen.

Das Vorkommen der Fische dicht an der Küste ist abhängig von der Wassertiefe: An einigen Stellen gibt flaches Wasser bis weit draußen, an anderen Stellen geht das tiefe Wasser ganz an den Strand heran. Unter den gewöhnlichen Küstenfischen, die von Anglern gefangen werden können, gibt es die folgenden: Meerforelle, Dorsch, Flunder, Kliesche, Hornhecht, Aal, Aalmutter u.a. Weiter draußen im Meer können Seelachs, Wittling, Hering und Scholle gefangen werden.

Das Vogelleben an der Küste ist reich und wir können hier nicht alle nennen. Silbermöwe, Sturmmöwe, Lachmöwe, Mantelmöwe, Höckerschwan, Eiderente, Kormoran und Mittelsäger lassen sich normaler Weise das ganze Jahr hindurch beobachten. Im Sommer u.a. ergänzt um Austernfischer und Küstenseeschwalbe, im Winter um Bläßhuhn, Schellente, Reiherente, Eisente u.a.


Das Mittelland (Die Geest)

Heide und Moore
Bis vor wenigen hundert Jahren war der größte Teil des Mittellandes (der Geest) geprägt von großen Moor- und Heideflächen, die lediglich durch üppigere Auentäler unterbrochen wurden. Allmählich wurden die Heide und Moore urbar gemacht bzw. trocken gelegt: für den Ackerbau (die Heiden) und u.a. für den Torfabbau (die Moore). Die magersten Heideflächen, insbesondere die mit Binnendünen, wurden mit Nadelwäldern bepflanzt. Heute gibt es nur noch äußerst wenige dieser einmal enorm großen Flächen. Im Hinblick darauf, einen verbesserten Naturzustand zu erreichen und um eine zu starke Verlandung zu verhindern, sind einige der Moore renaturiert worden; dies hat einen höheren Wasserstand zur Folge.

Deshalb werden die besonderen Tiere und Pflanzen auf den Heiden und in den Mooren heute als recht selten eingestuft. Erikaheiden kommen nur in kleinen Stücken vor und müssen regelmäßig gepflegt werden, damit sie nicht mit Bäumen und Büschen zuwachsen. Auf den Heiden gibt es Krähenbeere, Glocken-Heide, Preiselbeere und andere seltene Sandbodenarten. In den Moosen sind die charakteristischsten Arten u.a. Torfmoos, Wollgras und Moosbeere.

Birkhühner und Goldregenpfeifer, die in der großen Zeit der Heiden charakteristische Vögel waren, sind jetzt ausgestorben. Aber es gibt immer noch Arten wie Wiesenweihe, Bekassine, Großer Brachvogel, Krickente, Braunkehlchen und Schwarzkehlchen als einige der besonderen Arten im Mittelland. Im Winter werden u.a. Raubwürger und Kornweihe beobachtet. Der Kranich, der in den ersten Jahrzehneten des 19.Jahrhunderts ausgerottet wurde, ist in den vergangenen Jahren zurückgekehrt und vermehrt sich nun in einigen der alten Torfmoore des Mittellandes.

Zu den ”Kriechtieren” gehört die Kreuzotter, die nahezu ausschließlich in Mooren, Lichtungen im Nadelwald sowie auf dem mageren Boden der Heiden lebt.

Wiesengelände und Gewässer 
Die Gewässer des Mittellandes fließen alle zum Wattenmeer im Westen. Im Zusammenhang mit der Urbarmachung wurden nahezu alle Gewässer in mehr oder weniger großen Umfang reguliert. Sie wurden kanalisiert und vertieft, so dass man die Erde bis ganz an den Saum heran bewirtschaften konnte. Aufstauungen haben bewirkt, dass Wanderfische wie Aal, Lachs und Forelle die oberen Teile der Gewässer nicht erreichen können. Dadurch verloren die Gewässer ihre ursprünglichen Naturwerte für Fische, Vögel und Wasserpflanzen. In den vergangenen Jahren ist ein erneutes Interesse für die verlorenen Werte entstanden, und einige der Gewässer sind renaturiert worden mit natürlichen Schleifen, Steinen und Kies am Grund sowie einem natürlicheren Wasserstand und einer breiterer Vegetation. Somit sind Fische wie Forelle und Äsche und an einigen Stellen auch Lachs, wieder stärker ausgebreitet. Diese Renaturierungsprojekte haben auch das Ziel, die Verunreinigung der Gewässer durch Stickstoff und Phosphor zu reduzieren.

