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Ausflüge in die Welt der Inseln

Die Halligen

Die zehn Halligen im nordfriesischen Wattenmeer – Gröde, Habel, Hamburger Hallig, Hooge, Langeness, Norderoog, Nordstrandischmoor, Oland, Süderoog, Südfall – bilden einen weltweit einmaligen menschlichen Lebensraum. Es handelt sich um Inseln, entstanden aus Meeressedimenten. Obwohl die größeren von ihnen inzwischen mit niedrigen Schutzdeichen versehen sind, gehört für alle die Überschwemmung bei hohen Fluten („Landunter“) zur Normalität.

Die meisten Halligen wuchsen nach der Zerstörung der Utlande vor allem durch die „Grote Mandränke“ von 1362 auf der alten Kulturoberfläche. Die Hamburger Hallig und Nordstrandischmoor bilden Überreste der 1634 durch die „Buchardi-Flut“ zerrissenen Insel Alt-Nordstrand.

Von der Mitte des 17. bis zum Ende des 18. Jahrhunderts fuhr die überwiegende Mehrzahl der Männer von den Halligen auf Walfang- und Handelsschiffen zur See. In manchen Hallig-Häusern werden Hinterlassenschaften aus jener Zeit des relativen Wohlstands gezeigt. Die dunkle Friesentracht mit dem prächtigen silbernen Brustschmuck wird auch auf den Halligen getragen. Auch sie ist ein Erbe der Seefahrtszeit. Vom Beginn des 19. bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts war das Leben auf den Halligen gekennzeichnet durch besonders karge materielle Verhältnisse. Geheizt wurde mit aus Tierdung geformten „Ditten“, die Wasserversorgung erforderte ein aufwendiges System, die auf der überkommenen Allmende basierende Landnutzung baute auf ein hohes Maß an Gemeinsinn.

Im Konzept eines flächenhaften Küstenschutzes spielen die Halligen als „bewohnte Wellenbrecher“ eine wesentliche Rolle. Nach der Sicherung vor allem der Halligufer seit dem Ende des 19. Jahrhunderts, wurde die Bebauung seit den 1950er Jahren von Grund auf saniert. Die meisten Berufstätigen auf den Halligen arbeiten nun als Angestellte des Amtes für ländliche Räume im Küstenschutz. Der Fremdenverkehr hat Schafhaltung und Viehgräsung als Haupterwerbszweig weit hinter sich gelassen.

Für den Natur- und vor allem für den Vogelschutz haben die Halligen seit Anfang des 20. Jahrhunderts eine besondere Bedeutung. Habel, Norderoog, Süderoog und Südfall sind Teil des 1985 gegründeten Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer.


Nordstrand

Die Siedlungen England, Norderhafen, Odenbüll, Pohnshalligkoog, Süden und Süderhafen auf der westlich vor Husum liegenden ehemaligen Insel und heutigen Halbinsel Nordstrand sowie die Hallig Nordstrandischmoor bilden die Gemeinde Nordstrand. Zusammen mit der Gemeinde Elisabeth-Sophien-Koog gehört sie zum Amt Nordstrand. 
De Strand wurde 1198 erstmals urkundlich erwähnt als Benennung des Landes am Strande, an der Meeresküste, das den vom Festland noch nicht durch Meereseinbrüche losgetrennten Küstenbereich im westlichen Schleswig bildete. Seit dem 15. Jahrhundert taucht dann die Form Nordstrand (fries.: Noord’ströön, niederdt.: Nord’strand) auf. Es fällt auf, dass es kein Pendant Südstrand gibt.

Nordstrand bildet einen Teil der Utlande, der Wattenmeer-Region von Sylt bis Eiderstedt, die in den letzten Jahrtausenden starke landschaftliche Veränderungen erlebte. 1362 wurde das Gebiet von der „Großen Mandränke“ heimgesucht, einer Sturmflut, die den Handelsort Rungholt vernichtete und die Grundlage für die spätere Hufeisenform der Insel Alt-Nordstrand schuf. Durch Eindeichungen wuchs die Insel auf rund 220 Quadratkilometer und entwickelte sich mit 21 Kirchspielen und über 9 000 Einwohnern zu einer Kernlandschaft Nordfrieslands. 
1634 überrollte die „zweite Mandränke“ die Region, zerstörte drei Viertel der Insel und tötete zwei von drei Bewohnern. Die Überlebenden auf Nordstrand waren zu einer Wiederbedeichung der Inselreste nicht mehr fähig. 1652 holte die Landesherrschaft erfahrene niederländische Deichbauunternehmer auf die Insel. Als Gegenleistung für die anstehenden Bedeichungen erhielten sie das Land zum Eigentum.
 
Viele Einheimische mussten nun ihre Heimat verlassen oder in die Dienste der neuen Inselherren treten. Diese hatten auch Religionsfreiheit für ihren katholischen Glauben erhalten und gründeten 1662 die Pfarrkirche Sankt Theresia. Ihre Oratorianer-Priester hielten an alten kirchlichen Grundsätzen fest. 1870, nach innerkirchlichen Auseinandersetzungen, wurde eine vom Vatikan unabhängige Alt-Katholische Gemeinde gebildet, die heute ganz Schleswig-Holstein sowie Hamburg betreut.
 
Die evangelische Kirche Sankt Vinzent in Odenbüll ist mittelalterlichen Ursprungs. Später wurde sie nach Westen verlängert, das Äußere 1886-89 neugotisch gestaltet. Im Inneren befinden sich ein spätgotischer Schnitzaltar, eine Taufe und ein Triumphkreuz aus dem 15. Jahrhundert, eine Kanzel von 1605 sowie Grabsteine aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

1907 wurde ein erster Damm vom Pohnshalligkoog nach Wobbenbüll auf dem Festland errichtet und 1935 zu einer 3,8 Kilometer langen Verkehrsstraße ausgebaut. Der nun sturmflutsichere Anschluss an das Festland bewirkte einen großen wirtschaftlichen Aufschwung. 1987 machte die Bedeichung des Beltringharder Kooges die Insel zur Halbinsel.

