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Arbeitsmarkt

Beschäftigungsstruktur südlich der Grenze

Das Recht, in einem anderen Mitgliedsstaat zu leben und zu arbeiten, ist eine der wesentlichen Grundfreiheiten der EU.

Für den Einzelnen kanneine Arbeitsaufnahme jenseits der Nationalstaatsgrenzen mit Vorteilen in Form von verbesserten Berufsaussichten verbunden sein.

Die Ausdrücke Beschäftigungsstruktur und Wirtschaftsstruktur sind eng miteinander verbunden, bedeuten aber nicht das gleiche. Unter Wirtschaftsstruktur versteht man die Verteilung der Beschäftigung auf verschiedene Branchen. Diese können grob unterteilt werden in Landwirtschaft, Industrie und Handwerk, sowie Dienstleistungen. In der Praxis geht man von differenzierteren Brancheneinteilungen und Unterkategorien aus. Handel und Transport gehören beispielsweise zum Sektor der privatwirtschaftlichen Dienstleistungen. 
Unter Beschäftigungsstruktur versteht man die regionale Verteilung der Erwerbstätigkeit in einer Volkswirtschaft.

Schleswig-Holstein ist ein Wirtschaftsland. Moderne Technologien und Dienstleistungen bestimmen das wirtschaftliche Leben. Unternehmen, Universitäten und Forschungszentren sorgen für Wettbewerbsfähigkeit und sichere Arbeitsplätze. Gut ausgebaute Verkehrssysteme tragen zum wirtschaftlichen Erfolg bei. Ob Güterumschlag oder logistische Planung – über den Warenverkehr tritt das Land mit seinen Partnern weltweit in Kontakt. Rückgrat des wirtschaftlichen Lebens sind kleine und mittlere Betriebe.

Die schleswig-holsteinische Industrie ist in den Wirtschaftszweigen stark vertreten, die überdurchschnittliche Wachstumspotenziale aufweisen. Schlüsselbranchen sind die Biotechnologie, regenerative Energien, Medizintechnik, Informations- und Kommunikationstechnologie, Lebensmitteltechnologie, maritime Technologie und Umwelttechnik.

Im Kreis Schleswig-Flensburg lag die Arbeitslosenzahl im Mai 2010 bei 8,8% (Vorjahr 8,9%), in Flensburg bei 12,5% (Vorjahr 13,1%), und im Kreis Nordfriesland bei 6,8% (Vorjahr 7,6%) Ein leichter Aufwärtstrend ist demnach zu erkennen.

In einer globalisierten Welt mit großer Veränderungsgeschwindigkeit ist es aber schwer, zukünftige Entwicklungen und deren Konsequenzen vorherzusagen. Es werden aber optimistische Prognosen angestellt dass es mit dem Arbeitsmarkt in der Region weiter bergauf gehen wird.

Quellenangaben:

IHK Schleswig Holstein [Konjunktur und Statistik], 2010

www.schleswig-holstein.de  
www.arbeitsagentur.de


Beschäftigungsstruktur nördlich der Grenze

Das Recht, in einem anderen Mitgliedsstaat zu leben und zu arbeiten, ist eine der wesentlichen Grundfreiheiten der EU.

Für den Einzelnen kann eine Arbeitsaufnahme jenseits der Nationalstaatsgrenzen mit Vorteilen in Form von verbesserten Berufsaussichten verbunden sein.

Die Ausdrücke Beschäftigungsstruktur und Wirtschaftsstruktur sind eng miteinander verbunden, bedeuten aber nicht das gleiche. Unter Wirtschaftsstruktur versteht man die Verteilung der Beschäftigung auf verschiedene Branchen. Diese können grob unterteilt werden in Landwirtschaft, Industrie und Handwerk, sowie Dienstleistungen. In der Praxis geht man von differenzierteren Brancheneinteilungen und Unterkategorien aus. Handel und Transport gehören beispielsweise zum Sektor der privatwirtschaftlichen Dienstleistungen. 
Unter Beschäftigungsstruktur versteht man die regionale Verteilung der Erwerbstätigkeit in einer Volkswirtschaft

Die dänische Wirtschaft ist seit 1994 eine Erfolgsgeschichte. Die Wirtschaft hat sich gut entwickelt, die Beschäftigung ist gestiegen, und die Arbeitslosigkeit von 12 auf unter 5 Prozent gefallen. Doch die Wirtschafts- und Finanzkrise hat auch vor Dänemark nicht halt gemacht. Während die Arbeitslosenzahl in Süddänemark (südliches Jütland und Fünen) bis Anfang 2008 gesunken ist, steigt sie die letzten Jahre stetig an, so wird im vierten Quartal 2010 mit 41.000 Arbeitslosen in der Region Süddänemark gerechnet. (Zum Vergleich: im Januar 2010 waren es 29.000) Aber trotz allem gibt es noch immer Mangel an Arbeitskräften auf dem süddänischen Arbeitsmarkt, unter anderem im Gesundheitssektor. In der Baubranche und Industrie, wo noch von einigen Jahren ein Mangel an Arbeitskraft herrschte, hat die Finanzkrise ebenfalls ihre Spuren hinterlassen.

