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Glaube und Kirche

Glaubensrichtungen südlich der Grenze

Der Landesteil Schleswig ist, wie das gesamte Bundesland Schleswig-Holstein unzweifelhaft Teil des christlichen Abendlandes. Auch diejenigen Einwohnerinnen und Einwohner, die nicht der Kirche angehören, leben in einem kulturellen Umfeld, das von christlich-kirchlichen Traditionen geprägt ist. Feste wie Ostern, Pfingsten und Weihnachten werden zum Beispiel allgemein stark wahrgenommen, und sei es wegen der zusätzlichen arbeitsfreien Tage. Nur eine Minderheit allerdings pflegt Glauben und kirchliche Formen in bewusst strenger Weise.

Neben der vorherrschenden Nordelbischen evangelisch-lutherische Kirche (NEK), Teil der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), bestehen eine Reihe von protestantischen Freikirchen sowie einige römisch-katholische Gemeinden. In einigen Städten halten Jehovas Zeugen Gottesdienste.

In Friedrichstadt besteht eine kleine Remonstranten-Gemeinde und auf der Insel Nordstrand steht mit St. Theresia eine altkatholische Kirche. Dies geht auf die in alter Zeit hier geltende besondere religiöse Toleranz zurück. In Friedrichstadt etwa bestand von der Mitte des 17. Jahrhunderts bis in die Zeit des Nationalsozialismus eine jüdische Gemeinde, die Gedenkstätte „Ehemalige Synagoge“ erinnert daran. Es gibt eine aktive jüdische Gemeinde in Flensburg.

Auch hierzulande leben unterdessen zahlreiche Menschen muslimischen Glaubens. Entsprechende Gemeinden existieren aber bislang nur wenige. Von den mehr als 30 Moscheen in Schleswig-Holstein steht nur eine im Grenzland, nämlich das Islamische Kulturzentrum in der Flensburger Norderstraße.

Allgemein äußert sich ein Bedürfnis vieler nach Spiritualität auch in der Hinwendung etwa zu esoterischen Gedanken und Praktiken, zu buddhistischen Formen und zu Sekten. Diese verweigern sich allerdings in der Regel einem offenen religiösen Dialog und stehen teils im Verdacht, Menschen in eine psychische Abhängigkeit zu treiben.


Glaubensrichtungen nördlich der Grenze

Auch wenn in den letzten Jahrzehnten eine Abnahme zu verzeichnen ist, gehört weiterhin der überwiegende Teil der dänischen Bevölkerung, und auch der Einwohner von Sønderjylland, der dänischen "Folkekirke" (Volkskirche) oder Gemeinden an, die sich zum evangelisch-lutherischen Glauben bekennen an. Im Laufe der letzten Jahrzehnte hat auch die Grenzregion eine Zuwanderung durch Menschen erlebt, die aus nicht-westlichen Gesellschaften stammen, was auch zu einer religiösen Vielfalt geführt hat.

Die dänische Volkskirche ist eine dem Kirchenministerium unterstehende staatliche Institution. Aber trotz ihres Status als staatliche Organisation spannt die Volkskirche über ein weites Spektrum von Anschauungen - von Kulturchristen, die an der Idee des christlichen Einflusses auf die grundlegenden Anschauungen festhalten, bis hin zu den eigentlichen Gläubigen.

Die von der Verfassung garantierte Religionsfreiheit bedeutet, dass man seinen Glauben gemäß seiner eigenen Überzeugung ausüben darf, allerdings mit den Vorbehalten, die sich aus dem § 67 der Verfassung ergeben.

Eine Religion oder Glaubensgemeinschaft muss nicht von den Behörden genehmigt oder registriert werden muss. Aber eine staatlich anerkannte Glaubensgemeinschaft verfügt über verschiedene Möglichkeiten. In erster Linie gilt das für das Recht, Trauungen vorzunehmen, die nach dem Ehegesetz gültig sind, aber auch das Recht auf Aufenthaltsgenehmigung für ausländische Prediger gemäß dem Ausländergesetz.

Das Kirchenministerium kann Glaubensgemeinschaften nach festgelegten Grundsätzen zulassen.

