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Besondere touristische Orte

Vergnügungsparks südlich der Grenze

Für Familien gibt es viele Freizeitangebote südlich der Grenze. Von Vergnügungsparks über Tierparks, Badelandschaften, Themenparks und eine Seehundstation ist für das ganze Jahr und jedes Wetter alles dabei.

Tolk-Schau Familien-Freizeitpark
Der größte Vergnügungspark im Norden Schleswig-Holsteins und in der Nähe der dänischen Grenze ist der Tolk-Schau Familien-Freizeitpark in Tolk bei Schleswig. Ein großer Erlebnispark bietet Kindern und Erwachsenen alles, was das Herz begehrt: eine Bootsrutsche, eine über 700 Meter lange Sommerrodelbahn, Swing Boot, Familien-Achterbahn, Berg- und Talbahn, Autoskooter, ein Wildpark mit echten Hirschen, ein Dinosaurier-Wald, Riesen-Trampolin, Minigolf und vieles mehr.

Das 300.000 Quadratmeter große Areal in Tolk bei Schleswig wurde in den 1960er Jahren als Märchenpark angelegt und wirkt auch heute noch etwas beschaulicher als beispielsweise das Legoland oder der Hansa-Park. Genau das gefällt Eltern mit Kindern in verschiedenen Altersstufen: Die ganz Kleinen fahren per Boot durch eine Miniatur-Landschaft und freuen sich über Wippen, Schaukeln, Rutschen, Klettergerüste und Karussells. Ältere trauen sich in die Achterbahn oder auf die große Schiff-Schaukel, testen ihr Geschick auf Wackel-Fahrrädern oder liefern sich spannende Wettkämpfe auf Elektro-Rennpferden.
Im „Tal der Dinosaurier“ beeindrucken bis zu 45 Meter große, naturgetreu nachgearbeiteten Urzeit-Riesen. Wieso sind sie ausgestorben? Sind ihnen jemals Menschen begegnet? Um mehr zu erfahren, setzt man die abenteuerliche Reise durch die Erdzeitalter einfach im Museum der „Tolk Schau“ fort.

Phänomenta Flensburg
Die Phänomenta in Flensburg nennt sich auch Science-Center Schleswig-Holstein. In diesem wissenschaftlichen Lernzentrum können Kinder und Erwachsene, Kindergartengruppen und Schulklassen erstaunliche naturwissenschaftliche und technische Phänomene erleben. Die Phänomenta ist das ganze Jahr hindurch täglich geöffnet.

Multimar Wattforum
Das Erlebniszentrum MULTIMAR in Tönning führt den Besucher durch die wunderbare Welt des Nationalparks Wattenmeer: www.multimar-wattforum.de. Riesige Aquarien zeigen das Leben im Meer: Fische, Muscheln, Quallen, Flora und Fauna im natürlichen Element. Anhand von Computerpräsentationen können die Besucher interaktiv in die Tiefen des Meeres tauchen. Ein besonderes Erlebnis ist das Walhaus mit der Dauerausstellung "Wale, Watt und Weltmeere“, das Klein und Groß die Welt der Wale näher bringt und als Hauptattraktion das Skelett eines Pottwals bereithält. Das Multimar Wattforum ist ganzjährig täglich geöffnet.

Seehundstation Friedrichskoog
Ein Besuch der Seehundstation Friedrichskoog in Friedrichskoog an der Nordsee ist ein besonderes Erlebnis für die ganze Familie. Sie wurde 1985 gegründet und wird seit 1992 als gemeinnütziger Verein betrieben. Die Besucher erhalten besondere Eindrücke vom Leben der Seehunde und Kegelrobben und können die Tiere an Land und im Wasser durch große Unterwasser-Fenster beobachten. Die Seehundstation ist das ganze Jahr hindurch an allen Tagen geöffnet.

Indoor-Familienparks
Die Indoor-Erlebnisparks sind nicht nur bei schlechtem Wetter beliebt. Eine ganze Menge gibt es davon in Schleswig-Holstein: so zum Beispiel den SumSum Indoorfamilienpark und Mr. Scandis Funpark in Flensburg.


Vergnügungsparks nördlich der Grenze

Es gibt eine Menge Freizeitangebote sowohl für die Großen als auch für die Kleinen in Nordschleswig. Die Attraktionen spannen von den verschiedenen Erlebnisparks über Badelandschaften bis hin zu Museumserlebnissen.