Rund 2 300 Einwohner(2010) leben auf 4 525 Hektar Fläche. 68 landwirtschaftliche Betriebe nutzen 4 158 Hektar. Eine wichtige Einnahmequelle bildet der Tourismus im Seeheilbad. Über 2 600 Gästebetten stehen zur Verfügung, über 160 000 Übernachtungen werden jährlich gezählt. Seit 2003 ist Nordstrand auch „Nationalparkgemeinde“. Ein Wattwanderweg führt zur Hallig Südfall.

Alle wichtigen Versorgungs- und Dienstleistungseinrichtungen sind auf der „Insel“ vorhanden. Fast 200 Kinder besuchen nach ihrer Zeit im Odenbüller Kindergarten die Grund-, Haupt- und Realschule am Herrendeich. Die kleine katholische Grundschule Süden ist die einzige konfessionelle Schule in Schleswig-Holstein.
 
Der Hafen Strucklahnungshörn bildet das Tor zur Insel- und Halligwelt. Hier ist der Seenotrettungskreuzer Vormann Leiss beheimatet, nach Pellworm besteht eine regelmäßige Fährverbindung. Der Umschlagplatz für Küstenschutzmaterial befindet sich am Holmer Siel im Verlauf des Deichs des Beltringharder Kooges.


Pellworm

Pellworm (fries.: Pälweerm, dän.: Pelvorm) Die Gemeinde Pellworm liegt auf der gleichnamigen Marscheninsel rund 25 Kilometer Luftlinie westlich von Husum und rund einen Meter unter Normal Null im nordfriesischen Wattenmeer. Sie besteht aus den 14 Ortsteilen Alte Kirche, Hooger Fähre, Junkersmitteldeich, Klostermitteldeich, Nordermitteldeich, Osterschütting, Parlament, Schmerhörn, Seegarden, Südermitteldeich, Tammensiel, Tilli, Waldhusen, Westerschütting sowie den Halligen Süderoog und Südfall und gehört zum Amt Pellworm.
 
Die Insel ist über eine regelmäßige Fährverbindung nach Strucklahnungshörn auf der Halbinsel Nordstrand mit dem Festland verbunden. Auch der alte Hafen Tammensiel, der hauptsächlich Krabbenkuttern und Sportbooten dient, kann bei hohem Wasserstand noch für den Fährverkehr genutzt werden. Eine kleine Fähre fährt täglich zur benachbarten Hallig Hooge.
 
Pylwerum wurde 1344 erstmals urkundlich erwähnt. Die Bedeutung des Namens ist nicht klar. Vermutlich handelt es sich um eine „geschützte, bewehrte Siedlung“ (werum) „bei einer Bucht, einem kleinen Kanal“ (zu englisch: pyll oder pill) oder „bei Knöterich“ oder „Rietgras“ (zu Piel). Pellworm besteht als selbstständige Insel erst seit 1634, als in einer großen Sturmflut die Insel Alt-Nordstrand in mehrere Teile zerbrach und etwa drei Viertel ihrer Fläche gänzlich verloren gingen. Über 6 000 Menschen kamen zu Tode.

Der Westteil Pellworms, der Kern der ehemaligen Pellwormharde, konnte durch fachkundige Initiative des Niederländers Cornelius Jansen Allers bereits bis 1637 wieder bedeicht werden und bildete den Kern der neuen Insel. Um diesen „Großen Koog“ mit einer Fläche von 1 322 Hektar und einem Deich von 15 Kilometern Länge konnten in den nächsten 50 Jahren ringförmig zehn weitere Köge gewonnen werden: Alter Koog, Großer Norderkoog, Hunnenkoog, Johann-Heimreichs-Koog, Kleiner Koog, Kleiner Norderkoog, Mittelster Koog, Süderkoog, Ütermarkerkoog und Westerkoog. 1939 wurde der Bupheverkoog eingedeicht.
 
Die Insel hat heute eine Fläche von 37,44 Quadratkilometern, auf der 1 124 Menschen (2006) leben. 30 landwirtschaftliche Vollerwerbsbetriebe und 23 weitere nutzen eine Fläche von 3 150 Hektar fruchtbaren Landes überwiegend zur Viehgräsung, wobei die Schafzucht auch für den Deichschutz eine wichtige Rolle spielt. Etwa zehn Prozent der Ernte werden aus ökologischem Landbau gewonnen.

Mit der Gründung eines Fremdenverkehrsvereins begann 1928 die Erschließung einer neuen Einkommensquelle. 2 100 Gästebetten standen 2005 für 17 000 Übernachtungen zur Verfügung. Elektrischer Strom gelangte erst nach dem Zweiten Weltkrieg auf die Insel, die sanitären Verhältnisse verbesserten sich entscheidend ab 1964, als Pellworm eine Trinkwasserleitung vom Festland erhielt. 1992 rückte die Insel dem Festland nochmals ein ganzes Stück näher, weil mit der Fertigstellung eines Niedrigwasseranlegers die Fähren für die Strecke nach Strucklahnungshörn auf Nordstrand nur noch etwa 35 Minuten benötigen.
 