Die zweitgrößte Kirchengemeinschaft in Dänemark ist die katholische Kirche, die über Gemeinden in Tønder, Sønderborg, Aabenraa und Haderslev verfügt. Die katholische Kirche wurde 1682 durch königliche Resolution anerkannt und gehört damit zu den ältesten Kirchengemeinschaften in Dänemark. Flüchtlinge aus Vietnam in den 1970´er Jahren und Einwanderer aus Polen in den 1980´er Jahren gehören heute zu den katholischen Gemeinden in der Region.

Im Zuge der Einwanderung aus dem Nahen Osten - Kurden, Palästinenser, Iraner, Iraker – aber auch durch Einwanderer aus Bosnien entstanden auch eine Reihe von islamischen Glaubensgemeinschaften in Sønderjylland. Die Moschee in Aabenraa bedient Schiiten und Sunniten.

Nicht zuletzt gibt es auch eine große Gruppe von hinduistischen Tamilen, die im Laufe der letzten 30 Jahre nach Dänemark gekommen sind.


Die Nordelbische Kirche und die katholische Kirche südlich der Grenze

Artikel 4 des deutschen Grundgesetzes bestimmt, dass „Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses unverletzlich sind“. Kirche und Staat sind voneinander getrennt. 
Im Landesteil Schleswig dominiert die evangelisch-lutherische Kirche, aber es gibt auch eine große Zahl katholischer Kirchengemeinden.
Die Nordelbische Kirche, zu der die evangelisch-lutherischen Kirchen in Südschleswig zählen, ist ein Zusammenschluss der drei Bistümer in Hamburg, Lübeck und Schleswig. Die 1977 etablierte Nordelbische Kirche umfasst 27 Propsteien und 642 Gemeinden.

Das „Parlament“ der Nordelbischen Kirche ist die Synode. Die 140 Mitglieder - davon 69 Laien – legen die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen und Richtlinien fest, und wählen die drei Bischöfe der Kirche. 
Die Synode wählt auch die Kirchenleitung, die sich mit der übergeordneten Planung und dienstrechtlichen Angelegenheiten befasst, sowie Wahl und Amtseinsetzung der Pastoren der Kirche, dem administrativen Personal und der Oberaufsicht über die nordelbischen Kirchenämter.

Seit 1977 hat die Nordelbische Kirche einen Rückgang von ca. 3.200.000 auf etwa 2.100.000 Mitglieder hinnehmen müssen.

Die katholische Kirche im Landesteil Schleswig gehört zum Erzbistum Hamburg. Aus den statistischen Informationen ist zu entnehmen, dass das Dekanat Flensburg etwa 23.900 Mitglieder zählt. 

Die Erhebung und Verwaltung der Kirchensteuer ist im Gesetz über die Kirchensteuer für Schleswig-Holstein geregelt. Die evangelisch-lutherische Kirche und die katholische Kirche legen die Grundlagen für die Kirchensteuer und ihre Verordnung fest, die dann dem Kultusministerium zur Genehmigung vorgelegt wird. Das Kulturministerium prüft, ob Grundlage und Erhebung der Kirchensteuer im Einklang mit der übrigen Steuergesetzgebung steht. Im Rahmen der Aufrechnung der eingezogenen Kirchensteuer kann das Finanzministerium die Handhabung der Kirchensteuer wahrnehmen. 

Die eingenommene Kirchensteuer wird in erheblichem Umfang durch private Schenkungen und Fondsmittel usw. ergänzt.


Die evangelische-lutherische Kirche nördlich der Grenze

In Dänemark ist die staatlich geförderte Folkekirke (Volkskirche) laut § 4 des dänischen Grundgesetzes die evangelisch-lutherische Kirche. Folkekirken untersteht dem Kirchenministerium, das für Leitung, Finanzausstattung und Personal der Kirche zuständig ist. Formelles Oberhaupt ist das Staatsober haupt, Königin Margrethe, die der evangelisch-lutherischen Kirche angehören muss. Es gibt keinen Erzbischof, aber der Bischof von Kopenhagen wird als „primus inter pares“ der zehn Bischöfe angesehen.