Ein ganz besonderer Fisch, den es auf der ganzen Welt nur in Gewässern im südlichen Dänemark gibt, ist ein Lachsfisch namens Nordseeschnäbel. Dieser Art kommt es nun zu Gute, dass die Sperren entfernt sind und es die flachen Überschwemmungsgebiete z.B. an den niederen Stellen der Wiedau gibt. Man hofft, dass diese Art jetzt besser gedeiht, und dass sie sich an mehreren Stellen verbreitet, so dass der Bestand dieses äußerst seltenen Fisches langfristig gesichert ist. Ein anderer sehr seltener Fisch in den westlichen Gewässern ist der Schlammpeitzger, den es an einigen Stellen in den kleineren Gräben und Kanälen gibt.

Etwas ganz Neues ist auch, dass der Otter in die renaturierten Gewässer zurückgekehrt ist. Er breitet sich weiter aus, es gibt ihn aber bislang nur in geringer Zahl in den nördlichen, d.h. in den dänischen Gewässern der Region. Es wird jedoch erwartet, dass er sich bald auch in den Gewässern südlich der Grenze einfindet.

Wälder und Plantagen
Die Wälder des Mittellandes lassen sich generell in zwei Haupttypen unterteilen:

Es gibt nur noch ganz wenige der alten Laubwälder an Altmoränen und anderen Hebungen im Terrain. Abgesehen von den eher mageren Erdböden ähneln diese Wälder den Wäldern des östlichen Hügellandes im Hinblick auf die Zusammensetzung der Baumarten, jedoch sind wenige dieser stärker nährstoffbedürfenden Arten wie z. B: Esche und Weißbuche vertreten. Im Waldboden finden wir auch Magerbodenarten wie z.B.: Schattenblume, Maiglöckchen und Siebenstern.

Der zweite Hauptwaldtyp sind die Nadelbaumplantagen, die es insbesondere auf sehr sandigen Flächen nördlich der Grenze gibt. Dies sind hauptsächlich Gebiete die zur Urbarmachung zu sandig waren. Die meisten wurden zwischen 1850 und 1920 gepflanzt und sind somit recht neue Wälder. Es handelt sich dabei um Nadelwälder mit extra eingeführten Baumarten wie Rot-Fichte, Tanne, Sitka-Fichte, Lärche u. a. In den letzten Jahren sind auch einige Laubbäume eingepflanzt worden (insbesondere Eiche und Buche), die teils ein gemischteres Waldbild ergebenund teils die Artenvielfalt an Tieren und Pflanzen verbessern.

Bei den Vögeln geht es um die verbreiteten Vögel, die es auch in den eher fetteren Laubwäldern des Ostlandes gibt. Es gibt jedoch Arten, wie Grünspecht und Schwarzspecht, die insbesondere in Wäldern auf mageren Böden vorkommen, genau wie die besonderen Nadelwaldarten wie Tannenmeiseund Haubenmeise sowie Fichtenkreuzschnabel. Der Uhu ist auch an einigen Stellen in Anbindung an die Wäldern der Geest anzutreffen.

Unter den Tieren sind insbesondere Rothirsche und Damhirschzu nennen, die insbesondere nördlich der Grenze in Verbindung zu den Wäldern der Geest stehen. Südlich der Grenze gibt es weniger Rothirsche. Beide Arten breiten sich jedoch weiter aus.


