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Netzwerke und Zusammenarbeit

Tourismusverbände und Zusammenarbeit südlich der Grenze

Der Tourismus in Schleswig-Holstein ist ein wesentlicher Faktor für die Wirtschaft und für den Arbeitsmarkt. Gerade in den ländlichen Regionen des Landes steht der Tourismus seit Jahrzehnten für eine große Wirtschaftskraft und ermöglicht ein erhebliches Entwicklungspotential. Außerdem dient er dem Image Schleswig-Holsteins. Der touristische Umsatz (für ganz Schleswig-Holstein) beträgt ca. 4,5 Mrd. Euro, von denen 2,8 Mrd. Euro auf den Übernachtungs- und 1,7 Mrd. Euro auf den Tagesausflugstourismus entfallen. Man rechnet offiziell mit gut 5 Mio. Gästen im Jahr und rund 23 Mio. Übernachtungen – die Statistiken führen dabei die Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit neun und mehr Betten und auf den Campingplätzen auf. Insgesamt sprechen die Tourismus-Experten aber von einem Übernachtungsvolumen in Schleswig-Holstein von rund 75 Mio. (dabei sind Privatquartiere, Verwandtenbesuche, Ferienwohnungen mitberücksichtigt) und schätzen etwa 100 Mio. Tagesausflügler, solche, die extra ins Land kommen oder diejenigen, die innerhalb des Landes reisen.

Der Weiterentwicklung des Tourismus in Schleswig-Holstein und der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit dienen aktuelle, der Marktsituation angepasste Maßnahmen wie die Umsetzung des neuen Tourismuskonzeptes, das im November 2006 vom Landeskabinett beschlossen worden ist und sich seither in der Umsetzung befindet.

Der „Tourismus-Verband Schleswig-Holstein“ mit Sitz in Kiel war Mit-Auftraggeber der dem Konzept zu Grunde liegenden Studie und ist aktiv am Umsetzungsprozess beteiligt. Der TVSH ist die tourismuspolitische Interessenvertretung von knapp 70 Gemeinden, Städten, Kreisen, Kammern und Verbänden im ganzen Land. Er ist ein starker Lobbyverband für seine Mitglieder und stellt daher die Mitgestaltung der Tourismuspolitik und die Verbesserung der Rahmenbedingungen der regionalen Tourismuswirtschaft und -entwicklung in den Mittelpunkt seiner Arbeit. Dazu gehört auch das Leitprojekt „Optimierung der touristischen Infrastruktur“. Der TVSH arbeitet eng zusammen mit der TASH.

Die TASH, die „Tourismus–Agentur Schleswig-Holstein“ mit Sitz in Kiel, ist seit 2001 zuständig für das landesweite touristische Marketing Schleswig-Holsteins. Sie macht das Tourismusland „sichtbar“. Auch überregional und international. Sämtliche Regionalverbände sind ihre Partner, gewissermaßen alle mit dem Tourismus verbundene Landesverbände sind ihre Gesellschafter. Die TASH unterstützt ihre Partner in der Entwicklung und Vermarktung von zielgruppengerechten Angeboten, sie bündelt  Marketingaktivitäten und leistet einen umfassenden Service in den Bereichen Online, Public Relations, Vertrieb, Marktforschung, Auslandsmarketing und Messen.

Für die aktive touristische Neuausrichtung sind von der TASH Qualitätsstandards festgelegt worden. Sie wiederum sind die Grundlage für das neu definierte Zielgruppen-Marketing, das auf „Familien“, „Best Ager“ und „Anspruchsvolle Genießer“ zugeschnitten ist.

Partner der TASH sind die Tourismusmarketingorganisationen im ganzen Land. Für den Landesteil Schleswig sind das im Westen der „Nordsee-Tourismus-Service“ (NTS – www.nordseetourismus.de), im Osten der „Ostsee-Holstein-Tourismus“  (OHT - www.ostsee-schleswig-holstein.de). NTS und OHT vertreten als zentrale Marketingorganisationen wiederum Mitglieds-Regionen, Kreise, Gemeinden, Verbände.  Diese gestalten alle ihre eigenen regionalen Programme – Beispiel an der Westküste die Insel Sylt, www.sylt.de, die mit einem umfangreichen touristischen Angebot in den Markt geht. Oder auch „Tourismus und Stadtmarketing Husum“  (www.husum-tourismus.de), das auch die ganze Husumer Bucht einschließt. An der Ostküste sind sehr erfolgreich die Tourismus Agentur Flensburger Förde GmbH (www.flensburger-foerde.de) und die „Ostseefjord Schlei GmbH“ (www.ostseefjordschlei.de), die ihren Sitz in Schleswig hat und die ganze Region an der Schlei mitbetreut.

Hier vor Ort entstehen die Angebote, werden die Ideen entwickelt. Immer in enger Zusammenarbeit mit den größeren Tourismusmarketingorganisationen  - und die wiederum richten sich an der TASH, an der sogenannten Dachmarke  und an den landesweiten Projekten aus. 


Tourismusverbände und Zusammenarbeit nördlich der Grenze

In Sønderjylland befassen sich die vier Touristenbüros in Rømø-Tønder, Vojens-Haderslev, Kruså-Aabenraa und Sønderborg lokal mit der Förderung des Fremdenverkehrs. Die Aufteilung entspricht den neuen Großkommunen.