Nördlich der Grenze ist der Landesteil in zwei Stifte aufgeteilt. Bei der Grenz ziehung 1920 wurde Nordschleswig in einen westlichen und einen östlichen Teil. Sowohl der Stift Ribe und der neu errichtete Stift Haderslev beinhalten Teile von Süd- und Sønderjylland. Die St. Marien Kirche in Haderslev, die eine wich tige Rolle in der Kirchengeschichte des Grenzlandes gespielt hat, erhielt jetzt den Status als Dom. 

Von den neun Propsteien im Stift Ribe liegen zwei in Nordschleswig, von den acht Propsteien vom Stift Haderslev liegen vier im Landesteil. Jede Propstei wird von einem Propsteiausschuss und einem Propst geleitet, der örtlichen kirchlichen Behörde. Die Propsteien sind geografisch in Kirchengemeinden, bzw. auf die Stelllungen bezogen in Pastorate aufgeteilt.
Die kirchlichen Angelegenheiten der Kirchengemeinde werden vom Kirchen vor stand organisiert, der für jeweils vier Jahre gewählt wird.

Zum 1. Januar 2008 waren 82,1 % der dänischen Bevölkerung Mitglieder der dänischen Volkskirche. Die allgemeinen Zahlen für den Landesdurchschnitt decken über regionale Unterschiede - in Sønderjylland ist der Anteil etwas höher. In den Propsteien in Nordschleswig insgesamt sind 200.795 von 232.358 Einwohnern Mitglieder, dies entspricht 86,4 %.


Freikirchen südlich der Grenze

In Schleswig-Holstein findet man eine große Anzahl von unabhängigen Kirchen und Kirchengemeinden. Dazu zählen u.a die evangelischen Freikirchen, sowie eine Reihe von weiteren Glaubensgemeinschaften – Baptisten, Pfingstgemeinden, Siebenten-Tage-Adventisten u.a.

Hervorzuheben ist hier, dass die Freikirchen kein Mittel aus der Kirchensteuer erhalten, die für die evangelisch-lutherische und die katholische Kirche erhoben wird, sondern sich aus freiwilligen Beiträgen und Arbeitsleistungen der Mitglieder finanzieren.

Die Trennung von Religion und Staat, die im Jahre 1919 in die deutsche Verfassung aufgenommen wurde, führte damit auch zu einer neuen Bedeutung des Wortes „Freikirche“. Während „Freikirche“ früher eine Kirche bezeichnete, die vom Staat unabhängig war, versteht man heute darunter eher eine Kirche, die organisatorisch unabhängig ist, und eine theologische Richtung vertritt, die sich von der evangelisch-lutherischen oder der katholischen Kirche unterscheidet, zu denen sich die Mehrheit bekennt.


Freikirchen und freie kirchliche Gemeinden nördlich der Grenze

In Nordschleswig gibt es eine Reihe von Freikirchen. Diese Freikirchen haben im Vergleich zur dänischen Volkskirche, der die meisten Dänen angehören, aber auch untereinander, unterschiedliche Grundlagen und Praxis. Unter den Freikirchen findet man Bekenntnisse im Rahmen der christlichen Tradition, aber auch aus anderen Glaubensrichtungen.

Die Freikirchen arbeiten auf der finanziellen Grundlage von Beiträgen und der freiwilligen Arbeit ihrer Mitglieder, und sind damit unabhängig vom Staat und der dänischen Volkskirche. Sie können damit ihre Aktivitäten frei bestimmen.

Die freien Gemeinden haben die gleiche Bekenntnisgrundlage wie die dänische Volkskirche, sind aber wie die Freikirchen finanziell und ökonomisch unab hängig.

Freikirchliche Gemeinden 
Freikirchliche Gemeinden sind besondere Gemeinden im Rahmen der dänischen Volkskirche. Im Gegensatz zu den Freikirchen und den freien Gemeinden müssen die freikirchlichen Gemeinden vom Kirchenministerium zugelassen wer den. Sie unterstehen Bischof und Probst.