Auch die größte kombinierte Sonnen- und WindenergieversuchsanlageEuropas sorgte für eine Attraktivitätssteigerung der Insel. Aktuell steigende Einwohnerzahlen belegen dies. Die Förderung ökologischer Wirtschaftsweise in Landwirtschaft, Fremdenverkehr und Energieerzeugung sorgte dafür, dass Pellworm im Jahr 2000 „Expogemeinde“ wurde.
Pellworm ist anerkanntes Nordseeheilbad und verfügt über ein Kurzentrum mit Schwimmbad, über ein Kurmittelhaus und ein Mutter-Kind-Kurheim. Rund 160 Schülerinnen und Schüler von der 1. bis zur 10. Klasse besuchen die Hermann-Neuton-Paulsen-Schule.

Bekanntestes Bauwerk auf Pellworm ist die Alte Kirche Sankt Salvator. 1611 zum größten Teil eingestürzt, überragt noch heute ein Teil des 26 Meter hohen klobigen, aus dem 13. Jahrhundert stammenden Backsteinturms die Insel und ist bei günstigen Sichtverhältnissen auch vom Festland mit bloßem Auge zu erkennen. Der Altar stammt von 1470/80, die Taufe von 1475. Die Kanzel wurde um 1600 gefertigt, das Gestühl im 17./18. Jahrhundert. Die Kirche besitzt die einzige erhaltene Arp-Schnitger-Orgel in Schleswig-Holstein. Im Umfeld der Kirche sind Grabsteine aus dem 16. und 17. Jahrhundert zu finden.

Die Neue Kirche Sankt Crucis entstand 1622 aus einer Privatkapelle. Die Westfassade wurde 1867 im neugotischen Stil renoviert. Der Altar stammt von 1520, der Taufstein von 1587. 1716 erhielt die Kirche ein Pastorat. In diesem Kirchspiel liegt der frühere adelige Hof Seegard. Er wurde 1828 samt 66 Hektar Land von der Landschaft Pellworm aufgekauft und ging später in Privatbesitz über. Auf dem „Friedhof der Namenlosen“ liegen die Opfer der Seefahrt begraben. Ihre angespülten Leichname zeugen von den dramatischen Schiffsunglücken, die sich auf der Nordsee ereigneten. Für die Sicherheit der heutigen Schifffahrt sorgt der 38 Meter hohe Leuchtturm, dessen Feuer über 20 Seemeilen weit reicht.

Zu weiteren Sehenswürdigkeiten gehört die Nordermühle. Sie wurde 1777 erbaut als einstöckiger Galerieholländer. Seit 1995 befindet sich ein Restaurant in der Mühle. 1983 wurde ein kombiniertes Solar- und Windkraftwerk errichtet. Es dient heute als Ausflugsziel und Demonstrationskraftwerk. Im Nordwesten der Insel befindet sich eine historische Vogelkoje. Sie weist das einzige Gehölz auf der waldarmen Insel auf.


Amrum

Die Insel Amrum (friesisch: Aamrem) liegt im nordfriesischen Wattenmeer südlich der Insel Sylt und westlich der Insel Föhr. Sie hat eine Größe von 20,42 Quadratkilometern. Eindrucksvolle landschaftliche Formationen sind der bis zu 1,5 Kilometer breite und etwa 15 Kilometer lange Kniepsand an der Westküste und der sich binnenwärts anschließende etwa 1,5 Kilometer breite Dünengürtel. Der überwiegende Teil der Insel ist Geestland, im Norden liegt die flächenmäßig sehr kleine Norddorfer Marsch. Amrum besitzt mit rund 200 Hektar Wald den größten Baumbestand aller nordfriesischen Inseln.

Traditionell lebten die Amrumer von der Seefahrt, zunächst beim Walfang, später in der Handelsschifffahrt. Auch Bergelöhne für das Heben gesunkener Schiffe sowie die in der Vogelkoje erzielten Erträge stellten einen nicht unerheblichen Einkommensanteil dar. Die Landwirtschaft spielte eher eine Selbstversorgerrolle, denn weite Teile der Insel waren und sind auch heute noch von Dünen und Heiden bedeckt. Der Staatswechsel von Dänemark zu Preußen 1864 bedeutete einen schwerwiegenden Eingriff in die Bevölkerungsstruktur, denn vor allem junge und tatkräftige Leute entzogen sich der preußischen Militärpflicht und den verschärften Auflagen in der Seemannslaufbahn durch Auswanderung nach Nordamerika.

Der 1875 in Betrieb genommene, mit 64 Metern höchste Leuchtturm der deutschen Nordseeküste darf auch heute noch bestiegen werden, und auch zwei Mühlen konnte man erhalten. Eine davon, ein „Erdholländer“ von 1771 in Nebel, dient seit 1964 als Amrumer Heimatmuseum. Auf dem Kirchhof der Sankt Clemens-Kirche in Nebel stehen 90 „sprechende Grabsteine“, die teilweise ganze Lebensläufe vor allem von Seefahrern in Bild und Text wiedergeben. Vorgeschichtliche Grabhügel zeugen von einer menschlichen Besiedlung der Insel seit der Jungsteinzeit.

1890 begann der Aufstieg Amrums zum viel besuchten Nordseebad. Ein einheimischer Kapitän baute das erste Hotel aus Wellblech in Wittdün und begründete damit den Badeort mitsamt seiner inselfremden Architektur. Heinrich Andresen aus Kappeln besorgte den weiteren Aufbau und das Management des Seebades. Fast gleichzeitig errichtete der eigentlich zur Abwehr eines geschäftlichen, weltlichen Badelebens gerufene Pastor Friedrich von Bodelschwingh in Norddorf seine Seehospize, die ebenso wenig mit den Friesenhäusern des alten Dorfes harmonierten. In der Inselmitte bei Nebel entstand ein großes Kurhaus im schweizerischen Fachwerkstil. Vier Reedereien brachten aus Hamburg, Bremerhaven, Husum und Dagebüll die Besucher herbei. Zur Weiterbeförderung der Gäste entstand 1893 eine Eisenbahn von Wittdün zum Kniepsand. In der Folge kam es zu einer umfangreichen Einwanderung von Auswärtigen, vor allem Bauhandwerkern und Saisonpersonal.