Sommerland Syd
Sommerland Syd ist ein Vergnügungspark im südlichen Nordschleswig in Terkelsbøl bei Tinglev. Der Park bietet verschiedene Attraktionen wie ein Wasserland mit Wasserrutschen, ein Piratenland und ein Actionland. Es ist ein Park, in dem der Spaß für Kinder im Vordergrund steht.

Lintrup Safari Zoo Park
Im nördlichen Nordschleswig liegt Lintrup Safari Zoo Park. 1995 wurde der Park unter großem Einsatz der Lokalbevölkerung und der lokalen Wirtschaft eröffnet. In den letzten Jahren wurden Gebäude renoviert und der Park wurde erweitert, um Platz für neue Tiere zu schaffen. Hier wohnen nicht nur altbekannte Tiere wie Ponys und Meerschweinchen sondern auch eine Reihe spezieller Tiere, die die Kinder nicht aus ihrem Alltag kennen. Dazu gehören u.a. Yaks, Hirschantilopen, Mantelpaviane und Seidenaffen. Darüber hinaus gibt es Papageien, Straußen, verschiedene Schlangenarten, Schildkröten, Karpfen und Kriechtiere.

Danfoss Universe
Danfoss Universe bei Nordborg auf Als bietet ein ganz anderes Erlebnis. Die Besucher sollen auf natürliche Weise über die Naturwissenschaften lernen. Der Park erklärt Naturphänomene, Alltagstechnik und die Welt der Wissenschaft auf eine unterhaltende Art, die beinhaltet, dass die Besucher aktiv werden und die Experimente selbst ausführen. Als Ausgangspunkt dienen die technischen Instrumente im Alltag von Kindern und Jugendlichen. Ziel ist es, die dahinterliegenden Prinzipien zu erklären um so ein größeres Interesse und Verständnis für Technologie und Wissenschaft zu schaffen. 
 
Historiecenteret på Dybbøl Banke 
Das Historiecenteret på Dybbøl Banke arbeitet den deutsch-dänischen Krieg von 1864 auf. Gruppen – sowohl Schulklassen als auch Volkshochschul- wie auch andere Erwachsenengruppen – haben die Möglichkeit, den Krieg auf eine außergewöhnliche Art und Weise kennenzulernen. Im Zusammenspiel von Film und persönlichem Guide wird der Krieg veranschaulicht. Darüber hinaus bietet das Zentrum für die vierte bis neunte Klasse einen Besuch der neuen Soldatenstadt an. Hier bekommen die Schüler die Möglichkeit, dänische und preußische Uniformen anzuziehen und sich in den Schützengräben der Schanzen zu bewegen.


Haithabu und Danewerk südlich der Grenze

Mit dem Danewerk und der Siedlung Haithabu befinden sich gleich zwei herausragende Zeugnisse der Wikingerkultur im Grenzland. Jeweils am historischen Ort wurden Spuren der Vergangenheit konserviert und rekonstruiert, für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht und in Museen mit weiteren Informationen ergänzt – spannender kann eine Reise in die Vergangenheit kaum sein!

Von hier starteten die Nordmänner mit schnellen „Drachenbooten“ zu ihren Raubzügen, hier löschten behäbigere Handelsschiffe aus dem Baltikum und dem Mittelmeerraum ihre Waren. Sogar Sklaven wechselten hier ihren Herren – und wer kein Tauschgeschäft führte, der zahlte mit Münzen, die eigens in der florierenden Hafenstadt geprägt wurden: Das Wikinger Museum Haithabu erinnert in Haddeby bei Schleswig an den einstmals wichtigsten Handelshafen Nordeuropas.

Ihre immense Bedeutung verdankte die Stadt auch ihrer Lage an der Westseite des Haddebyer Noors, einer Ausbuchtung der Schlei. Als Ostsee-Arm reicht sie 35 Kilometer ins Landesinnere, nur wenige Kilometer von ihrer Spitze entfernt bildete die Treene einen Naturhafen. Dieser Fluss mündet in die Eider, die schließlich zur Nordsee führt – eine fast durchgängig schiffbare Verbindung zwischen Ostsee und Nordsee also, die den gefährlichen Weg um die Nordspitze Jütlands ersetzte.

Archäologische Funde aus dem 26 Hektar großen Siedlungsgelände und das rekonstruierte beeindruckende Langschiff, das 1979 aus dem Noor geborgen wurde, sind seit 1985 im Museum zu sehen.