Die Zulassung setzt voraus, dass mindestens 50 Personen mit Wahlrecht zum Kirchenvorstand den Antrag unterzeichnen. Außerdem wird gefordert, dass sich eine Person mit Befähigung zur seelsorgerischen Tätigkeit als Pfarrer für eine freikirchliche Gemeinde zur Verfügung stellt.

Die freikirchlichen Gemeinden tragen selbst sämtliche Aufwendungen für die Arbeit und die Aktivitäten der Gemeinde, einschließlich des Gehaltes für den Pfarrer. Die Mitglieder einer freikirchlichen Gemeinde bezahlen keine Kir chen steuer.

Das Gesetz über die freikirchlichen Gemeinden wurde 1868 beschlossen, um Mitgliedern der dänischen Volkskirche, die besonderes Gewicht auf lokale Ver hältnisse legen wollten, die Möglichkeit zu geben, einen Pfarrer nach eigener Wahl einsetzen zu können. Anfänglich wurden auf dieser Grundlage freikirch liche Gemeinden gegründet, die sich an den Anschauungen von Grundtvig orientierten. In Nordschleswig gibt es eine Reihe von grundtvigianischen freikirchlichen Gemeinden.

Später haben sich auch andere kirchliche Richtungen der Möglichkeit bedient, freikirchliche Gemeinden einzurichten.

http://www.folkekirken.dk

http://www.frikirkenet.dk/

http://www.kirker.dk/


Die Kirche der dänischen Minderheiten

Die dänische Kirche in Südschleswig (DKS)sieht ihre Aufgabe darin, die dänische Bevölkerung in Südschleswig in kirchlichen Belangen auf Dänisch zu betreuen. Die DKS ist Teil der „Danske Sømands- og Udlandskirker” - DSUK (dänische Seemanns- und Auslandskirchen), und die Pastoren der DKS sind Mitarbeiter der Dänischen Seemanns- und Auslandskirchen, werden aber von den örtlichen Kirchenvorständen im Landesteil Schleswig gewählt. Diese Anstellungsform stellt sicher, dass die DKS in voller Übereinstimmung mit der dänischen „Folkekirke” (Vokskirche) arbeitet.

Kirchengemeinden in ganz Südschleswig
Insgesamt gibt es 23 dänische Pastoren, einen Propst und 35 Kirchengemeinden, verteilt über ganz Südschleswig, von Holtenau im Osten bis St. Peter im Westen und von Rendsburg im Süden bis Kupfermühle im Norden. Die Pastoren sind für alle kirchlichen Handlungen zuständig.

15 neue dänische Kirchen 
Vielen der Kirchengemeinden steht ein eigenes Gotteshaus zur Verfügung. Das älteste dieser Gebäude ist die Heiliggeistkirche in Flensburg, wo die Predigtsprache seit 1588 – in Übereinstimmung mit der Volkssprache – dänisch ist, während die Kirchensprache im Herzogtum Schleswig ansonsten deutsch war. 1997 wurde die Heiliggeistkirche offiziell der DKS übertragen. Seit 1948 wurden in Südschleswig 15 dänische Kirchen erbaut; die letzte wurde 2002 eingeweiht.

In den Kirchengemeinden, die kein eigenes Kirchengebäude haben, finden die Gottesdienste in dänischen Schulen bzw. Versammlungshäusern statt. Die Kirchengemeinden können nach Vereinbarung auch die örtlichen Pfarrkirchen für z. B. Konfirmationen, Trauungen oder Beerdigungen nutzen.

Der Kirchentag – die höchste Instanz
Die höchste Instanz für die DKS ist der Kirchentag, der aus Vertretern der Kirchengemeinden besteht und einmal im Jahr zusammentritt. Südschleswig ist kirchlich in 6 Kreise aufgeteilt. Die Mitglieder wählen sowohl Laien als auch Pastoren in den Kirchenrat. Der geschäftsführende Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden sowie dem Stellvertretenden Vorsitzenden und einem weiteren Mitglied des Kirchenrates sowie dem Geschäftsführer der dänischen Kirchenverwaltung für Südschleswig.