Generell arbeiten die Tourismusorganisationen regional, national und auch über die Grenzen hinweg eng zusammen. Diese Kooperationen gleichen sich allmählich den Strukturen der neuen Kommunen an. Die Zusammenarbeit im Tourismussektor in Sønderjylland wurde mehr als 20 Jahre lang von Sønderjyllands Amt gefördert, wo auch ein Tourismusrat eingerichtet wurde. Durch eine effektive Produktentwicklung und gezieltes Marketing sollte der wirtschaftliche Bereich Tourismus gestärkt, aber auch zu grenzüberschreitenden Aktivitäten beigetragen werden. Die grenzüberschreitende Kooperation wird auf dänischer Seite weitestgehend durch Syddansk Turisme in Zusammenarbeit mit den örtlichen Touristenbüros und Kommunen koordiniert.

Syddansk Turisme wurde 2008 gegründet und leitet die Koordinierung der Tourismusentwicklung in Süd- und Sønderjylland und auf Fünen. Syddansk Turisme ist eine Zusammenschluss von RST – Vejle Amts Turistfond und TuristMarketing Sønderjylland, und Fyntour.

VDK – VisitDenmark, der ehemalige Danmarks Turistråd, koordiniert den Tourismus auf Landesebene durch eine Reihe von Marketing- und Entwicklungsmaßnahmen. VDK hat in seiner Analyse Vækstprojekt (Wachstumsprojekt) vom November 2006 insgesamt 23 dänische Destinationen aufgezeigt, die das Potential für eine Saisonverlängerung und ganzjährigen Küstentourismus beinhalten. Zu diesen 23 Orten zählen auch Rømø-Tønder, Sønderborg und Aabenraa.

Touristisch ist ganz Sønderjylland gut aufgestellt. Die Untersuchung befasst sich in erster Linie mit ganzjährigem Küstentourismus. Im Stadttourismus bietet Aabenraa als zentraler Ort in Sønderjylland reichhaltige Möglichkeiten. Die Übernachtungskapazität der drei Destinationen insgesamt ist ausreichend, um einen ganzjährigen Tourismus zu begründen. Das Grenzland hat das Potential zur Entwicklung und zur Vermarktung von lokalen, ganzjährig verfügbaren Angebotspaketen und Themenangeboten, bei denen Übernachtungen und kulturelle oder historische Erlebnisse kombiniert werden mit Aktivurlaub, Wellness usw.

Die Analyse befasst sich mit sieben unterschiedlichen Szenarien – von „Ruhe und Frieden am Wasser" bis hin zu Kulturferien in den Städten. Die Sommer- und Strandferien sind bei der Anzahl der Übernachtungen führend. Das Grenzland kann alle Formen anbieten und verfügt auch über die notewendigen Kompetenzen.

Die Untersuchung unterscheidet vier Zielgruppen: 1) Junge (unter 40 Jahren), 2) Familien mit Kindern (20-40 Jahren), 3) „Empty nesters" (d. h. über 40 Jahre / Erwachsene ohne Kinder) und 4) die über 50-Jährigen / Großeltern mit Enkeln. Insbesondere Aabenraa wird als Ort für die Zielgruppen 2), 3) und 4) hervorgehoben. Deshalb richtet sich das Marketing nicht zuletzt an Paare aus den Niederlanden und Deutschland, die über die Möglichkeit verfügen, das Grenzland außerhalb der Schulferien zu besuchen.


Grenzüberschreitende Tourismuskooperation

Die Zusammenarbeit im Bereich Tourismus wird auf dänischer Seite hauptsächlich von Syddansk Turisme gemeinsam mit den örtlichen Touristenbüros und Gemeinden wahrgenommen. Auf deutscher Seite werden die anfallenden Aufgaben vorrangig von der Industrie- & Handelskammer Flensburg (IHK) gemeinsam mit örtlichen Touristenbüros und Gemeinden gelöst.
 
Es gibt unterschiedliche Formen der Zusammenarbeit. Zunächst sind hier die durch die EU finanzierten INTERREG-Projekte zu erwähnen. Entsprechend den neuen grenzüberschreitenden Aktivitäten im Rahmen des INTERREG-Programms wurde eine Zusammenarbeit zwischen RST und IHK eingeleitet, wodurch der Einsatz im Bereich Tourismus gestärkt werden soll. Ein weiteres Beispiel ist das Projekt Flensburger Förde, bei dem u.a. Sønderborg und Aabenraa auf dänischer Seite zusammenarbeiten.

Weiterhin gab es ein INTERREG-Projekt Heerweg – ein Pilgerweg. Ziel war es, ein nachhaltiges Tourismusprojekt weiter zu entwickeln – den historischen Wanderweg Heerweg mit seinen Attraktionen zwischen Jels im Norden und Kropp im Süden. Informationen zum Pilgerweg von Vejle nach Rendsburg gibt es auf pilgrimsrute.com.
 
Nicht zuletzt werden pro Jahr etwa vier bis sechs Treffen des Tourismusforums zwischen dänischen und deutschen Akteuren abgehalten.

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