Hinter den Ausstellungsgebäuden, deren Form umgedrehten Schiffsrümpfen nachempfunden ist, beginnt der historische Festungswall. Wer ihm folgt, gelangt nach wenigen hundert Metern zur neu entstandenen Wikinger-Siedlung. Sieben Häuser werden am Ufer des Noores 2007 möglichst originalgetreu, mit Reetdächern und Wänden aus lehmverputztem Flechtwerk, errichtet. Zur Herbstmesse und an Mittsommer bieten Händler hier ihre Waren an, Handwerker zeigen ihre Künste, Musiker und Gaukler sorgen für Unterhaltung – und natürlich darf ein guter Schluck Met nicht fehlen.

Das Danewerk, heute das größte archäologische Denkmal Nordeuropas, besteht aus mehreren, unterschiedlich alten Festungswällen zwischen der Schlei und der Treeneniederung. Es wurde 808 erstmals erwähnt, entstand archäologischen Untersuchungen zufolge jedoch schon Jahrhunderte früher. Die ältesten bisher datierten Bauten stammen aus der Zeit um 680 – doch sie basieren bereits auf Wällen, deren genaue Entstehungszeit noch zu bestimmen ist.

Die Verteidigungsanlage bestand anfangs aus einem Erdwall mit vorgelagertem Graben. Um 740 wurde sie um eine fünfeinhalb Kilometer lange Feldsteinmauer verstärkt und ein See-Sperrwerk in der Schlei errichtet. Bei der Erweiterung von 965 bis um 980 wurde ein Verbindungswall nach Haithabu und der neun Kilometer lange „Kograben“, ein zusätzlicher Wall mit vorgelagertem Graben, angelegt. Die sechs Meter hohe und vier Kilometer lange „Waldemarsmauer“ aus Ziegelsteinen, das älteste nichtkirchliche Backsteinbauwerk Nordeuropas, wurde ab 1165 auf Geheiß des dänische König Waldemar I. errichtet.

Ab 1200 verlor das Danewerk seine Bedeutung und verfiel. Die Grenze zwischen Schleswig und Holstein wurde ab jener Zeit durch die weiter südlich verlaufende Eider markiert, zudem pflegten die beiden Regionen zunehmend freundschaftlichere Beziehungen. Im Schleswigschen Krieg 1864 besann sich jedoch die dänische Armee auf das Bollwerk ihrer Vorväter. Sie verschanzte sich hinter dem Danewerk gegen die Österreicher, musste sich aber nach kurzer Zeit bis nach Düppeln nördlich der Flensburger Förde zurückziehen.

1950 wurden die Überreste des Danewerkes unter Naturschutz gestellt, seit 1958 stehen sie auch unter Denkmalschutz. 1990 eröffnete der Sydslesvig Forening (SSF) in der Gemeinde Klein Danewerk das Museum Danevirkegården (Danevirke Museum), dessen Ausstellungsschwerpunkt auf der Reaktivierung der Festungsanlage im 19. liegt. Im Archäologischen Park Danewerk sind ein Teil der Waldemarsmauer und die Schanze 14 von 1864 zu besichtigen.
Schleswig-Holstein will seine beiden Wikinger-Kulturstätten Danewerk und Haithabu als Unesco-Welterbe anerkennen lassen. Der Antrag bei der Unesco wird länderübergreifend mit Island, Dänemark und Schweden gestellt.


Hjemsted Oldtidspark nördlich der Grenze

Hjemsted Oldtidspark ist eine Kombination aus Museum und einem Themenpark. Der Themenpark stellt das Alltagsleben in der Eisenzeit in den Vordergrund, die Besucher können spielen und sich in den Alltag der Eisenzeit hineinversetzen. Das Museum Hjemsted Oldtidspark verfügt über ca. 1.000 m2 Ausstellungsfläche, auf denen archäologische Gegenstände aus der Eisenzeit gezeigt werden.
 
Die Idee zum Hjemsted Oldtidspark entstand, als man bei Grabungen in einem Wohngebiet in den 1970´er Jahren eine Reihe von Gegenständen aus der Eisenzeit fand. Im Jahre 1996 wurde Hjemsted Oldtidspark mit seinem 1.000 m2 großen Museum, einem Aktivitäts- und Erlebnispark, sowie Restaurant und Laden eröffnet.