Diese Entwicklung wirkte sich auch auf die friesische Sprache der Insel, das Öömrang, aus. Während vor dem Zweiten Weltkrieg die Zugezogenen noch überwiegend Friesisch lernten, kehrten sich die Verhältnisse später um. Öömrang ist heute eine vom Aussterben stark bedrohte Sprache. Günstiger sieht es für ein inselgerechtes Bauen im Friesenstil aus. Hier bewirkten die veränderten Ansprüche der Gäste und Amrum-Fans aus den Großstädten, dass viele Häuser mittlerweile originalgetreu renoviert oder neu gebaut wurden. Der Bauboom vernichtete allerdings einen Großteil der alten Gemütlichkeit und erzeugte die enormen infrastrukturellen Probleme eines Massentourismus. Die rund 12 000 Besucherbetten sind heute die nahezu alleinige Erwerbsgrundlage der Amrumer.

Die Insel ist mit dem Schiff zu erreichen. Die Linienverbindungen zum Festland verlaufen über Wyk auf Föhr nach Dagebüll sowie über die Halligen Langeneß und Hooge nach Schlüttsiel im Hauke-Haien-Koog. Auch von Hörnum/Sylt gibt es regelmäßige Schiffsverbindungen nach Amrum. Bei Ebbe kann man zu Fuß in zwei Stunden zur Nachbarinsel Föhr gelangen.

Rundgang
Amrum besitzt drei Gemeinden mit zusammen rund 2 300 Einwohnern (2010). Seit 2007 gehören sie zum neu gebildeten Amt Föhr-Amrum. Wittdün im Inselsüden ist der Hafenort der Insel. Er wurde 1890 als Urlaubsort gegründet, um den Fremdenverkehr von den einheimischen Dorfgemeinschaften fernzuhalten, ein untauglicher Versuch. Moderne Errungenschaften sind ein Meerwasserwellenbad und ein ThalassoZentrum.

Die Gemeinde Nebel (friesisch: Neebel) liegt etwa in der Inselmitte und stellte bis Ende 2006 den Sitz der Amtsverwaltung. Ortsteile sind Steenodde direkt am Wattenmeer und Süddorf, das älteste Dorf der Insel aus dem 13. Jahrhundert. Die Sankt Clemens-Kirche wurde 1236 erbaut und stand bis zur Gründung von Nebel im 16. Jahrhundert zwischen den Dörfern Norddorf und Süddorf. Die 1771 erbaute Mühle beherbergt ein Heimatmuseum. Gegenüber befindet sich der Amrumer Heimatlosenfriedhof, auf dem nicht identifizierbare Wasserleichen bestattet wurden. Das Öömrang Hüs ist ein weitgehend im Originalzustand belassenes, etwa 1751 erbautes utlandfriesisches Haus, das dem Heimatverein Öömrang Ferian gehört. Der Ortskern von Nebel ist durch weitere reetgedeckte Häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert geprägt. Am Wattenmeer liegen zahlreiche Hünen- und Hügelgräber aus vorgeschichtlicher Zeit. Markantestes Gebäude der Insel ist der Leuchtturm von 1875. Er steht auf einer 27 m hohen Düne südlich von Süddorf. Die Kurklinik Satteldüne hat sich auf die Behandlung von Atemwegserkrankungen bei Kindern und Jugendlichen spezialisiert.

Norddorf (friesisch: Noorsaarep) wurde vermutlich im 13. Jahrhundert gegründet. Im Laufe der Geschichte brannte das Dorf mehrfach ab. Durch die Baustile der Gründerzeit erhielt es ein völlig verändertes Gesicht. 1890 gründete Friedrich von Bodelschwingh seine Seehospize und der Ort entwickelte sich zu einem Seebad. Touristisch interessante Anlaufpunkte sind das beheizte Meerwasserschwimmbad, die südlich gelegene Vogelkoje mit ihren historischen Fanganlagen, ein naturkundliches Zentrum mit dem Schwerpunkt Umweltschutz sowie der Sandstrand auf dem westlich gelegenen Kniepsand. Mit rund 280 000 Übernachtungen im Jahr gehört die Gemeinde zu den zehn wichtigsten Fremdenverkehrsorten in Schleswig-Holstein.

Weitere links:
www.amrum.de


Föhr

Die Insel Föhr (friesisch: Föör) liegt im nordfriesischen Wattenmeer umrahmt von der Insel Sylt im Norden, der Insel Amrum im Westen und der Hallig Langeneß im Süden.Mit rund 83 Quadratkilometern Fläche ist sie die zweitgrößte nordfriesische Insel. Sie teilt sich in zwei fast gleich große Flächen. Die Südhälfte besteht aus eiszeitlicher Geest, der Norden aus vom Meer angeschwemmter Marsch. Im 16. Jahrhundert wurde dort der Föhrer Marschkoog mit einem etwa 23 Kilometer langen Deich umgeben. Von den auf dem Geestrand liegenden Ortschaften bewirtschaftete man die häufig überschwemmten Weideflächen und die sechs Vogelkojen, deren erste 1730 in der Oevenumer Marsch entstand. Auch in politischer Hinsicht war Föhr bis 1864 zweigeteilt. Die Landschaft Osterland-Föhr unterstand dem Herzogtum Schleswig, Westerland-Föhr war eine reichsdänische Enklave.