Heute ist Sønderjylland ein Teil der Region Süddänemark. Arbejdsmarkedsstyrelsen (zentrale Arbeitsmarktbehörde) erstellt regelmäßig Analysen der Beschäftigungssituation in der Region Süddänemark (südliches Jütland und Fünen). Die Arbeitsmarktbilanz wird zweimal jährlich veröffentlicht und dient als Werkzeug um einen Überblick zu bekommen wie die Beschäftigungschancen der jeweiligen Berufsgruppe zum gegebenen Zeitpunkt sind. Hierbei handelt es sich um Einschätzungen für etwa 1500 unterschiedliche Berufe.

Auf folgender Seite kann man sich darüber informieren, aber nur auf Dänisch: http://www.brsyddanmark.dk/

Da Sønderjylland nicht mehr als eigenständige administrative Einheit existiert, werden auch keine besonderen Darstellungen der Region mehr erstellt. Der Arbeitsmarktbeirat in Sønderjylland wurde aufgelöst, aber ein Rapport über die Beschäftigungsstruktur in Sønderjylland, erstellt von der Fa. Rambøll im Jahre 2004, ist immer noch aktuell. Demnach sind bewusste Maßnahmen erforderlich, um die negativen Konsequenzen für den zukünftigen Arbeitsmarkt in Sønderjylland zu verhindern, die aus den strukturellen Schwächen der Region erwachsen.

Allerdings weist die Beschäftigungsstruktur auch Stärken auf, derer man sich bedienen kann. Ein Großteil der Beschäftigten verfügt über eine Ausbildung; und die großen Unternehmen sind solide im Grenzland verankert.

In einer globalisteren Welt mit großer Veränderungsgeschwindigkeit ist es aber schwer, zukünftige Entwicklungen und deren Konsequenzen vorherzusagen. Man kann aber davon ausgehen, dass auf Grund der demographischen Entwicklung in Süddänemark in wenigen Jahren wieder ein Mangel an Arbeitskraft herrschen wird.

Quellenangaben: 
Publikationen von Beskæftigelsesregion Syddanmark:
Arbejdsmarkedsoverblik – Overblik over arbejdsmarkedet i Syddanmark (Arbeitsmarktüberblick – eine Übersicht über den Arbeitsmarkt in Süddänemark). 1. Januar 2010 (PDF-Format)
Analyserapport for Syddanmark (Analyserapport für Süddänemark). 2008 (PDF-Format)
Arbejdsmarkedsrådet i Sønderjylland (Arbeitsmarktbeirat in Sønderjylland) (Hrsg.): Arbejdsmarkedet i Sønderjylland – Udfordringer det næste årti. Hovedrapport, udarbejdet ved Rambøll Management, København, november 2004 (Der Arbeitsmarkt in Sønderjylland – Herausforderungen im nächsten Jahrzehnt. Hauptrapport, erarbeitet von Rambøll Management, Kopenhagen, November 2004)


Arbeitsvermittlung südlich der Grenze

Die Bundesagentur für Arbeit mit den regionalen, örtlich zuständigen Arbeitsagenturen ist zum einen für die Berufswahl und –findung zuständig wie auch im Falle der Arbeitslosigkeit für die Beantragung und Bewilligung von Arbeitslosenleistungen und der erneuten Arbeitsvermittlung.
 
In den Agenturen für Arbeit findet man entsprechend Entscheidungshilfen bei der Berufs- und Studienwahl in den Berufsinformationszentren (BIZ) durch:

  • Ein breites Medienangebot (Schriften, Filme, Broschüren)
  • Beratung
  • standardisierte Eignungstest
  • Berufsinformationen über das Internet
  • Angebote und Fördermöglichkeiten für eine berufliche Qualifizierung (Weiterbildung)
  • Beratung und Fördermöglichkeiten bei einer Existenzgründung und Ideen für die „erfolgreiche Praxis“

Sie geben aber auch im Falle der Arbeitslosigkeit Informationen über mögliche Rechtsmittel.

Der Europaservice der Bundesagentur für Arbeit informiert darüber hinaus speziell in den regionalen Zentren über Ausbildung, Studien und Arbeitsmöglichkeiten im europäischen Ausland.

Unter www.arbeitsagentur.de gelangt man über den Link „Ihre Agentur für Arbeit“ zu den regionalen Anlaufstellen.

Darüber hinaus nimmt das Angebot privater Arbeitsvermittlungen und Zeitarbeitsfirmen mit zum Teil auch regionalen Angeboten zu. Außerdem gibt es eine große Auswahl an Stellenportalen im Internet, bei denen man nach Postleitzahlen, d.h. regional, eine Auswahl treffen kann.