Das eigentliche Museum liegt unter der Erde und zeigt das Alltagsleben während der Eisenzeit in der Gegend von Hjemsted. Wie in Maulwurfsgängen wird man durch 1000 Jahre Geschichte geleitet. Im Boden sieht man Gräber und Graburnen, und entlang der Wände zeigen Vitrinen die Originalfunde von hier. Die Ausstellung umfasst auch ein Videokino und erklärt, wieso Gegenstände aus den entlegensten Gegenden in Europa ihren Weg nach Hjemsted gefunden haben. Über eine Treppe gelangt man vom Museum zur Rekonstruktion einer eisenzeitlichen Hofanlage.

Von hier werden die Besucher weiter in den Aktivitätspark geleitet, in dem die Möglichkeit besteht, mit eisenzeitlichen Werkzeugen und Gegenständen zu arbeiten. Zu den beliebten Aktivitäten gehören Bogenschießen und Fahrten in den Einbäumen. In dem 13 ha umfassenden Park gibt es auch die Möglichkeit, Haustiere zu sehen, die denen der Eisenzeit entsprechen. Nicht zuletzt beherbergt der Park auch ein Restaurant, das eisenzeitlich inspirierte Mahlzeiten anbietet, aber auch heutige Küche.
 
Hjemsted Oldtidspark bietet Führungen für Schulklassen und besondere Veranstaltungen für Tagungen, Kurse usw. an.


Kupfermühle südlich der Grenze

Eine kleine Fußgängerbrücke verbindet nahe des Badeortes Wassersleben Dänemark und Deutschland: Der ehemalige Grenzübergang „Schusterkate“ führt direkt über den Grenzfluss, die Krusau. Vor der Brücke öffnet sich der Blick auf die Flensburger Förde. Wenige Schritte weiter ist man in den Wald von Kollund eingetaucht. Wanderwege führen um Schluchten herum und an steilen Hängen entlang.

Wer sich von der Förde abwendet und entlang der Krusau gen Norden spaziert, gelangt zum kleinen Ort Kupfermühle. Das idyllisch gelegene Ensemble aus Fabrikgebäuden und den gelb gestrichenen Arbeiterhäusern gilt als eines der ältesten Industriestandorte – heute ein sehr lebendiges Museum - im Landesteil Schleswig: Der dänische König Christian IV hatte hier bereits 1612 ein Hammerwerk errichtet. Die Krusau trieb damals nicht nur mit ihrer Wasserkraft eine Mühle an, die Roheisen zu Schmiedeeisen verarbeitete. Der Fluss war auch für Schiffe befahrbar, so dass Rohstoffe und fertige Produkte gut transportiert werden konnten.
1628 brannte die erste Mühle ab. Doch schon 1633 eröffnete der Flensburger Bürgermeister Carsten Beyer am selben Ort die „Kupfer- und Messingfabrik Crusau“. Neben Haushaltsgegenständen wie Leuchtern, Kannen, Kesseln oder „Futschenpfannen“ (Pfannen für das Fettgebäck Förtchen) stellte das Werk auch Kupferplatten her, mit denen hölzerne Schiffsrümpfe verkleidet und die Dächer der dänischen Schlösser gedeckt wurden. Um 1800 arbeiteten etwa 300 Menschen in der Kupfermühle, die als größter Industriebetrieb des damaligen Herzogtums Schleswig und Dänemarks galt.

In den Folgejahren exportierte die Kupfermühle Großkessel, Rohre und andere Schiffsausrüstungsgegenstände bis nach Asien. Man stellte von Wasserkraft auf Dampfbetrieb um und produzierte das neue „Yellow Metal“, eine Legierung aus Kupfer und Zink. Doch der wirtschaftliche Niedergang der Fabrik – eingeleitet durch den Stahlschiffbau – war schließlich nicht mehr zu stoppen. 1963 schloss das Werk.

Die Wohnsiedlung der Arbeiter, das Haus des Fabrikbesitzers und die Werksgebäude stehen heute unter Denkmalschutz. Die Kupfermühle als Ensemble ist ein ganz besonderes, mit hohen Preisen ausgezeichnetes Real-Museum. Eine Ausstellung im ehemaligen Pförtnerhaus zeigt Produkte sowie Bilder und Schriften aus der fast 400-jährigen Geschichte der Kupfermühle. In zwei Fabrikhallen sind die alten Maschinen und Werkzeuge zu sehen, darunter auch eine funktionstüchtige Dampfmaschine. Ein neues Wasserrad wird demnächst das alte Hammerwerk antreiben und demonstrieren, wie früher Kupferbleche hergestellt wurden.