Vom 17. Jahrhundert an beteiligten sich die Föhrer Männer sehr erfolgreich am Walfang und an der Seefahrt. Viele stiegen zum Steuermann oder Kommandeur auf. Staatliche utlandfriesische Häuser in den Inseldörfern zeugen von diesem dritten „goldenen Zeitalter“ auf Föhr. 
Eine Strukturreform in der Landwirtschaft, die Einführung staatlicher Navigationsschulen und die Aufhebung der Militärfreiheit waren u. a. Gründe, warum viele junge Menschen im 19. Jahrhundert ihr Heil in der Auswanderung nach Übersee suchten bzw. sich nun der Landwirtschaft zuwandten. 130 landwirtschaftliche Betriebe prägen bis heute das Inselleben mit. Wichtigste Einnahmequelle ist jedoch der Fremdenverkehr.
Neben Hochdeutsch und Plattdeutsch sprechen auf der Insel etwa 2 000 Menschen Fering, das Föhrer Friesisch. Der Föhrer Heimatverein Fering Ferian ist Teil der friesischen Bewegung. Ein bedeutendes Kulturgut stellt die Föhrer Frauentracht dar. Sie entstand in der heutigen Form aus dunklen Stoffen und weißer Schürze vor etwa 150 Jahren.

Die Insel Föhr ist von Dagebüll aus per Fähre zu erreichen. Hafenstadt ist Wyk. Auch von Hörnum auf Sylt gibt es einen Schiffstransfer. Westlich von Wyk liegt ein Verkehrslandeplatz (EDXY) für kleinere Flugzeuge.

Rundgang
In den elf Gemeinden und der Stadt Wyk leben zusammen rund 8 700 Einwohner (2009). Sie gehören seit 2007 zum Amt Föhr-Amrum. Im Südosten der Insel gelegen bildet der heutige Haupt- und Hafenort Wyk (friesisch: a Wik) die jüngste der Föhrer Ansiedelungen. 1819 wurde hier das älteste Seebad an der schleswig-holsteinischen Nordseeküste gegründet. 1842-47 erlebte Wyk seine „Königsjahre“, als Christian VIII. von Dänemark hier seine Sommerresidenz bezog. Der schwäbische Arzt Carl Haeberlin, der um 1900 nach Föhr kam, war treibende Kraft bei der Einrichtung eines Friesenmuseums in Wyk, das heute seinen Namen trägt. 1924 wurde das Nachbardorf Boldixum (friesisch: Bualigsem) mit der Sankt Nicolai-Kirche eingemeindet. Wyk hat mit Einkaufszentrum, Fußgängerzone, Fachärzten, Stadtbücherei, Postfiliale usw. zentralörtliche Funktion für die Inseln Föhr und Amrum und ist Sitz des Amtes Föhr-Amrum. Die Stadt gehört zu den zehn wichtigsten Zentren des Schleswig-Holsteinischen Fremdenverkehrs. In der Hauptsaison halten sich etwa 20 000 Menschen in der Stadt auf.

In nordwestlicher Richtung folgt die Gemeinde Wrixum (friesisch: Wraksem). Ihr Wahrzeichen ist die 1851 erbaute Mühle. Es befinden sich einige kleinere Gewerbebetriebe im Ort, doch stellt, wie in allen Föhrer Gemeinden, der Tourismus den wichtigsten Einkommensfaktor.

An Wrixum grenzt Oevenum (friesisch: Ööwenem), ein Dorf mit großer Seefahrer-Tradition. 1882 wurde hier die erste Jugendfeuerwehr Deutschlands gegründet, die damit vermutlich auch die älteste in Europa ist. In einer ehemaligen Scheune ist ein Heimatmuseum eingerichtet, das das Leben und die Landwirtschaft auf Föhr vorstellt.

In unmittelbarer Nachbarschaft liegt Midlum (friesisch: Madlem) ungefähr in der Mitte der Insel. Die Siedlung entstand möglicherweise schon während der ersten Einwanderungswelle der Friesen im 8./9. Jahrhundert. Bis 1711 war der Ort noch per Schiff über einen tiefen Priel erreichbar, dann verschlickte der Binnenhafen. Im Ort befinden sich neben Grundschule und Kindergarten auch einige Läden, ein Café und eine Arztpraxis.

Von Wyk bis Midlum verläuft die Geestkante, auf der die Föhrer Dörfer gegründet wurden, in nordwestlicher Richtung. Nun wendet sie sich nach Südwest. Als nächster Ort folgt Alkersum (friesisch: Aalkersem). Hier stand lange Zeit das älteste Haus der Insel von 1617. Es wurde nach Wyk versetzt. Mit einem Dorferneuerungsprogramm wurden die alten Fassaden der utlandfriesischen Häuser wurden stilgerecht renoviert und Reetdächer neu eingedeckt. Die Ausweisung von Neubaugebieten seit 1970 hatte zur Folge, dass sich viele junge Familien ansiedelten. 1988 gründete der Mediziner und Pharmaunternehmer Frederik Paulsen in Alkersum die Ferring-Stiftung zur Erhaltung der friesischen Sprache und Kultur.

Nieblum (friesisch: Njiblem) liegt am Watt etwa in der Mitte der Insel. Bis 1867 verlief die politische Grenze zwischen Osterland- und Westerland-Föhr mitten durch die Gemeinde. Das eingemeindete Dorf Goting (friesisch: Guating) ist wohl das älteste auf Föhr. Wegen seiner gepflegten utlandfriesischen Häuser, einst von Kommandeuren und Kapitänen in Auftrag gegeben, gilt das „weiße Dorf“ Nieblum als eines der schönsten Nordfrieslands. Hauptsehenswürdigkeit ist die trutzige, weithin sichtbare Kirche Sankt Johannis, der „Friesendom“, mit ihrem denkmalgeschützten Friedhof.