Arbeitsvermittlung nördlich der Grenze

Das Beschäftigungsministerium ist höchste Instanz in diesem Bereich. Hier wird die politische Verantwortung durch die Arbeitsmarktverwaltung auf vier Beschäftigungsregionen verteilt. Diese überwachen den Arbeitsmarkt und folgen dem Einsatz der Jobzentren. Die grenznahen Kommunen gehören zur Beschäftigungsregion Süddänemark, die ihren Sitz in Odense hat. Konkrete Aufgaben wie Arbeitsvermittlung für Arbeitssuchende und Unternehmen beim Rekrutieren neuer Angestellten zu helfen, wird von kommunalen Jobzentren ausgeführt.
Auf der Homepage www.jobnet.dk können freie Stellen gesucht werden. Freie Stellen werden darüber hinaus auch in der Tagespresse, und im Internet in Datenbanken wie z.B. www.jobzonen.dk oder www.jobindex.dk annonciert. Viele Stellen, insbesondere im öffentlichen Bereich, werden in den betreffenden Fachzeitschriften der Gewerkschaften veröffentlicht. Im Zusammenhang mit der Grenzregion muss unterstrichen werden, dass auch Arbeitssuchende mit Wohnsitz in Deutschland sich an die Arbeitsvermittlung in nördlich der Grenze wenden können, wenn sie eine Stelle nördlich der Grenze suchen.
 
Die Arbeitsvermittlungen nördlich und südlich der Grenze arbeiten gemeinsam im Netzwerk EURES (EURopean Employment Services), das von der Europäischen Union gefördert wird. EURES’ Aufgabe ist es, EU-Bürger bei der Ausübung ihres Rechts auf freie Beweglichkeit zu unterstützen, also des Rechts, eine Stelle auch in einem anderen Land der EU anzunehmen. Darüber hinaus unterstützt EURES auch Arbeitgeber bei der Suche nach den erforderlichen Arbeitskräften. AF Sønderjylland und die Arbeitsagentur in Flensburg haben dafür die Homepage www.eures-kompas.eu eingerichtet, wo man Informationen über die auf dem Arbeitsmarkt auf der anderen Seite der Grenze geltenden Regeln und Bedingungen abrufen kann.

Für Grenzpendler mit Arbeitsplatz in Dänemark und Wohnsitz in Deutschland – oder auch umgekehrt – gelten bei Vollzeitarbeitslosigkeit die Bestimmungen des Landes, in dem man seinen Wohnsitz hat, während bei vorübergehender bzw. Teilzeitarbeitslosigkeit die Bestimmungen des Landes greifen, in dem man seinen Arbeitsplatz hat. Dabei wird vorausgesetzt, dass man die gesetzlichen Bestimmungen zum Bezug von Leistungen erfüllt. Dies bedeutet bei Beschäftigung in Dänemark in erster Linie die Mitgliedschaft in einer Arbeitslosigkeitskasse.


Arbeitslosigkeit in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Arbeitslosen in den letzten Jahren stark gestiegen. Hierbei macht auch das Land Schleswig-Holstein und die Grenzlandregion zu Dänemark keine Ausnahme.
Arbeitssuchenmeldung
Die Arbeitssuchenmeldung ist erforderlich, damit Sie die Agentur für Arbeit bei der Suche nach einer neuen Arbeitsstelle unterstützen kann. Eine gesetzliche Verpflichtung zur Arbeitssuchenmeldung besteht spätestens drei Monate vor Beendigung eines Arbeits- oder außerbetrieblichen Ausbildungsverhältnisses. Sie muss persönlich bei der Agentur für Arbeit erfolgen. Liegen zwischen der Kenntnis des Beendigungszeitpunktes und der Beendigung des Arbeits- und Ausbildungsverhältnisses weniger als drei Monate, muss die Meldung innerhalb von drei Tagen nach Kenntnis des Beendigungszeitpunktes erfolgen.

Arbeitslosmeldung
Soll Arbeitslosengeld bezogen werden, ist eine persönliche Arbeitslosmeldung zwingend erforderlich. Es gilt eine einheitliche Verpflichtung zur Meldung von drei Monaten vor Beendigung des Arbeitsverhältnisses, wenn dieses befristet ist. Wenn der Arbeitsnehmer erst später vom Ende des Arbeitsverhältnisses erfährt, muss die Arbeitslosmeldung spätestens am ersten Tag der Beschäftigungslosigkeit erfolgen. Nach der Arbeitssuchendmeldung und der Antragsbearbeitung wird aufgrund der persönlichen Voraussetzungen die Höhe des individuellen Arbeitslosengeldes ermittelt (wichtig dabei zu berücksichtigen: Anspruchsvoraussetzungen für die Bemessung des Arbeitslosengeldes, Sperrzeiten, Nebeneinkommen, Arbeitslosenhilfe, Fördermittel sowie möglicherweise Rechtsmittel).

Die persönliche Arbeitslosmeldung ist eine wichtige Anspruchsvoraussetzung. Arbeitslosengeld wird jedoch nur gezahlt, wenn – neben den in Abschnitt 2 genannten Anspruchsvoraussetzungen – auch die Anwartschaftszeit erfüllt sind. Das ist dann der Fall, wenn der Arbeitslose in den letzten zwei Jahren vor der Arbeitslosmeldung mindestens 360 Kalendertage in einer sozial versicherungspflichtigen Beschäftigung gestanden hat.