Marsch und Wattenmeer

Wenn wir über Naturattraktionen in der Region sprechen, sind die Marsch und das Wattenmeer zweifelsohne die Favoriten. Das Wattenmeer ist von großer internationaler Bedeutung, dies insbesondere als Rastplatz für die Zugvögel aus ganz Nordeuropa und Russland/Sibirien. Es stellt ebenfalls eine wichtige Kinderstubefür Fische aus der Nordsee dar. Sowohl der deutsche als auch der dänische Teil des Wattenmeeres sind zum Nationalpark ernannt worden.

Im Hinblick auf die Einteilung, eingedeichte Marsch, die Inseln und das eigentliche Wattenmeer, ist es wichtig zu verstehen, dass alle Landschaftselemente und die daran geknüpfte Flora und Fauna in ein ständiges dynamisches Zusammenspiel und ökologischen Zusammenhang einfließen, der von Wasserstandsverhältnissen, Salzhaltigkeit, Erdboden, Jahreszeiten, Futtermenge, Raubtieren etc. geprägt ist

Die eingedeichte Marsch
Die eingedeichte Marsch sind die Süßwassergebiete, die gegen Überschwemmungen durch die Nordsee geschützt sind mittels Deichsystemen, die im Laufe der Jahrhunderte erbaut worden sind. Man wollte einerseits neues Land für die Landwirtschaft gewinnen und andererseits das Land und die Bauten gegen Sturmfluten schützen. In der Tønder Marsch und in Nordfriesland werden die von Deichen umgebenen Landgebiete Köge genannt.

Die Marsch hinter den Deichen – im Koogland– ist natürlich von dem Süßwassermilieu geprägt, da die Schleusen an den Au- und Flussmündungen dafür sorgen das Salzwasser abzuwehren. Insbesondere sind die Vögel charakteristisch für die Naturwerte der Marsch und sie sind somit auch für die Touristen von großem Interesse. Unter den Brutvögeln auf den ergrünenden Feldern und Weiden, die von Wasser gefüllten Gräben durchzogen werden, können genannt werden Uferschnepfe, Kiebitz, Rotschenkel, Löffelente, Knäkente u. a. In Gebieten mit dichtem Röhricht, z. B. in Hochwasserreservoiren, gibt es u. a. Rohrweihe, Rohrdommel, Bartmeise und an einzelnen Stellen die seltene Trauerseeschwalbe um nur einige der typischen Arten für die Marsch zu nennen.

In den vielen Gewässern und Gräben in der Marsch gibt es stellenweise Orte mit einer interessanten Wasserpflanzenflora, von denen die große schöne Schwanenblume zu nennen ist, die sonst eine sehr seltene Pflanze ist.

Die Marsch hinter den Deichen hat außerdem große Bedeutung für rastende Zugvögel wie Goldregenpfeifer, Kiebitz, Weißwangengans, Kurzschnabelgans, Singschwan, Großer Brachvogelu. a. Für alle diese gilt, dass sie in ihrer Rastperiode zwischen der Marsch außerhalb und innerhalb der Deiche hin und her wechseln.

Die großen Versammlungen der Stare, die im Frühjahr und Herbst bis zu einer Million Individuen ausmachen können, stellen ein besonderes Naturphänomen dar, das auf Dänisch ”Schwarze Sonne” genannt wird, weil die dichten Schwärme in fantastischen Flugformationen den roten Abendhimmel nahezu verdunkeln können. Dies ist mittlerweile eine große Touristenattraktion, zu der die Menschen von weit her anreisen

Inseln im Wattenmeer 
Die Natur der Inseln wird grundlegend geprägt von den Verhältnissen des Erdbodens z. B: Sand oder Klei, und den Wasserverhältnissen wie Salzwasser bzw. Süßwasser. Einige der größten Inseln, wie z.B. Rømø (Röm) und Sylt sowie Amrum haben ausgedehnte Dünenformationen und Dünenheiden mit einer besonderen Heidevegetation, während die niedrig gelegenen Halligen, die nicht von Deichen geschützt werden, von einer Strandwiesenvegetation geprägt sind, die die Überspülungen mit Salzwasser vertragen.