Westlich folgt auf einem kleinen Geestrücken unmittelbar an der Küste die Gemeinde Witsum (friesisch: Wiisem), der kleinste Ort der Insel. Westlich des Ortskerns befindet sich die einzige natürliche Erhebung auf Föhr, der elf Meter hohe Sylvert.

Nördlich von Witsum liegt auf der Geestkante Borgsum (friesisch: Borigsem). Im Norden der Ortschaft erhebt sich aus der flachen Marsch die rund 2000 Jahre alte Lembecksburg, ein weithin sichtbarer Ringwall von etwa sieben Metern Höhe und einem Durchmesser von beinahe 100 Metern. 1991 wurde nach historischem Vorbild die Borgsumer Mühle wieder aufgebaut.

Im Südwesten der Insel liegt Utersum (friesisch: Ödersem) mit dem eingemeindeten Dorf Hedehusum (friesisch: Hedehüsem). In dem kleinsten Föhrer Seebad befindet sich eine Rehabilitationsklinik für Atemwegs- und Lungenerkrankungen.

Nördlich von Utersum gelangt man in das Dörfchen Dunsum (friesisch: Dunsem), dem Ausgangspunkt für Wattwanderungen zur Nachbarinsel Amrum.

Süderende (friesisch: Söleraanj), das alte „Dorf der Kapitäne“, liegt etwa drei Kilometer östlich landeinwärts. Zur Gemeinde gehört auch die romanisch-jütische Granitquaderkirche Sankt Laurentii aus dem 12./13. Jahrhundert.

Rund zwei Kilometer nordöstlich erstreckt sich das Langdorf Oldsum-Klintum-Toftum (friesisch: Olersem-Klantem-Taftem) mit seiner alten, reetgedeckten Mühle als Wahrzeichen. Aus dem einst bedeutenden Walfängerort stammt Matthias Petersen (1632-1706). Der „Glückliche Matthias“ erlegte als Walfang-Kommandeur 373 Wale. Oldsum vollzog erfolgreich den Wandel vom Bauern- zum Künstlerdorf mit zahlreichen Ateliers und Galerien.


Weitere links:
www.foehr.de 
www.foehr-web.de 
www.inseldoerfer-foehr.de 
www.wyk.de


Sylt

Die nordfriesische Insel Sylt ist mit einer Fläche von etwa 99 Quadratkilometern die größte deutsche Nordseeinsel und nach Rügen, Usedom und Fehmarn die viertgrößte Insel Deutschlands. Sie liegt etwa 20 Kilometer westlich des deutschen und dänischen Festlands, ihr Ostzipfel bei Nösse reicht aber bis auf acht Kilometer Luftlinie an den Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog heran.

Die Nord-Süd-Ausdehnung der Insel beträgt 38,5 Kilometer, von West nach Ost werden zwischen 12,6 Kilometer (Westerland-Morsum) und nur 350 Meter an der schmalsten Stelle zwischen Rantum und Hörnum erreicht. Die höchste natürliche Erhebung ist die Uwe-Düne westlich von Kampen mit 52,5 Metern über Normal Null. Der höchste Punkt der Geest liegt mit 27 Metern über NN ebenfalls bei Kampen. Darauf steht der Leuchtturm „Rotes Kliff“, der mit einer Gesamthöhe von 65,2 Metern die Dünenkette überragt. Ziemlich steil fallen die Küstengebiete bei den vier Sylter Kliffen ab.

Die Sturmflut von 1362 brachte auch im Sylter Gebiet schwere Landverluste. Vom späten 14. Jahrhundert an formte sich die unverkennbare, langgestreckte Gestalt, wie man sie heute kennt, heraus. Zu etwa 33 Prozent ist sie mit Dünen bedeckt, der Rest besteht je etwa zur Hälfte aus Geest und Marsch. Die Geest ist überwiegend mit Heide bewachsen, in der Marsch liegen die landwirtschaftlich nutzbaren Äcker und Weiden.

Typisch für die Insel sind die kilometerlangen Dünenketten, die sich auf den Nehrungen von Hörnum bis List erstrecken. Über das gesamte Westufer der Insel breitet sich ein rund 39 Kilometer langer ununterbrochener Strand aus feinem Sand aus. Die hier tobende Brandung führt in Verbindung mit dem scharfen Westwind zu andauernden Landschaftsveränderungen. Der Küstenstreifen brach und bricht immer wieder ab, wird weggeschwemmt und an anderer Stelle wie z. B. am Ellenbogen wieder abgelagert. Heute ist der Küstenschutz bemüht, durch regelmäßige Sandaufspülungen den Sturmfluten Abbaumaterial zu bieten und das Meer von der besiedelten Küste fernzuhalten. Sylt ist zu erreichen mit dem Schiff auf den Linien Nordstrand-Hörnum und Rømø-List, mit der Bahn und dem Autozug über den Hindenburgdamm und per Flugzeug.

Rundgang
Auf der Insel gibt es sechs Gemeinden und die Stadt Westerland mit zusammen rund 20 000 Einwohnern. Eine Rundreise, beginnend beim Hindenburgdamm, führt zunächst nach Morsum (friesisch: Muasem) in der Gemeinde Sylt-Ost. Die verstreute Lage der Bauernhöfe lässt die einstige Dominanz der Landwirtschaft noch gut erkennen. Heute ist, wie überall auf der Insel, der Tourismus die wichtigste Einnahmequelle. Im kleinen Ortszentrum haben sich Kunsthandwerker und Galerien angesiedelt. Die spätromanische Kirche Sankt Martin gehört wie Sankt Severin bei Keitum zu den ältesten Gotteshäusern auf Sylt.