Um Arbeitslosigkeit nicht eintreten zu lassen oder zu beenden, ist man verpflichtet, eigenverantwortlich nach einer Beschäftigung zu suchen, eine zumutbare Beschäftigung aufzunehmen oder an einer beruflichen Eingliederungsmaßnahme teilzunehmen. Es besteht die Möglichkeit einen privaten Vermittler zu kontaktieren. Die Kosten können durch einen Vermittlungsgutschein von der Agentur für Arbeit übernommen werden. Auf Verlangen der Agentur für Arbeit muss man seine Eigenbemühungen nachweisen.

Arbeitslose und von Arbeitslosigkeit bedrohte Arbeitssuchende können zur Beratung und Vermittlung von den Arbeitsagenturen zusätzlich unterstützende Leistungen erhalten.

In Bezug auf Arbeitslosigkeit, insbesondere Langezeitarbeitslosigkeit, gibt es in den grenznahen Kreisen eine Besonderheit, denn der Kreis Nordfriesland und der Kreis Schleswig-Flensburg sind sogenannte Optionskommunen. Das bedeutet, dass nicht die Bundesagentur für Arbeit und die Kommunen gemeinsam für die Bezieher des Arbeitslosengeldes II zuständig sind, sondern ausschließlich die Stadt oder der Landkreis.

In der kreisfreien Stadt Flensburg gibt es zusätzlich zur Agentur für Arbeit eine ARGE (Arbeitsgemeinschaft). Diese Arbeitsgemeinschaft wird von der Stadt Flensburg und der Agentur für Arbeit Flensburg gebildet und ist für die Betreuung der Arbeitslosengeld-II-Empfänger in Flensburg verantwortlich. Die ARGE nimmt damit die Aufgaben der Grundsicherung und der Integration in den Arbeitsmarkt nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II) wahr.

Fördermöglichkeiten für die Gründung selbständiger Existenzen 
Fördermöglichkeiten gibt es über den Europäischen Sozialfonds (ESF), der Gelder für die Gründung selbständiger Existenzen in strukturschwachen Gebieten ausschüttet. Hierzu zählen in der Grenzlandregion die Kreise 

  • Nordfriesland, 
  • Schleswig-Flensburg, 
  • Teile der kreisfreien Stadt Flensburg.

Weitere Links:
www.arbeitsagentur.de


Arbeitslosigkeit in Dänemark

In Dänemark gibt es eine freiwillige Versicherung gegen Einkommenseinbrüche im Falle von Arbeitslosigkeit. Etwa 75 % der Arbeitnehmer in Dänemark sind bei den verschiedenen A-Kassen (Arbeitslosenversicherung) versichert, die auch Selbstständige versichern.
Die Arbeitslosenversicherungen sind normalerweise eng mit den zuständigen Gewerkschaften verbunden, aber es gibt auch unabhängige. Die Mitglieder bezahlen einen Beitrag an ihre Arbeitslosigkeitskasse. Die Höhe des Beitrages ist bei den verschiedenen Kassen unterschiedlich, liegt aber bei etwa 1.300 DKK pro Quartal.

Anforderungen und Möglichkeiten
Jemand, der arbeitslos ist und Arbeitslosengeld (Dagpenge) erhält, muss dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die betreffende Person muss bei der Arbeitsvermittlung (Jobcenter), einer Behörde des Beschäftigungsministeriums, registriert sein. Vorrangiges Ziel der Arbeitsvermittlung ist es, Arbeitslose so schnell wie möglich wieder in den Arbeitsmarkt zu integrieren. 
Im Rahmen der Registrierung beim Jobcenter muss der Arbeitslose seinen Lebenslauf in einer Datenbank hinterlegen, die Arbeitgebern die Möglichkeit bietet, nach Arbeitskräften zu suchen (www.jobnet.dk). 
Die Arbeitsvermittlung versucht zunächst durch Herstellung von Kontakten zwischen arbeitslosen Arbeitnehmern und potentiellen Arbeitgebern die Betreffenden wieder in den Arbeitsmarkt einzugliedern. 
Zunächst versucht Jobcenter, den Arbeitslosen direkt wieder in eine Anstellung zu vermitteln. Falls der Arbeitslose nicht über die erforderlichen Qualifikationen für die freien Stellen verfügt, kann die Arbeitsvermittlung Weiterbildungsmaßnahmen, Praktika oder Training anbieten.

Die A-Kassen kontrollieren laufend, ob Arbeitslose auch tatsächlich für den Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Dies erfolgt u.a. auf den Hintergrund der Berichte der Arbeitslosenvermittlung und durch fest geplante Gespräche mit dem Arbeitslosen.
Wenn davon ausgegangen wird, dass jemand nicht für den Arbeitsmarkt zur Verfügung steht, wird die Zahlung des Arbeitslosengeldes eingestellt.