Die Dünen am äußersten Rand in Richtung des Meeres sind mit Strandroggen und Strandhafer bewachsen; dies ist eine Pflanzengesellschaft, die auch Weißdünegenannt wird. Dahinter breitet sich die Graudüne aus, die abwechselnd trockene und feuchte Areale beinhaltet. Hier wachsen u. a. die charakteristischen Pflanzenarten wie Erika-Heide, Bibernellrose, Glockenheide, Scheidiges Wollgras, Krähenbeere, Rauschbeere u. a.

Die Strandwiesen sind geprägt von Arten, die Salz vertragen, wie z.B: Queller, Strand-Beifuss, Andelgras und dem hübschen Strandflieder, der im Sommer die Strandwiesen ganz in lila färben kann.

Die Anzahl der Tierarten ist auf den Inseln geringer als auf dem Festland. Dominierend sind die Vögel, die je nach Nahrungsmenge, Jahreszeit usw. ohne weiteres zu den Inseln bzw. von den Inseln fliegen können. Bei vielen der Vögel auf den Inseln handelt es sich um dieselben wie in der eingedeichten Marsch (siehe oben), aber hinzukommen noch einige Küstenvogelarten, die an das Salzwassermilieu gebunden sind. Beispiele für die Wasservögel sind: Säbelschnäbler, Austernfischer, Sand- und See-Regenpfeifer sowie Möwenund Seeschwalben, die sich in Kolonien vermehren – insbesondere dort, wo es für Füchse und Menschen schwer zugänglich ist, wie kleine unbewohnte Inseln und Sandbänke. Hier können wir Heringsmöwe, Silbermöwe, Küsten- und Zwergseeschwalbe nennen.

Eine neue Vogelart, die in den letzten zehn Jahren aus Holland eingewandert ist und Aufsehen erregt hat, ist der Löffler. Er vermehrt sich auf den Inseln im Wattenmeer, zieht es aber vor Nahrung im Süßwasser oder Brackwasserzu suchen, z. B. an Flussmündungen oder in Süßwasserreservoirs hinter den Deichen auf dem Festland.

Das Wattenmeer
Die umfassenden Wattflächen, die durch Ebbe trocken gelegt werden und bei Flut wieder überspült werden, sind eine phantastische Speisekammer für die Millionen von Zugvögeln. Das große Nahrungsangebot ist auch eine sehr wichtige Futterquelle für Fische und Seehunde.

Tausende von Schwärmen von nordischen Vögeln prägen die Zeiten des Vogelzuges im Frühjahr und Herbst– und gewisse Arten werden darüber hinaus auch in milden Wintern gesehen. Die meisten Vögel halten Rast auf dem Weg zu ihren Brutgebieten in Skandinavien, Russland und Sibirien. Oder auf dem Weg ins Winterquartier in Holland-Belgien und die Ärmelkanalgegendoder weiter südlich auf der iberischen Halbinsel und in Westafrika. Es geht dabei um eine große Anzahl von Vogelarten, von den wir erwähnen: Pfeifente, Krickente, Spießente, Weißwangengans, Kurzschnabelgans, Ringelgans, Kiebitz-Regenpfeifer, Alpenstrandläufer, Knutt, Großer Brachvogel und Pfuhlschnepfe, die zu den zahlreichsten gehören und am leichtesten zu erkennen sind, wenn man als Beobachter die Gegend besucht.

Im Hinblick auf das Tierleben ist das Wattenmeer auch für seine vielen Seehunde bekannt, die man beobachten kann, wenn sie sich ausruhend und schlafend auf den Muschel-und Sandbänken liegen. Die weitaus meisten sind Seehunde, aber in den äußeren Teilen und insbesondere um Amrum, sind in den letzten Jahren auch Kolonien der größeren Kegelrobbe die drei Meter lang werden kann, entstanden.

Im Meer westlich der Inseln gibt es auch Schweinswale, und sehr selten verirren sich große Wale wie der Pottwal ins Wattenmeer wo sie ohne Rettung auf Grund laufen und sterben.

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