Südöstlich von Morsum liegt das Dörfchen Archsum (friesisch: Ârichsem), das wie der gesamte Sylter Osten landschaftlich von prähistorischen Hügelgräbern geprägt ist.

Nordöstlich schließt sich das alte Kapitänsdorf Keitum (friesisch: Kairem) an. Es bildet mit seinen beiden Museen das kulturelle Zentrum Sylts in Bezug auf Geschichte, Sprache und friesische Kultur. Zahlreiche mehrere hundert Jahre alte utlandfriesische Häuser dominieren den Ortskern.

In nördlicher Richtung folgt der direkt am Watt gelegene ehemalige Hafenort Munkmarsch (friesisch: Munkmçrsk). Bis zum Bau des Hindenburgdamms 1927 endete hier die wichtige Schiffsverbindung nach Hoyer.

An Keitum grenzt auch Tinnum (friesisch: Tinem), der westlichste Ortsteil der Gemeinde Sylt-Ost. Wegen der etwas günstigeren Preise und der Nähe zur Stadt Westerland ist Tinnum ein beliebter Wohnort. Allerdings prägen Gewerbebetriebe und Lagerhallen das Bild. In den Marschwiesen liegt die Tinnumburg, eine rund 2000 Jahre alte Ringwallanlage.

Nördlich von Keitum folgt Braderup (friesisch: Brērerep), heute Ortsteil der Gemeinde Wenningstedt-Braderup (friesisch: Woningstair-Brçrerep). Sie besitzt wie Westerland den Status eines Nordseeheilbades, doch geht es hier weniger mondän zu. Hotels und Appartementhäuser prägen das Erscheinungsbild.

Wichtigste Anlaufstelle der „Reichen und Schönen“ ist seit den 1950er Jahren Kampen (friesisch: Kaamp), drei Kilometer nördlich von Wenningstedt gelegen. Modernste Reetdachhäuser fallen ins Auge, Nobelkarossen parken vor allem in der „Whiskystraße“.

Die nördlichste Ortschaft Deutschlands ist List (friesisch: List). Im Hafen legen die Fähren von Rømø an, ein besonderes Ambiente bietet Anreiz für Tagesbesuche. Die einst dominierende militärische Prägung verschwindet allmählich, denn die Bundeswehr hat List verlassen.

Wenningstedt geht südlich unmittelbar in die Stadt Westerland (friesisch: Weesterlön) über. Geschäfte, Preise, Kasino und Straßenverkehr wie in deutschen Großstädten, Bahnhof und Verladerampen für den Autozug und sogar Hochhäuser verleihen der Stadt weltmännisches Gepräge. Kliniken und Kureinrichtungen bilden die Voraussetzungen für den Status eines Nordseeheilbades.

Im südlich angrenzenden Ort Rantum (friesisch: Raantem) wird ein exklusives Mineralwasser hergestellt. Die Sansibar in den Dünen besitzt einen der teuersten Weinkeller Deutschlands. Das Rantumbecken im Nössekoog, einst misslungener Versuch eines militärischen Seeflughafens, ist heute Teil der Sylter Naturschutzgebiete.

Die südlichste Gemeinde der Insel heißt Hörnum (friesisch: Hörnem). Ihr Hafen ist Ausgangspunkt für die Personenfähren nach Nordstrand und für den Ausflugsverkehr in die nordfriesische Halligwelt. Die Verbindung zur friesischen Hochseeinsel Helgoland wurde 2006 eingestellt.


Rømø

Die Insel Rømø ist die größte Insel des dänischen Wattenmeeres und einer der größten Touristenmagneten des Landesteils. Hier findet man reichhaltige Möglichkeiten für entspannte und ruhige Ferien mit der ganzen Familie oder auch für aktive Ferien auf den weiten Sandstränden und am Meer. Rømø, früher Heimat von Seefahrern, Fischern und Bauern, befindet sich im Übergang zu einem Ort für Erholung und persönliches Wohlbefinden.

Ein 9,2 km langer Damm verbindet die Insel mit dem Festland. Zum Schutz des östlichen Teils der Insel vor den Gezeiten wurden Deiche angelegt. Darüber hinaus tragen kleine Gräben und Lahnungen zur Entwicklung des Pflanzenwachstums im Marschland bei.
Zentrale Teile der Insel bestehen aus einer großen Dünenlandschaft, die in weiten Bereichen von Heide bedeckt ist. Neben Weiden und Heidemooren wurden im überwiegenden Teil Zwergkiefern angepflanzt.

Die westliche Seite der Insel besteht aus den atemberaubenden Strandgebieten, die zu den schönsten und breitesten Sandstränden in Europa zählen. An einigen Stellen kann der Strand sich auf über 4 km Breite erstrecken.

Die ältesten Ansiedlungen liegen recht verstreut auf der Osthälfte der Insel. Die Höfe auf Rømø waren vergleichsweise klein, was sich aus den ungünstigen Bodenverhältnissen ergab. Als aber der Fischfang auf der Insel im 18. Jahrhundert durch Einkünfte aus dem Walfang bei Grönland ergänzt wurde, konnten die meisten Höfe umgebaut werden. Im Jahre 1770 gab es 70 Walfangkapitäne auf Rømø, die es sich leisten konnten, weitere Flügel und geschmackvolle Einrichtungen zu ihren alten Höfen hinzuzufügen. Im Kommandørgården, (Kommandeurhof), ein der Öffentlichkeit zugänglichem Heimatmuseum und Teil des Nationalmuseums, kann man ein einzigartiges Beispiel für diese Glanzzeit in der Geschichte von Rømo besichtigen.