Arbeitslosigkeit und Ökonomie
Der versicherte Arbeitslose erhält während seiner Arbeitslosigkeit Arbeitslosengeld (Dagpenge). Es umfasst ca. 90 % Brutto des bisherigen Gehalts, allerdings gibt es eine Obergrenze von max. 16.293 DKK pro Monat (2010), die jährlich reguliert wird. Genau wie andere öffentliche Bezüge wird dieser Betrag in Dänemark als zu versteuerndes Einkommen angesehen.
Im Durchschnitt erhält ein Arbeitsloser etwa 65 % Netto seiner bisherigen Bezüge. Die Einbußen bei Arbeitslosigkeit sind damit für Personen mit hohem Einkommen umfassender. Deshalb wurde in den letzten Jahren die Möglichkeit geschaffen, eine Zusatzversicherung abzuschließen, die das Arbeitslosengeld ergänzt, so dass man Netto auf etwa 80 % des bisherigen, tatsächlichen Gehalts kommt.

Es gilt zu beachten, dass man während der ersten drei Tage der Arbeitslosigkeit kein Arbeitslosengeld erhält. In dieser Zeit muss der Arbeitgeber den Arbeitslosengeldersatz (G-dage) bezahlen. Man kann den Arbeitslosengeldersatz nur erhalten, wenn man Mitglied einer A-Kasse ist und als Lohnempfänger (lønmodtager) angestellt war.

Versicherte und Nichtversicherte
Der Bezugszeitraum für das Arbeitslosengeld beträgt zwei Jahre. Arbeitslose unter 25 bzw. über 60 Jahren haben das Recht und die Pflicht zur Aktivierung nach einer Arbeitslosigkeit von mehr als sechs Monaten, bei Arbeitslosen zwischen 25 und 60 Jahren sind es neun Monate. Die Aktivierungen umfassen typischerweise Qualifikationsmaßnahmen, Weiterbildung, Praktika oder Trainingsmaßnahmen.

Wenn man arbeitslos wird, ohne Mitglied einer A-Kasse zu sein, muss man sich wegen der Auszahlung von Sozialhilfe an die Gemeinde wenden. Auch Personen, die Sozialhilfe beziehen, werden Aktivierungsmaßnahmen angeboten, die sie befolgen müssen, um weiterhin Sozialhilfe beziehen zu können. Dabei handelt es sich meistens um gemeinnützige Aufgaben.


Arbeitgeberorganisationen südlich der Grenze

Die Arbeitgeber werden in Deutschland von den Industrie- und Handels-, Handwerks-, weiteren berufsständischen Kammern sowie dem kommunalen Arbeitgeberverband (KAVSH) vertreten. Sie sind in Landesverbänden organisiert, die ihrerseits im jeweiligen Bundesverband Mitglied sind. Die wenigsten haben regionale Zweigstellen.

Die Aufgabe der Arbeitgeberorganisationen ist die Wahrung der Interessen der Arbeitgeber gegenüber deren Arbeitnehmern sowie Personal- und Betriebsräten bzw. Gewerkschaften. Sie nehmen an Tarifverhandlungen teil, beraten in Rechtsstreitigkeiten, bei der Prozesshaftung sowie im Tarif- und Arbeitsrecht, informieren über Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, in allen Bereichen der Gesetzgebungsverfahren, Ausbildungsvorschriften und übernehmen die allgemeine Interessenvertretung ihrer Mitglieder.

Im Kommunalen Arbeitsgeberverband Schleswig-Holstein (www.kavsh.de) sind Gemeinden, Zweckverbände, öffentlich-rechtliche Körperschaften und Unternehmen, an denen Körperschaften oder deren Verbände beteiligt sind, organisiert (z.B. Flughäfen, Nahverkehrsbetriebe, Entsorgungseinrichtungen, Versorgungsbetriebe, Sparkassen, Theater und Bühnen, allgemeine Verwaltung, Krankenhäuser und Pflegeinrichtungen, Fortwirtschaft). Dem KAVSH stehen 16 Vorstandsmitglieder vor, für die Grenzlandregion ist es aus Flensburg Matthias Wolfskiel, Direktor der Stadtwerke Flensburg GmbH.

Links zu weiteren Kammern und Vereinigungen:
www.ihk-schleswig-holstein.de (Industrie- und Handelskammer zu Flensburg)
www.handwerkskammer-flensburg.de (Handwerkskammer zu Flensburg)
www.lksh.de (Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein)
www.aeksh.de (Ärztekammer Schleswig-Holstein)
www.zahnaerztekammer-sh.de (Zahnärztekammer Schleswig-Holstein)
www.ahk.de (Die Deutschen Auslandshandelskammern)
www.aik-sh.de  (Ingenieur- und Architektenkammer Schleswig-Holstein)
www.wireg.de (Wirtschaftsregion)

Auch die Bundesagentur für Arbeit (www.arbeitsagentur.de) stellt den privaten Arbeitgebern wertvolle Informationen zum Arbeitsmarkt, zur betrieblichen Ausbildung, zum Meldeverfahren für die Sozialversicherung, sowie Vordrucke und Informationsmaterialien zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es für Arbeitgeber auch Möglichkeiten einer Förderung bei der Schaffung von Ausbildungs- und Arbeitsplätzen.