Eine lange Geschichte
Im Jahre 1905 wurde der Verein „Kirkeligt Samfund for Flensborg og Omegn” (Kirchliche Gesellschaft für Flensburg und Umgebung) in der Absicht gegründet,  innerhalb der deutschen Landeskirche dänische Kirchengemeinden ins Leben zu rufen. Dies misslang, und man nahm daher Kontakt zur Dänischen Kirche im Ausland - DKU (der Vorgängerorganisation der DSUK) auf, die 1921 dabei behilflich war, ”Den Danske Menighed for Flensborg” (Die Dänische Kirchengemeinde Flensburg) zu gründen.

Fakten über die DKS:
Anzahl Mitglieder:  ca. 6.500 (ein Mitglied verkörpert oftmals eine Familie)
Höchstes Gremium:  Der Kirchentag
Geschäftsführung:  Propst und Geschäftsführer/geschäftsführender Vorstand
Regional:   6 Kreise
Lokal:     35 Kirchengemeinden, 23 Pastoren und ein Propst.


Kirchen der deutschen Minderheiten

Nach der dänischen Hoheitsübernahme 1920 wurden in Nordschleswig deutsch sprachige Pastoren in der dänischen Volkskirche angestellt. Diese Re gelung wurde nach 1945 in den Städten weitergeführt. Hier stellt die deut sche Minderheit auch Kandidaten für die Wahlen zur örtlichen Kirchen­gemeinde auf eigenen Listen auf.

Außerhalb der Städte findet das kirchliche Leben der Minderheit im Rahmen der Nordschleswigschen Gemeinde statt, die 1923 als freie Kirche gegründet wur de. Sie ist eng mit der Nordelbischen Evangelisch-Lutherischen Kirche und ihren fünf Pastoren verbunden, die zum Bistum Schleswig gehören.

Die Zusammenarbeit zwischen der dänischen Volkskirche und der Nordschleswigschen Gemeinde bildet die Grundlage dafür, dass in den ländlichen Räumen und in den größeren Orten die Möglichkeit besteht, an kirchlichen Handlungen in deutscher Sprache teilzunehmen. Die Koordination dieser Zusammenarbeit wird von einem Konvent wahrgenommen, der sich aus Vertretern der Minderheit in der Volkskirche und der nordschleswigschen Gemeinde zusammensetzt.

In den größeren Orten in Nordschleswig - Aabenraa, Haderslev, Sønderborg und Tønder – gibt es im Rahmen der dänischen Volkskirche Pfarrer, die kirchliche Handlungen und andere damit verbundene Aufgaben für die deutsche Minderheit wahrnehmen.

Unabhängig von der geografischen Aufteilung benutzen die dänischen Gemein den und die deutsche Minderheit die gleichen Kirchengebäude für ihre Gottes dienste.

Die Gemeinde in Nordschleswig
Die deutsche evangelisch-lutherische Kirchengemeinde arbeitet auf der Grundlage der dänischen Gesetzgebung über die freien Kirchengemeinden. Dies bedeutet, dass die deutsche Kirchengemeinde organisatorisch und ökonomisch unabhängig ist. Die Kirchengemeinde ist aufgrund einer besonderen Vereinbarung der nordelbischen Kirche zugeteilt und untersteht der Aufsicht des Bischofs von Schleswig.

Die nordschleswigsche Gemeinde ist in fünf kleineren Orten in Sønderjylland vertreten: Burkal, Løgumkloster, Gråsten, Tinglev und Sønder Vilstrup. Die Verwaltung der Gemeinde befindet sich in Tinglev.

Im Zusammenhang mit der Grenzziehung im Jahre 1920 verließ ein Teil der deutschen Pfarrer die Ämter. Dies führte zu einer stark reduzierten deutschsprachigen kirchlichen Betreuung.

In den Städten etablierte die dänische Volkskirche Pfarrämter zur Betreuung der deutschen Minderheit. Um auch die deutschsprachige kirchliche Betreuung in den ländlichen Räumen aufrecht erhalten zu können, gründete man 1923 die Nordschleswigsche Gemeinde als freie Kirchengemeinde gemäß der dänischen Gesetzgebung und schuf eine Vereinbarung mit der Nordelbischen Kirche unter dem Bischof von Schleswig.

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