Der Tourismus auf Rømø fand seinen Anfang mit der Etablierung des Nordseebads in Lakolk um das Jahr 1900. Der Bau des Straßendamms im Jahre 1948 und der zunehmende Wohlstand ab den 1960´er Jahren förderte die Errichtung von privaten Sommerhäusern erheblich. 
Heute besuchen 2 – 2,5 Mio. Badegäste Rømo pro Jahr. Die meisten besuchen den Strand bei Lakolk, damit werden andere Teile der Insel denjenigen überlassen, die eine ruhigere Umgebung oder Naturerlebnisse suchen.

Das entspannte Dasein als Badegast ist nur eine der zahlreichen Möglichkeiten, die die breiten Sandstrände und das Meer anbieten. Am Anfang stand der Bau von Sandburgen und Installationen aus Muscheln, Tang und Treibgut. Aber Romø bietet auch gute, natürliche Voraussetzungen für Drachenfliegen, Windsurfen und Kitebuggy.

Derjenige, der diese Möglichkeiten ausgeschöpft hat, oder eher etwas Ruhigeres sucht, kann das Naturcenter Tønnisgård einiges bieten. Rømø verfügt über eine einzigartige Vogelvielfalt. Der See von Lakolk ist beispielsweise einer der interessanten Orte, an dem man u.a. die Rohrdommel hören kann, und auf der Ostseite der Insel und am Damm gibt es reichhaltige Bestände von Stelzvögeln. Auf der Insel gibt es darüber hinaus auch Wiesenweihe, Bartmeise, Feldschwirl, Sumpfohreule, Waldohreule und Neuntöter.

Mit der Errichtung von Rømø Golf & Wellness wurde ein weiterer Bereich der Fremdenverkehrswirtschaft auf Rømø erschlossen. Dieses Konzept spiegelt die steigende Nachfrage nach Luxus, Ruhe und Wohlbefinden wieder.


Als

Die Insel Als liegt im südöstlichen Teil von Sønderjylland. Sie hat eine Fläche von 321 km2 und wird vom Als Sund, der Als Förde, dem Kleinen Belt und der Flensburger Förde umschlossen. Die Brücken „Alssundbro“ und „Kong Christian X´s Bro“ bei Sønderborg verbinden die Insel mit dem Festland. Weiterhin besteht eine Fährverbindung zwischen Ballebro und Hardeshøj. Die Insel Als bietet zahlreiche Kultur- und Naturerlebnisse.

Im südlichen Teil der Insel liegt der Ort Augustenborg mit seinem Schloss – einem der schönsten Dänemarks. Es wurde in seiner heutigen Form in den Jahren 1764-76 mit einer strengen Symmetrie entsprechend den barocken Idealen und einem engen Zusammenhang zwischen Natur und Architektur errichtet.

Die Gebäude haben höchsten architekturhistorischen Wert, beispielsweise die Schlosskapelle und das Vestibül des Hauptflügels, in dem gut erhaltene Ausschmückungen aus den Jahren um 1770 bewahrt wurden. Der letzte Herzog, Christian August II., verließ Augustenborg 1848 nach seiner Teilnahme an den schleswig-holsteinischen Erhebungen gegen Dänemark. Heute dient das Schloss als psychiatrisches Landeskrankenhaus.

Ein Minimuseum im Torhaus erzählt die Geschichte des Schlosses und der herzoglichen Familie in Texten und Bildern. Im Hauptgebäude des Schlosses können die Schlosskapelle, das Arbeitszimmer des Herzogs und der reich verzierte Gartensaal besichtigt werden. 
Einige Kilometer weiter liegt die Wassermühle von Vibæk, die letzte von zehn Wassermühlen der Insel, ganz idyllisch zwischen Høruphav und Skovby.

Die Kirche von Kegnæs wurde 1615 errichtet und ist die kleinste Kirche der Insel. Sie wurde unter Herzog Hans dem Jüngeren erbaut – als Buße für die unrechtmäßige Hinrichtung von zehn Bauern, die angeblich aus der Vorratskammer des Herzogs gestohlen hätten.

Der beste Badestrand der Insel liegt beim Campingplatz bei ”Drejet”. Von hier aus folgt man dem Kiesweg bis ”Kærneland Strand”, einem der schönsten Sandstrände Dänemarks.

Blommeskobbel ist ein kleiner Wald an der Ostküste der Insel, der zu Spaziergängen einlädt. Am Waldrand bestehen Parkmöglichkeiten, von dort aus kann man dem Waldweg folgen. Rechter Hand sieht man bald darauf einen Grabhügel und eine der größten Ansammlungen von Dolmen in Europa. Der Deckstein des ersten Dolmens wiegt etwa 20 Tonnen.

Im Norden der Insel befindet sich Nordborg. Das Schloss von Nordborg liegt in idyllischer Umgebung am See von Nordborg. Die erste Burg an diesem Ort, Alsborg, wurde zum Schutze vor den Wenden aus Rügen errichtet. Die Burg brannte im 13. Jahrhundert ab und wurde dann unter dem Namen Nordborg neu errichtet. Heute beherbergen die Gebäude ein Internat, der umliegende Park ist öffentlich zugänglich.

Auf der Lindewerft in Holm bei Dyvig findet man die Rekonstruktion des Hjortspringbootes. Das ursprüngliche Boot wurde vermutlich um 350 v. Chr. an einem unbekannten Ort im Baltikum gebaut.

In Nordborg gibt es auch das Danfoss Universum, ein wissenschaftliches „Experimentarium“. Dieser Wissenschaftspark ist besonders bei denen beliebt, die gleichzeitig spielen und lernen wollen. Danfoss Universum eröffnet Möglichkeiten, die Naturkräfte zu erleben und zu sehen, wie diese Kräfte in der modernen Technologie eingesetzt werden.

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