Arbeitgeberorganisationen nördlich der Grenze

Die Arbeitgeber des privaten Arbeitsmarktes in Dänemark sind in zwei Dachverbänden organisiert:

DA - Dansk arbejdsgiverforening (Dänische Arbeitgebervereinigung), - Dachverband für dreizehn Fach- und Arbeitgeberverbände der Bereiche Industrie, Handwerk und Handel.

SALA - Sammenslutningen af Landbrugets arbejdsgiverforeninger (Zusammenschluss der Arbeitgeberverbände der Landwirtschaft), - Dachverband für fünf Fach- und Arbeitgeberverbände der Bereiche Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Gärtnerei und landwirtschaftlich-industrielle Unternehmen.

Die Dachverbände haben keine lokalen oder regionalen Abteilungen.

Unter den in den Dachverbänden zusammengeschlossenen Arbeitgeberverbänden verfügen folgende Organisationen über regionale Abteilungen in Sønderjylland:

DI - Dansk Industri (Fachverband der dänischen Industrie),

HTS-A - Handel-Transport- og servicevirksomhedernes Arbejdsgiver forening (Arbeitgeberverband für Handel, Transport und Service),

Dansk Byggeri (Dänische Bauwirtschaft),

ELFO Elinstallatørerne Landsforening (Landesverband der Elektro­installateure).

Die beiden Dachverbände befassen sich mit Fragen des Arbeitsmarktes, also Arbeitsrecht, Koordinierung von Tarifverhandlungen, Arbeitsschutz, Aus- und Weiterbildung, Beobachtung des Arbeitsmarktes im Hinblick auf Arbeitskräfte, Arbeitslosigkeit, Krankenstand, Konflikte, Qualifizierungen usw.

Fragen der Wirtschaftspolitik zählen nicht zum Aufgabenbereich der Dachverbände, sondern werden von den Mitglieds- bzw. Branchenverbänden wahrgenommen.

Die regionalen Abteilungen der Branchenarbeitgeberverbände sind Bindeglied zwischen Mitgliedern und den zentralen Organen, aber sie stehen bei wirtschaftspolitischen Fragen auch im Kontakt mit lokalen und regionalen Behörden. Dies gilt insbesondere bei der Wirtschaftentwicklung und der regionalen Planung.


Gewerkschaften südlich der Grenze

In Deutschland stehen die Gewerkschaften als Koalitionen unter dem besonderen Schutz der im Grundgesetz gewährleisteten Unabdingbarkeit des Rechts auf Bildung von Vereinigungen zur Wahrung und Förderung der Arbeits- und Wirtschaftsbedingungen (§ 9 Abs. 3 GG).

Sie sind Vereinigungen von Arbeitnehmern und ihren Verbänden und sehen ihre Hauptaufgabe darin, die Arbeitsbedingungen der Arbeitnehmer durch Tarifverträge mit den Arbeitgebern und Arbeitgeberverbänden zu verbessern. Ihr entscheidendes Mittel zur Durchsetzung ihrer Ziele ist der Streik. Weitere Aufgaben sind die Gewährung von Rechtsschutz, Unterstützung bei Arbeitslosigkeit, bei Krankheit und im Alter. Als Vertreter der Arbeiterschaft sind sie an der Selbstverwaltung, besonders der Sozialversicherungsträger, beteiligt. In dem Gremium, das der Allgemeinverbindlicherklärung von Tarifverträgen zuzustimmen hat, sind sie paritätisch mit den Arbeitgebern vertreten.

Zu den Arbeitnehmerverbänden zählen Berufsverbände, Fachverbände, Industrieverbände sowie Betriebsverbände.

Im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB), dem Dachverband, waren im Jahr 2010 gut 84% aller Mitglieder in acht Branchengewerkschaften organisiert.

Dazu gehören:

  1. GEW (Erziehung und Wissenschaft) auch öffentlicher Dienst
  2. GdP (Polizei)
  3. IG Bau – Agrar – Umwelt
  4. IG BCE (Bergbau, Chemie, Energie)
  5. IG Metall
  6. NGG (Nahrung, Genuss, Gaststätten)
  7. Transnet (Eisenbahner) und
  8. Ver.di (Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft).

Für den öffentlichen Dienst gibt es zudem die Gewerkschaften 

  1. dbb (Deutscher Beamtenbund) 
  2. KOMBA (Gewerkschaft kommunaler Beamter und Arbeitnehmer) sowie die 
  3. Tarifunion.

Die regionalen Ansprechpartner im Grenzland findet man über die allgemeinen Internetseiten der Verbände mit weiterführenden Links. 