Schloss Glücksburg und das Rosarium südlich der Grenze

Schneeweiß, mit vier trutzigen Ecktürmen und rotem Ziegeldach „schwimmt“ Schloss Glücksburg in seinem baumumstandenen, spiegelglatten See - nur wenige hundert Meter vom Strand der Flensburger Förde entfernt. Ein Wasserschloss in Deutschlands höchstem Norden? Ein ganz besonderes noch dazu! Das Renaissancegebäude ist nicht nur so traumhaft schön, dass es als Kulisse der deutschen Fernseh-Serie „Der Fürst und das Mädchen“ gewählt wurde. Es gilt auch als „Wiege der europäischen Königshäuser“.

Die historischen Räume können im Sommer täglich, von November bis April am Wochenende besichtigt und das ganze Jahr über für Familienfeiern angemietet werden. Der Innenhof verwandelt sich im Sommer in eine Open-Air-Bühne für Opern und Konzerte, in der Orangerie zeigen Künstler ihre Werke. Besonders stimmungsvoll sind die verschiedenen Märkte im Schlosshof und im Park. Im Café im Rosarium genießt man Getränke, Eis und Kuchen – und den Blick über blühende Rosenbeete zum Schloss.

Herzog Johann von Schleswig-Holstein-Sonderburg der Jüngere, Sohn des dänischen Königs Christian III, ließ das Schloss 1582-1587 auf den Fundamenten eines Zisterzienserklosters bauen, als er aus Sonderburg auf die andere Seite der Flensburger Förde übersiedelte. Sein Wahlspruch „Gott gebe Glück mit Frieden“ findet sich zusammen mit seinem Wappen und den Familien-Emblemen seiner beiden Ehefrauen über dem Eingangsportal.

Nach Johanns Tod 1622 wurde der Besitz unter seinen fünf Söhnen aufgeteilt, Philipp begründete dabei die ältere Sonderburg-Glücksburger Linie. Nach dem Tod der letzten Herzogin aus diesem Familienzweig 1825 verlieh der dänische König Friedrich VI einen neuen Glücksburger Herzogstitel an Wilhelm von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Beck. Einer seiner Nachkommen, Christian IX, bestieg 1863 den dänischen Thron und begründete Glücksburgs Ruf als „Wiege der europäischen Königshäuser“. So wurde Christians Sohn Wilhelm als Georg I König von Griechenland, und seine Tochter Dagmar heiratete den russischen Zar Alexander III. Viele seiner Kinder und Kindeskinder wurden Mitglieder verschiedener Adelsfamilien und sorgten dafür, dass heute fast alle europäischen Dynastien mit den Glücksburgern verwandt sind.

1923 wurde Schloss Glücksburg in eine Stiftung eingebracht und für Besucher geöffnet. Die Vorfahren und Verwandten des heutigen Glücksburger Hausherren, Christoph zu Schleswig-Holstein, blicken Gästen auf zahlreichen Porträts entgegen. Wie sie lebten, malt man sich auf einem Rundgang durch Wohn- und Verwaltungsräume, Fest- und Speisesäle leicht aus: Viele Zimmer sind wie einst mit kostbaren Möbeln, feinen Alltagsgegenständen und erlesener Dekoration ausgestattet. Auch das Gefängnis ist noch erhalten!

In der Schlosskapelle wurden bei einer Renovierung Deckenfresken aus der Zeit ihrer Erbauung frei gelegt – ansonsten ist das kleine Gotteshaus jedoch im barocken Stil geschmückt. Seine 160 Jahre alte Orgel stammt von der weltweit bekannten Firma Marcussen aus Aabenraa.

Der Schlosspark wurde 1733 im französischen Stil angelegt und später nach englischen Vorbildern umgestaltet. Auf dem Gelände der ehemaligen Schlossgärtnerei befindet sich seit 1990 der Schaugarten des „Rosenpapstes“ Ingwer J Jensen. Wenn sich die über 500 Sorten historischer und englischer Rosen von Mitte Mai bis Ende September von ihrer prächtigsten Seite zeigen, sind Besucher täglich willkommen, um in Duft und Farben zu schwelgen.

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