Gewerkschaften nördlich der Grenze

In Sønderjylland, wie auch im übrigen Dänemark, basiert sich die Regelung des Arbeitsmarktes grundsätzlich auf Vereinbarungen. Die Partner des Arbeitsmarktes, also in erster Linie die Arbeitgeberorganisationen und die Gewerkschaften, regulieren den Arbeitsmarkt durch Absprachen. Dieses System existiert seit den großen Konflikten Ende des 19. Jahrhunderts und dem Septembervergleich von 1899.
 
Es wurde allerdings nach und nach durch staatliche Eingriffe nach Verhandlungen ergänzt, beispielsweise im Zusammenhang mit Fragen der Vorruhestandsregelung oder der Indexregulierungen. Deshalb haben die Gewerkschaften auch ein Interesse daran, politischen Einfluss geltend zu machen. Im Allgemeinen zeichnet es den dänischen Arbeitsmarkt aus, dass zentrale Bereiche wie Entlohnung und Arbeitszeit nicht gesetzlich bestimmt sind, sondern durch Vereinbarungen zwischen den beteiligten Organisationen geregelt werden. Die Kooperationsvereinbarung zwischen LO (Dänischer Gewerkschaftsbund) und Dansk Arbejdsgiverforening (Dänischer Arbeitgeberverband) aus den 1970-er Jahren führte zur Gründung von Betriebsräten, durch die Mitarbeiter die Möglichkeit zur Mitbestimmung bei den Arbeitsverhältnissen und Einsichten in die Wirtschaftlichkeit eines Unternehmens erhielten. Weiter gehende Initiativen zur Einführung von ökonomischer Demokratie in Form von direkter Mitbestimmung von Mitarbeitern bei der Leitung von Unternehmen haben sich hingegen in Dänemark nicht durchgesetzt.
 
Dieses System hat dazu geführt, dass im gesamten Dänemark der Anteil der gewerkschaftlich organisierten Mitarbeiter über 80 % beträgt. Es gibt LO (Landsorganisationen / Landesorganisation) als den größten Verband, der die Organisationen der gelernten und ungelernten Mitarbeiter als Teil der Arbeiterbewegung umfasst und eine enge Zusammenarbeit mit der Sozialdemokratie pflegt, aber auch FTF (Funktionærernes og Tjenestemændenes Fællesråd / Gemeinsamer Rat der öffentlichen Angestellten und Beamten: Lehrer, Krankenschwestern, Polizisten), sowie Akademikernes Centralorganisation, AC (Zentralorganisation der Akademiker), der keine bestimmte politische Zugehörigkeit aufweist, sowie die sogenannten „Gelben“ in den christlichen Gewerkschaften, die den Klassenkampf ablehnen und einen religiösen Standpunkt einnehmen. 
 
LO verfügte über 18 Mitgliederverbände. Zum Teil erklärt sich dies aus Fusionen, da die Gewerkschaften in Dänemark sich in erster Linie nach den Berufen der Mitglieder organisieren, und nicht nach den Branchen, wie es in Deutschland der Fall ist. Zur Koordinierung der Aktivitäten der einzelnen Branchen gibt es Zusammenschlüsse auf Branchenebene der einzelnen Gewerkschaften, die sogenannten Kartelle. Diese nehmen gemeinsame Aufgaben in Bereichen wie Wirtschafts- und Branchenpolitik, Tarifverhandlungen, Personalvertretung usw. wahr.
 
Die 18 Verbände bilden den Grundstock der Gewerkschaften, halten den täglichen Kontakt mit den Mitgliedern, und sind in den Unternehmen durch als Betriebsräte vertreten. Die wichtigsten Verbände sind 3F – Fagligt Fælles Forbund ( Gemeinsamer Fachlicher Verband), der aus der Fusion von Kvindeligt Arbejderforbund (Verband der Arbeiterinnen) und dem Specialarbejderforbund, SiD, (Verband angelernter Arbeiter in Dänemark) hervorgegangen ist, HK (Handels- og Kontorfunktionærernes Forbund (Verband der Handels- und Büroangestellten), FOA (Fag og Arbejde / Fach und Arbeit), der durch Fusion des früheren Forbund af Offentligt Ansatte (Verband öffentlich Angestellter), sowie Pædagogisk Medhjælper Forbund (Verband der pädagogischen Hilfskräfte) und Dansk Metal (Verband Dänischer Metallarbeiter) entstand.

Auf regionaler Ebene nehmen die Gewerkschaften zahlreiche Aufgaben wahr. Sie sind in den einzelnen Unternehmen in den Mitarbeitervertretungen repräsentiert, führen individuelle Lohn- und Gehaltsverhandlungen durch, nehmen an den Aufgaben zur Arbeitsplatzsicherheit teil, sichern Weiterbildungsmöglichkeiten für ihre Mitglieder und informieren allgemein über Verhältnisse des Arbeitsmarktes in ihren Publikationen. 
 
In Dänemark ist die Arbeitslosigkeitsversicherung eng mit den Gewerkschaften gekoppelt, da die meisten Arbeitslosigkeitsversicherungen (A-kasser) aus einer Gewerkschaft hervorgegangen und eng mit ihr verbunden sind. Aus diesem Grunde engagieren sich die Gewerkschaften bei der Arbeitsvermittlung im Rahmen der Arbeitslosigkeitsversicherungen, wo Qualifikationsmaßnahmen und Arbeitsvermittlung angeboten werden. Oft kann die genaue Kenntnis der Gewerkschaften von den einzelnen Firmen dazu führen, den richtigen Job für eine Person, oder die richtige Person für ein Unternehmen zu finden. Die LO Sønderjylland ist auch an dem grenzüberschreitenden Arbeitsmarkt EURES beteiligt. 
 
Die Zusammenarbeit zwischen den gewerkschaftlichen Organisationen war die Grundlage für die Etablierung der zentralen und lokalen Sozialdemokratie, und findet sich auch heute noch in gewissem Umfang. Die Kooperation mit anderen Teilen der Arbeiterbewegung (Arbeiterkooperativen, Kinder- und Jugendorganisationen, der Volkshochschulverband AOF (Volkshochschule der Arbeiterbewegung), Arbejdernes Landsbank (Landesbank der Arbeiter) ist allerdings heute stark begrenzt. 
 
FTF (Gemeinsamer Rat der öffentlichen Angestellten und Beamten) ist die Hauptorganisation für ca. 450.000 Personen, von denen 75 % öffentlich angestellt sind. Über 100 verschiedene Einzelgewerkschaften arbeiten unter dem Dachverband FDF. Fachgruppen wie Lehrer, Erzieher, Polizisten, Krankenschwestern, Stewardessen, Angestellte des dänischen Parlaments usw. sind dort vertreten. Akademiker sind in ihren eigenen Gewerkschaften organisiert, deren Hauptverband Akademikernes Centralorganisation, AC (Zentralorgani¬sation der Akademiker) ist. AC verfügt über etwa 255.000 Mitglieder und 22 Mitgliedsorganisationen. (2005). Die größten der in AC zusammengeschlossenen Organisationen sind Ingeniørforeningen Danmark (Dänischer Ingenieurverband), Danmarks Jurist- og Økonomforbund (Verband Dänischer Juristen und Ökonomen) (DJØF), sowie Dansk Magisterforening (Verband Dänischer Magister) (DM). Die in AC zusammengeschlossenen Gewerkschaften sind nicht Mitglied von LO.
 
Die je nach Einzelgewerkschaft unterschiedlich hohen Beiträge sind in Dänemark nicht nach Einkommen gestaffelt. Bei LO-, FTF-, und AC-Gewerkschaften betragen sie normalerweise etwa 1.000 DKR pro Quartal für einen Vollzeitbeschäftigten, während die „gelben“ Gewerkschaften wesentlich geringere Beiträge erheben.
 
Die Gewerkschaften folgen aufmerksam den Entwicklungen auf dem Arbeitsmarkt und nehmen hier die Interessen der Mitglieder wahr. Umfassende, landesweite Streiks werden heute nur selten als Waffe in einer Tarifauseinandersetzung eingesetzt. Dies hängt mit der momentanen günstigen wirtschaftlichen Entwicklung in Dänemark zusammen, die von Wachstum und Lohnsteigerung geprägt ist. Die weitgehende ökonomische Integration in Europa hat auch dazu geführt, dass die nationalen Wirtschaften heute weniger verletzlich sind. Damit ist auch die Macht der Gewerkschaften gegenüber der Leitung der Unternehmen stärker begrenzt, als es noch vor etwa 20 Jahren der Fall war. Dank des hohen Organisationsgrades haben die Gewerkschaften allerdings immer noch die Macht, die Regeln des Arbeitsmarktes im Falle eines Verstoßes gegen die Tarifvereinbarung oder andere Regeln durchzusetzen. Auch im Falle von individuellen Konflikten an einem Arbeitsplatz spielen die Gewerkschaften durch Beratung und Hilfe ihrer Mitglieder in einem eventuellen Konflikt mit dem Arbeitgeber eine Rolle.
 
Neben den klassischen Gewerkschaften gibt es noch die sogenannten „gelben“ Gewerkschaften, die versuchen, Mitglieder im direkten Wettbewerb mit den etablierten Organisationen abzuwerben. Der größte Verband ist die Kristelig Fagbevægelse / Christliche Gewerkschaft mit etwa 180.000 Mitgliedern (2010). Historisch gesehen stammen diese Bestrebungen aus dem Widerstand gegen die sozialistische Arbeiterbewegung. Sie nehmen Mitglieder aus allen Berufen auf. Darüber hinaus gibt es noch eine Reihe von freien Gewerkschaften, die in der Hauptsache mit ihren niedrigen Beiträgen werben. Dabei handelt es sich jedoch ausschließlich um Dienstleistungsorganisationen für die Mitglieder. Sie haben keinen merklichen politischen Einfluss auf die Verhältnisse auf dem Arbeitsmarkt und verhandeln auch keine Tarifabkommen.

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